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Schluss mit diesen Spielchen! Manipulationen im Alltag erkennen und wirksam dagegen vorgehen

Schluss mit diesen Spielchen! Manipulationen im Alltag erkennen und wirksam dagegen vorgehen

von: Renate Dehner, Ulrich Dehner

Campus Verlag, 2007

ISBN: 9783593382456, 223 Seiten

3. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 14,99 EUR

Ersparnis: 2,91 EUR

  • Muster der Verführung - Wie Sie die Frauen, die Sie begehren, verführen
    Schüchternheit kreativ bewältigen
    Wie viel Sex passt in ein Einmachglas? - Was die Mathematik über unser Liebesleben verrät.
    Neosexualitäten - Über den kulturellen Wandel von Liebe und Perversion
    Die Geschichte der Deutschen
    Lehr- und Übungsbuch Elektronik - Analog- und Digitalelektronik
    Narren des Zufalls
    Sex in Trance - Wie Sie Ihre wildesten Träume wahr werden lassen
  • Macho - Die 20 Geheimnisse für mehr Erfolg bei Frauen
    Warum fällt das Schaf vom Baum? - Gedächtnistraining mit der Jugendweltmeisterin
    Everybody's Darling, everybody's Depp - Tappen Sie nicht in die Harmoniefalle!

     

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Schluss mit diesen Spielchen! Manipulationen im Alltag erkennen und wirksam dagegen vorgehen


 

10 Typische Familienspiele (S. 88-89)

Psychologische Spiele kommen in den besten Familien vor. Spiele gehören zum Leben eben dazu, ganz ohne scheint es nicht zu gehen. Man könnte die Familie geradezu als Brutstätte für Spiele bezeichnen, denn da werden sie gelernt, da werden neue ausprobiert, da wird geübt. Kinder und Eltern haben gleichermaßen Anteil daran. Die Kinder erwerben natürlich zuerst die Spiele ihrer Eltern. Kinder sind hervorragende Modell-Lerner, sie lernen die Bewegungsmuster ihrer Eltern, ihre Art zu sprechen und eben auch ihre Spiele. Doch jedes Mal, wenn sie in eine neue Umgebung kommen, erweitert sich ihr Repertoire.

Im Kindergarten erfährt das Kind, was für ungeahnte Möglichkeiten man noch hat, die probiert es zu Hause aus, und was sich als erfolgreich erweist, das wird ins Verhaltensprogramm mit aufgenommen. Lassen sich die Eltern und Geschwister von manchen Spielen nicht beeindrucken, so werden sie verworfen und wieder abgelegt. So geht es in der Schulzeit weiter, man besucht Freunde, erhält tieferen Einblick in andere Familien und versucht, ob das, was bei anderen so gut zu klappen scheint, nicht auch bei den eigenen Familienangehörigen anwendbar ist. Eltern sollten sich, selbst wenn sie manche Spiele reichlich nervtötend finden, nicht wirklich ärgern über ihre Kinder.

Es ist schließlich nur ein Zeichen, dass die Kinder clever sind. Kinder haben in der Familie wenig Macht, sie wissen, dass die Eltern grundsätzlich am längeren Hebel sitzen, also versuchen sie, mit psychologischen Spielen mehr Einfluss zu gewinnen. Wenn sie schon nicht direkt bestimmen können, wo es langgeht, versuchen sie es eben mit Manipulation. Manchen Kindern gelingt das so gut, dass sich die Eltern ihnen gegenüber sehr hilflos fühlen.

Und da Eltern alles andere als perfekt sind, sehen manchmal auch Eltern für sich keinen anderen Weg, als mit psychologischen Spielen ihren Willen durchzusetzen. Wenn Sie Kinder haben, werden Sie sicherlich wissen, wie unglaublich unterlegen man sich einem wildentschlossenen Vierjährigen gegenüber fühlen kann – und im Laufe der Zeit sind die lieben Kleinen ja noch steigerungsfähig! Außerdem haben Eltern ja auch die Spiele-Sammlung aus ihren jeweiligen Ursprungsfamilien noch im Repertoire. Das heißt, sie spielen auch Spiele, die nichts mit dem Verhalten ihrer Kinder zu tun haben, sondern nur auf ihre eigene Vergangenheit zurückzuführen sind. Wir haben ein paar typische Familienspiele für Sie zusammengetragen. Vielleicht erkennen Sie ja etwas wieder.

Das Gerichtssaal-Spiel – Familienversion

Beim Gerichtssaal-Spiel handelt es sich vermutlich um das am häufigsten gespielte Spiel überhaupt. Als Kind erwirbt man sich dabei fast eine Art Training fürs Leben, denn Gerichtssaal wird nicht nur in vielen Familien, sondern auch in vielen Firmen gespielt. Die grundlegenden Regeln dieses Spiels lauten ganz einfach: Sieh zu, dass du niemals an etwas schuld bist. Falls dich doch jemand anklagt, reiche sofort eine Gegenklage ein! Es passiert natürlich besonders schnell in Stress-Situationen, dass man einen Schuldigen sucht, an dem man seine aufgewühlten Gefühle abreagieren kann, selbst wenn es sich ganz augenscheinlich um einen Unfall handelt, für den niemand etwas kann. Das ist irgendwie verständlich und wir kennen alle solche Situationen. Das Dumme daran ist nur, dass man sich zu dem Stress, den das unglückliche Ereignis verursacht hat, auch noch Streit und Ärger, und damit zusätzlichen Stress in der Beziehung einhandelt.