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3. Kapitel: White Trash Wedding (Dixie Chicks) (S. 78-79)
Liza lächelte, während sie den Penis ihres Gatten mit aller Sorgfalt behandelte. Sie hatte Victor zur Strafe dafür, dass er ihr nicht den hübschen Diamanten geschenkt hatte, der bei Laudreeys im Schaufenster lag, drei Tage lang nicht befriedigt und ihm verboten, es sich selbst zu machen. Jetzt zitterte er vor geiler Erwartung, dass sie endlich wieder mit ihm spielte und war bereit, sich alles, aber auch wirklich alles von ihr gefallen zu lassen. Nichts machte ihn geiler als Fessel- und Dominanzspiele. Aber bevor sie ihm den letzten, ultimativen Orgasmus bescherte, wollte sie ihm noch ein paar kleinere Freuden bescheren. Immerhin war er ihr Mann und würde ihr ein beachtliches Vermögen hinterlassen. Da durfte er sich vorher ruhig noch ein wenig amüsieren.
Und damit er richtig Spaß hatte, stellte sie ihm eine zweite Gespielin vor, die, nur mit einem String bekleidet, das Schlafzimmer betrat.
Sie war schön. Ihr rotes Haar floss wie Lava über ihren weißen Rücken. In dem herzförmigen Gesicht leuchteten zwei grüne Augen, die Victor unter halb geschlossenen Lidern betrachteten, während sie auf das Bett zuging.
Victor verfolgte jede ihrer Bewegungen. Als sie sich auf der Matratze niederließ, ihm, die Beine weit gespreizt, einen Blick auf ihren Venushügel gönnte, der sich unter dem Slip wölbte, sog er scharf die Luft ein.
„Das ist Nancy", gurrte Liza und knetete die nackten Brüste der Rothaarigen.
„Gefällt sie dir?"
Victor nickte wie ein Schüler, der einem besonders strengen Lehrer gefallen will. Er saß auf dem alten Sprossenstuhl, die Handgelenke und Knöchel wieder an die Lehnen und Stuhlbeine gefesselt, so fest, dass sie in sein Fleisch schnitten, wenn er sich bewegte.
Doch Liza hatte die linke Fessel so geschickt geknüpft, dass sie sich lockern würde, wenn er lange genug daran zog. Zufrieden betrachtete Liza ihr Werk. Dann ging sie zum Bett, legte sich darauf nieder und begann den nackten Körper ihrer Gespielin zu streicheln und zu liebkosen.
Der Hausarzt, den Liza einige Stunden später rief, fand einen gefesselten Patienten vor, den es bei harten Sexspielchen dahingerafft hatte. Weder er noch andere würden auf die Idee kommen, dass Victor eines unnatürlichen Todes gestorben war.
Sein Ableben würde der feinen Gesellschaft von noch lange Zeit genügend Gesprächsstoff liefern.
***
Das Haus des Milliardärs Roger Kalkham lag in der Nähe von Riffle, mitten auf einer Lichtung eines ausgedehnten Waldgebietes, in dem es von Securityleuten nur so wimmelte.
Wieder landete ein Hubschrauber auf der Wiese direkt vor dem Haus, dessen Architektur sich dem Landschaftsbild Gott sei Dank anpasste, ohne es zu verschandeln. Schon als der Helikopter zur Landung ansetzte, rannte eine Schar livrierter Diener wie aufgescheuchte Hühner aus der Villa. Kaum dass die Rotorblätter stillstanden, begannen sie die umfangreiche Musikanlage der „Helldogs" auszupacken und zur Bühne zu schleppen.
Smart gab genaue Anweisungen, was wohin kam. Die Routinearbeiten des Aufbauens und Montierens begannen. Dank vieler Helfer war der erste Arbeitsgang rasch vollendet, aber nun mussten die Verstärker und Lautsprecher miteinander verkabelt werden, und das war Sache der beiden Tontechniker, die das seit Jahren machten. Die Bühne war rechts von der Villa auf einem Rasen aufgebaut worden. Links, also der Bühne gegenüber, begannen nun die Diener und zahlreiche Hausmädchen Tische und Stühle aufzustellen. Mitten auf der großen Hauptwiese sollte später das Büfett prangen, das zurzeit unter der Leitung Monsieurs Coloniches – vier Sterne Maitre de cuisine – enorme Ausmaße annahm.
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