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Palliativpflege in der stationären Altenpflege
Was hat ein gutes Management mit einer guten Sterbebegleitung zu tun? Darf man überhaupt eine Sterbebegleitung unter Qualitätsgesichtspunkten sehen? Auf den ersten Blick scheint die Verknüpfung zwischen Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement und Sterbebegleitung ungewöhnlich. Aber tatsächlich lässt sich eine individuelle Sterbebegleitung – eine »Palliativpflege« – nicht leisten, wenn die Strukturen in der Einrichtung nicht stimmen und niemand auf die Einhaltung gewisser Regeln achtet. Pflegekräfte können eine Palliativpflege nicht einfach aus dem Handgelenk schütteln.
Sie brauchen eine Schulung für diese besondere Herausforderung in ihrem Beruf. Sie sind auf Begleitung und Strukturen angewiesen, die eine individuelle Palliativpflege überhaupt erst möglich machen. Kurzum: Wenn die Rahmenbedingungen in der Einrichtung stimmen, wenn die Palliativpflege als Konzept geplant und schließlich umgesetzt wurde, erst dann lässt sich eine menschenwürdige Sterbebegleitung dauerhaft leisten.
Dieses Buch ist aus der Praxis der Altenpflege heraus geschrieben und vermittelt eine Fülle von praktischen Anregungen. Es zeigt eindrucksvoll, dass der Umgang mit Sterbenden eine Aufgabe ist, die gerade in der Altenpflege zunehmend gesehen und angenommen wird. Der allseits bekannte Satz: »Wir können nichts mehr tun!«, hat in der Palliativpflege sein Gegenstück gefunden: »Wir können durchaus noch etwas tun!«
Die Autorin
Corinna Warnken ist Krankenschwester, Pflegedienstleitung, Qualitätsmanagerin und Auditorin für soziale Organisationen, Gesundheitsmanagerin FH und Diplom-Pflegewirtin FH. Sie schreibt zurzeit an ihrer Doktorarbeit.
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