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Die Limited in Deutschland

Die Limited in Deutschland

von: Klaus Degenhardt

CT Salzwasser-Verlag GmbH & Co. KG, 2005

ISBN: 9783867410816 , 206 Seiten

4. Auflage

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 26,90 EUR

Exemplaranzahl:


  • Der Traum - Phänomen, Prozess, Funktion
    Die achte Sünde - Thriller
    Quicksilver - Roman
    Cryptonomicon - Roman
    Der faule Henker - Roman

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Die Limited in Deutschland


 

IV. AUSLÄNDISCHES GESELLSCHAFTSRECHT IM ÜBERBLICK(S. 26-37)

Wie sieht die Situation demgegenüber bei der „Limited" und anderen ausländischen Kapitalgesellschaften aus? Ist ihre Gründung genauso kompliziert und teuer? Ist ihr Betrieb ähnlichen steuerlichen und handelsrechtlichen Restriktionen unterworfen? Wie steht es um die Publizität?

Die nähere Betrachtung dieser und anderer Fragen ist wichtig, weil sich das Innenverhältnis juristischer Personen immer nach ihrem Heimatrecht richtet, ein Wegzug hieran also nichts ändert. Dieses Heimatrecht muss man daher zumindest in seinen Grundzügen kennen.

1. Offshore-Unternehmen aus Steueroasen

Zunächst muss man grundsätzlich zwischen Gesellschaften aus so genannten „Steueroasen" (Karibik, Bahamas, Isle of Man etc., „offshore-companies") und solchen aus Vollmitgliedsstaaten der Europäischen Union unterscheiden.

Erstere lassen sich als Briefkastenfirmen mehr oder weniger einfach in jeder Steueroase dieser Welt einfach und – wen wundert’s - auch immer anonym gründen. Sie sind, sofern alles richtig gemacht wurde, auch durchaus in der Lage, in Deutschland eine Zweigniederlassung einzurichten oder eine Beteiligung (z.B. an einer deutschen GmbH) zu halten, das war es aber auch schon. Doppelbesteuerungsab kommen mit den Herkunftsländern gibt es natürlich nicht, so dass mit Ausnahme der (theoretisch) recht sicher gewährleisteten Anonymität kaum ein nennenswerter Nutzen erkennbar ist, es sei denn, der Gesellschafter verwaltet gewaltige Vermögen oder Beteiligungen.

Und auch mit der Anonymität ist das so eine Sache: Der Rückschluss auf den tatsächlich Handelnden ist, fernab jeder verschlungenen und theoretisch noch so sicheren Rechtskonstruktion, für die heimischen Behörden oftmals recht leicht nachvollziehbar, denn irgendwer muss ja im Inland auftreten, und selbst wenn auch das ein Strohmann sein sollte, so lässt sich der tatsächlich Begünstigte doch meist anhand der wirtschaftlichen Verhältnisse rasch so hinreichend genau identifizieren, dass es für den Erlass bestandskräftiger Steuerbescheide genügt.

Offshore-Unternehmen hat es immer schon gegeben, ihre Bedeutung in Deutschland ist aus den genannten Gründen freilich gering und die veränderte Rechtslage betrifft diese Firmenkonstrukte nicht, da sie nicht in Mitgliedsstaaten der EU ansässig sind und damit nicht von dem Recht auf freie Niederlassung in der Gemeinschaft profitieren. Wenden wir uns also den juristischen Personen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten zu.