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2 Grundlagen: Formate (S. 15)
In fast allen Handbüchern, die Software beschreiben, ist von Formaten die Rede. Doch nicht jeder Autor meint mit diesem Begriff das Gleiche. Ist das Format von Texten, von Grafiken oder von Zahlen gemeint? Oder gar ein Hardwareformat? Lassen Sie uns den Begriff ein wenig genauer fassen.
Die drei wichtigsten Bedeutungen des Begriffs „Format":
Textformat: Die Art, wie Text und Zahlen auf dem PC-Bildschirm und im Ausdruck erscheinen sollen. Gemeint ist unter anderem also, in welcher Form Zeichen, Zeilen und Absätze eines Textes dargestellt werden sollen: Textausrichtung, Schriftart, Schriftauszeichnung (fett, kursiv) usw. In diesem Zusammenhang ist der Begriff „Formatierung" gebräuchlich.
Zahlenformat: In Tabellenkalkulationen wie etwa Microsoft Excel beschreibt „Format" hingegen, wie Zahleneingaben in den Zellen des Arbeitsblattes erscheinen sollen, beispielsweise die Anzahl anzuzeigender Nachkommastellen, Tausenderpunkt, Währungszeichen und die Darstellung einer Zahl als Datum.
Hardware-Format: „Format" beschreibt auch die Struktur eines Speichermediums. So spricht man beispielsweise von der Formatierung einer Festplatte in Spuren, Sektoren, Clustern und Partitionen.
Für das Thema dieses Buches sind jedoch Speicherformate wichtig. Sie legen das jeweilige Dateiformat fest. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, welche Instanz die Vorgaben für die Speicherung macht. Unter „Speicherformat" versteht man die Art, wie Daten auf der Festplatte oder Diskette abgelegt werden, insbesondere die Struktur, in der ein Programm seine Daten auf das Speichermedium überträgt. Abhängig ist diese Struktur von drei Instanzen:
1. von der Gattung des Programms: Kalkulationstabellen werden anders gespeichert als Texte oder Grafiken.
2. vom Hersteller der Software: Dateien, die Excel schreibt, sind ganz anders aufgebaut als solche aus Lotus 1-2-3.
3. von den Vorgaben, die das jeweils verwendete Betriebssystem bereits festgelegt hat. Insbesondere gehört dazu die Wahl des Zeichensatzes. So arbeiten die meisten noch verwendeten DOS-Programme mit dem alten ASCII-Zeichensatz. Windows-Versionen hingegen verwenden den ANSI-Standard, um Zeichen zu kodieren. Die neuesten Versionen unterstützen bereits Unicode.
Will ein Computerbenutzer also Daten zwischen den Programmen unterschiedlicher Hersteller austauschen, so ist erstens der Begriff „Dateiformat" maßgeblich und zweitens ist oftmals beim Datenaustausch die Umwandlung des einen ins andere Dateiformat notwendig. Dieser Vorgang wird allgemein als „Konvertierung" bezeichnet. In der Regel findet der Datenaustausch innerhalb der gleichen Programmgattung statt. Beispielsweise werden Corel-WordPerfect-Dokumente nach Microsoft Word konvertiert. Beides sind Textprogramme.
Dieser Vorgang wird häufig als „Datei- Import" bezeichnet, etwa dann, wenn das WordPerfect-Dokument in Word geöffnet werden soll. Das Gegenstück dazu ist natürlich der „Datei-Export", etwa vom Word-Format (.DOC) ins Nur-Text-Format. In beiden Fällen sind so genannte Filter beziehungsweise „Konverter" am Werke, die beide Dateiformate – Quelle und Ziel – kennen. Ist kein Konverter installiert oder vielleicht der falsche, so kann es zu Fehlern beim Im-/Export von Dateien kommen.
Wenn der Datenaustausch zwischen verschiedenen Programmgattungen stattfinden soll, sind ebenfalls Konverter vonnöten. Dies ist der Fall, wenn beispielsweise ein WordPerfect-Dokument in ein PageMaker-Dokument importiert werden soll.
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