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15-Minuten-Coach: Aufschieberitis

15-Minuten-Coach: Aufschieberitis

von: Malte Leyhausen

Edition GP Verlag, 2007

ISBN: 9783935613071, 20 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 2,99 EUR

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15-Minuten-Coach: Aufschieberitis


 

5. „Eine Hand wäscht die andere ..." Erfolgreich verhandeln mit dem Äußeren Schweinehund (S. 13-14)

Nein, das ist kein Druckfehler. Ich rede wirklich vom „Äußeren Schweinehund". Bisher hat die Phantasie ganzer Ratgeber-Generationen ausgereicht, sich einen „Inneren Schweinehund" vorzustellen. Da wird es doch ein Leichtes sein, sich das gleiche Fabeltier einfach außerhalb unseres Körpers zu imaginieren. Ich habe dafür gute Gründe. Die Konstruktion eines inneren Störenfrieds, der uns wie ein Poltergeist zum Opfer seiner unberechenbaren Attacken macht, lässt uns wenig Handlungsspielraum. Wir können uns niemals vom „Inneren Schweinehund" entfernen, denn das Bild verlangt ja, ihn wie Herz und Nieren im Körper zu tragen. Wir dürfen den „Inneren Schweinehund" auch nicht verhungern lassen, denn dann stürbe – wie gemein – gleichsam ein Teil von uns.

Ich werbe deshalb dafür, dass Sie sich Ihren „Äußeren Schweinehund" vorstellen: Da liegt er vor Ihnen auf seiner Hundedecke und will Sie animieren, eine Aufgabe nicht anzufangen oder fortzusetzen. Je näher Sie ihm kommen, desto mehr erliegen Sie seinem Hundeblick, der Sie alle Pflichten vergessen lässt. Je weiter Sie sich von ihm entfernen, desto freier werden Sie von seinem Bann. Natürlich sind Hunde nicht dumm (und sprechende „Äußere Schweinehunde" schon gar nicht) und winseln, wenn sie sich vernachlässigt fühlen. Was sagen Sie zu Ihrem jammernden „Äußeren Schweinehund?" Wie trösten Sie ihn? Mit welchem Versprechen handeln Sie mit ihm die Zeit aus, in der Sie weit weg von ihm und ungestört Ihre Ziele verfolgen können?

Wenn Sie für bildhafte Selbst-Coaching-Techniken offen sind, erhalten Sie mit dem „Äußeren Schweinehund" einen kompetenten Verhandlungspartner, wenn es um das Auf- bzw. Anschieben Ihrer Vorhaben geht. An die Stelle der lähmenden Arbeitsstörung tritt vor Ihrem geistigen Auge der „Äußere Schweinehund". Jetzt sind Sie nicht mehr Opfer Ihres Problems, sondern treten als Täter in ein Lösungs-Szenario ein. Testen Sie in der traumartigen Szene, wie sich Nähe und Distanz zum „Äußeren Schweinehund" auf Ihr Gefühl auswirken und welche Dialoge (Ihr Schweinehund und kann sprechen!) und Handlungen Ihnen die Souveränität gegenüber dem „Äußeren Schweinehund" zurück geben.