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Eminem - The Real Fucking Story

Eminem - The Real Fucking Story

von: Rob McGibbon

PeP eBooks, 2001

ISBN: 9783894806835, 126 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 5,99 EUR

  • Elfenkind
    Herbst - Läuterung
    Den Himmel gibt´s echt
    Herbst - Zerfall
    Der Bankräuber
    Bleib cool, Papa
    Du gibst das Leben
    Mein Herz kennt die Antwort
  • Kopfschuss
    Die Zehn Gebote
    Das Feenorakel
    Zeit der Vergebung
    Alphavampir
    Der Geschmack des Wassers
    Succubus Shadows
    Hurentaten
 

Mehr zum Inhalt

Eminem - The Real Fucking Story


 

Kapitel 10 (S. 93-94)

In Handschellen

Die neuen Tracks verliehen dem Album mehr Tiefe und Kraft. Alle Beteiligten waren zufrieden, denn sie wussten, dass sie einen weiteren Smash-Hit in der Hand hielten. In der Musikbranche begann sich herumzusprechen, dass Eminems neue Arbeit heißer als jemals zuvor war. Die Gerüchte griffen schnell auf die Fans über, und im April 2000 wartete die Welt gespannt auf das Erscheinen des zweiten Albums. Es war bereits fertig abgemischt und gepresst worden, doch die Plattenfirma weigerte sich, vor dem Tag der internationalen Erstveröffentlichung Vorabexemplare zu verteilen, nicht einmal an die Presse oder Radiosender. Es wurde strikt unter Verschluss gehalten, was den allgemeinen Hype noch weiter anheizte.

Zuerst erschien die ausgekoppelte Single »The Real Slim Shady«, und sie schoss in Amerika sofort auf Platz eins. Wieder wurde das Video, in dem Eminem unter Dutzenden wie er gestylter Darsteller zu sehen ist, zu den gefragtesten Videos auf allen Musikkanälen. MTV feierte die bevorstehende Veröffentlichung des neuen Albums mit vier Specials, gefolgt von einem kompletten Wochenende, das Eminem und seiner Musik gewidmet war. Es bestand überhaupt kein Zweifel, dass »The Marshall Mathers LP« die größte Premiere des Jahres auf dem Musiksektor werden würde.

Das Album erwies sich tatsächlich als Sensation und eroberte auf Anhieb den ersten Platz der amerikanischen Charts. Innerhalb einer Woche verkaufte es sich 1,7 Millionen Mal und damit schneller als jedes andere Rap-Album in der Geschichte. Auch in Großbritannien und Europa kletterte es auf Platz eins, und diese Position belegte Eminem in mehr als einem Dutzend Länder sowohl in den Single- als auch in den Album-Charts.

Alle Mediensparten konzentrierten sich jetzt auf Eminem. Renommierte Zeitungen und internationale Magazine bestätigten durch ausführliche Berichte über den weißen Rapper aus Detroit dessen neu erlangten Status als weltweit anerkannten Künstler. Das Phänomen nahm solche Ausmaße an, dass viele Publikationen, die bisher nie auch nur erwogen hätten, sich mit einem Rap-Star zu beschäftigen, Eminem plötzlich kostbaren Platz einräumten.

Das seriöse Magazin »Newsweek« stellte fest: »Eminem ist unbestreitbar die beeindruckendste Gestalt der gesamten Popmusik-Szene. Er beschäftigt sich fast ebenso intensiv mit sich selbst wie mit den Leuten auf seiner Feindesliste. Indem er sich mit seinen messerscharfen Texten selbst attackiert, erteilt er dem einfältigen Überlegenheitsgehabe, das den Mainstream-Rap befallen hat, eine Absage.«

Die »Los Angeles Times« verteidigte sogar sein Recht, sich so auszudrücken, wie er es tat, als sie schrieb: »Eminem arbeitet einfach mit seinen kreativen Impulsen. Er bannt all die verbotenen Gedanken und skandalösen Szenarien, die das Erwachsenwerden begleiten, auf eine CD und beobachtet den Fallout.«

Aus anderen Richtungen wiederum kam ernsthaftes Gegenfeuer. Songs wie »Marshall Mathers« enthalten plakativ abfällige Texte über Schwule, was zu einem scharfen Rüffel von Steve Spurgeon führte, dem Sprecher des Schwulen- und Lesbenverbandes GLAAD. In einer Stellungnahme, die den Beginn eines langen Kampfs mit GLAAD markierte, erklärte er: »Eminems Verteidigung seiner Texte besteht darin, sich fiktiver Personen zu bedienen, die angeblich nur ihre eigene Meinung äußern. Wir betrachten das nicht als eine tragbare Rechtfertigung für Homophobie. Dieses Album enthält die mit Abstand beleidigendsten homophobischen Texte, die wir jemals gehört haben. Wir sehen uns nicht in der Lage, das lediglich mit Hinweis auf sein Recht, seine Meinung frei äußern zu dürfen, hinzunehmen. Er hat eine Vorbildfunktion für Teenager. Seine Ansichten müssen in Frage gestellt werden.«

Andere dagegen eilten Eminem in dieser Angelegenheit zu Hilfe. Joan E. Bertin, Direktorin der in New York ansässigen »National Coalition Against Censorship«, einer Vereinigung, die sich für freie Meinungsäußerung und gegen Zensur einsetzt, schlug zurück: »Ich persönlich würde Eminems Aussagen nicht verteidigen, aber ich lehne trotzdem jede Art von Zensur ab. Im Fall von GLAAD finde ich es unglücklich, einen solchen Standpunkt zu vertreten. Schwule und Lesben gehören häufig zu den Gruppen unserer Gesellschaft, die der schärfsten Zensur unterliegen. Warum also zur Zensur gegen andere als Patentlösung greifen?«