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10 Massenspeicherverwaltung (S. 505-506)
Für den Zugriff auf Massenspeicher wie Festplatten,
Wechselspeichersysteme oder CD- und DVD-Datenträger bietet
Windows Vista sehr leistungsfähige Funktionen. In diesem Kapitel
werden die Grundlagen dazu vermittelt. Lesen Sie unter anderem, was
hinter der Technologie der dynamischen Festplatten steckt und wie Sie
diese sinnvoll einsetzen können.
Inhaltsübersicht Kapitel 10
10.1 Hardware und Schnittstellen 505
10.2 Das Volume Management 527
10.3 Basisdatenträger und Partitionen 530
10.4 Dynamische Datenträger 533
10.5 GPT-Partitionen unter Windows Vista 539
10.1 Hardware und Schnittstellen
Windows Vista unterstützt alle wichtigen Hardware-Standards für Massenspeicher-Systeme. Als wichtigster Massenspeicher in einem PC ist sicherlich die Festplatte zu nennen, im Desktop-Bereich in der Regel über die ATA- oder S-ATA- Schnittstelle angesteuert. Hinzu kommen das obligatorische CD-ROM- oder DVD-Laufwerk sowie andere Wechselspeicher wie beispielsweise USB-Memorysticks, die mit Kapazitäten von 128 MB und mehr die klassischen 3.5" Diskette endgültig abgelöst haben.
10.1.1 Schnittstellen für Massenspeicher
Massenspeichersysteme können in einem PC an internen oder externen technischen Schnittstellen betrieben werden. Intern bedeutet, dass die Geräte in Ihrem PC fest eingebaut sind und die Anschlusskabel im Inneren des Computers zwischen dem Gerät und der Hauptplatine oder einer auf dieser befindlichen Erweiterungskarte (Controller) angeschlossen sind.
Hinzu kommen extern anschließbare Speichergeräte. Dies sind meist Wechseldatenträger, wie beispielsweise ZIP- und JAZ-Laufwerke oder externe Festplatten. In der Regel werden dazu USB- oder IEEE 1394 (Firewire)-Schnittstellen verwendet. Früher war im professionellen Umfeld die SCSI-Schnittstelle in diesem Bereich dominierend, die heute allerdings aus dem Desktop-Umfeld fast komplett durch die anderen beiden genannten verdrängt worden ist. Nachfolgend finden Sie einige weiterführende Informationen zu den technischen Schnittstellen-Standards, die intern beziehungsweise extern zum Einsatz kommen.
ATA
ATA (AT Attachment) war bis vor wenigen Jahren die in normalen PCs am häufigsten eingesetzte interne Schnittstelle zum Betrieb von Festplatten. Geläufig ist auch die Abkürzung IDE, die für Integrated Device Electronics steht beziehungsweise EIDE, bei der mit Enhanced IDE die moderneren Hochgeschwindigkeitsschnittstellen zwischen IDE-Port und Festplatten bezeichnet werden.
Die Übersetzung von IDE (dt. Integrierte Geräteelektronik) deutet auch auf das eigentliche Grundprinzip hin: Die Steuerungselektronik ist komplett in das Laufwerk integriert. Damit entfällt die Notwendigkeit eines separaten, aufwändigen Hostadapters im PC. Allein der Anschluss der Signalleitungen an das Mainboard sowie eine grundlegende Unterstützung durch das BIOS müssen implementiert sein. Praktisch alle heute ausgelieferten PCs verfügen über ein ATA-Interface, in der Regel mit zwei separaten IDE-Kanälen. Ergänzt werden sie zu- nehmend durch SATA-Kanäle, die mittelfristig ATA komplett ablösen werden. In Abschnitt Serial ATA ab Seite 507 erfahren Sie mehr zu diesem Thema.
Für die Übertragung der Daten zwischen IDE-Gerät und PC gibt es zwei grundlegend verschiedene Arbeitsmodi:
. PIO (Programmed In/Out)
Bei diesem Modus übernimmt die CPU des PCs die ganze Arbeit bei der Datenübertragung. In heutigen PCs wird dieser Modus nur noch bei CD-ROM-Laufwerken oder langsamen Wechselspeichern wie ZIP-Laufwerken eingesetzt.
. DMA (Direct Memory Access)Das Gerät übernimmt selbstständig den Hauptteil der Datenübertragung, indem eine Direktverbindung zum Hauptspeicher hergestellt wird. Die CPU stößt den Übertragungsprozess nur noch an und ist dann wieder frei für andere Aufgaben. Technisch wird das so realisiert, dass der IDE-Adapter auf dem Mainboard als PCIGerät ausgeführt ist und dabei als so genannter PCI-Busmaster fungieren kann.
Für den Betrieb von Festplatten und anderen schnellen IDE-Geräten wie beispielsweise DVD-Laufwerken ist der DMA-Modus für die Übertragung optimal. Besonders profitiert davon ein Multitasking- Betriebssystem wie Windows. Während die Festplatte arbeitet, beispielsweise beim Öffnen eines umfangreichen Dokuments in Word, können Sie weitere Aktionen durchführen. Das Betriebssystem erscheint nicht mehr wie »eingefroren«, während größere Festplattenaktivitäten durchgeführt werden.
Ein anderes Praxisbeispiel ist der Betrieb eines DVD-Laufwerks. Erst mit aktiver UDMA-Unterstützung wird hier, zusammen mit einem Software-DVD-Player, ein ruckelfreier Kinogenuss ermöglicht. Das gilt vor allem dann, wenn nicht der allerletzte X-Gigahertz-Prozessor im PC werkelt, sondern vielleicht noch ein 500 MHz-Modell. Über UDMA wird dieser dann wirkungsvoll entlastet und kann sich (fast) ganz dem rechenaufwändigen Dekodieren des MPEG-Datenstroms widmen.
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