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Was ist guter Unterricht?

Was ist guter Unterricht?

von: Hilbert Meyer

Cornelsen Verlag Scriptor, 2007

ISBN: 9783589220472, 192 Seiten

4. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 12,70 EUR

Ersparnis: 2,25 EUR

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    Handbuch Lernstrategien
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    Didaktische Modelle
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Mehr zum Inhalt

Was ist guter Unterricht?


 

Kapitel 3: Reflexionsübungen (S. 133-134)

Vorweg: Dieses Kapitel soll Ihnen helfen, Ihre Alltagsvorstellungen zum guten Unterricht weiterzuentwickeln und im Lichte des in Kapitel 2 skizzierten Theoriewis-sens zu einer „persönlichen Theo-rie“ guten Unterrichts auszubauen. Was das ist, wird in der Einleitung zu diesem Kapitel gesagt.

Die Mehrzahl der Reflexionsübungen realisiert „kooperatives Lernen“ – eine Lernform, deren besondere Effektivität im zweiten Kapitel (s. S. 82 ff.) schon erläutert wurde.

Die sieben Übungen sind gemeinsam mit Praktikern entwickelt und erprobt worden, die in der Lehrerbildung aktiv sind. Vielen Dank an Carola Junghans (Fachseminarleiterin, Grundschule), Anke Lindemann (Haupt- und Realschule), Christina Sczesny (IGS-Oberstufe), Christel Wopp (Grundschule), Liane Paradies, Insa Konukiewitz und Gerhard Eikenbusch (Gymnasium). Die Mehrzahl der folgenden Reflexionsübungen kann auch in Einzelarbeit, besser aber in Gruppen bearbeitet werden. Die Reihenfolge kann problemlos verändert werden, wir empfehlen Ihnen jedoch, mit der Übung 3.1 oder 3.2 zu beginnen.

Einleitend hier zunächst aber einige begriffliche und konzeptionelle Klärungen.

Einleitung oder: Sich selbst beim Unterrichten über die Schulter schauen
Es ist in der Professionalisierungsforschung üblich, zwischen Theoriewissen einerseits und Praxis-, Handlungs- oder Erfahrungswissen andererseits zu unterscheiden.1 Beides ist erforderlich, um guten Unterricht hinzubekommen. Das Theoriewissen wird im Studium, in der Fortbildung, über Medien, bei der Lektüre von Fachbüchern usw. angeeignet. Das Erfahrungswissen wird schon in der Schülerzeit grundgelegt, dann aber in den Praxisphasen des Studiums, im Referendariat und vor allem in den ersten Jahren selbstständiger Berufspraxis ausgebaut.

Erfahrungswissen (Praxis- oder Handlungswissen) ist immer Ihr persönliches Wissen, also biografisch eingebunden, ganzheitlich und gefühlsbesetzt (was kein Schaden, sondern Voraussetzung der vernünftigen Nutzung ist). Erfahrungswissen kann Theoriesplitter aus dem Studium einkapseln, von denen Sie oft nicht einmal mehr wissen, dass sie aus dem Studium stammen. Es ist aber kein verdünnter Aufguss des Theoriewissens, sondern eine eigenständige, zumeist inhaltlich reiche, von Ihnen selbst hergestellte Wissensform. Deshalb wird es ja auch gern als Erfahrungsschatz bezeichnet.