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Java Web Services mit Apache Axis2

Java Web Services mit Apache Axis2

von: Thilo Frotscher, Marc Teufel, Dapeng Wang

entwickler.press, 2007

ISBN: 9783935042819, 582 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 38,20 EUR

Ersparnis: 6,70 EUR

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Mehr zum Inhalt

Java Web Services mit Apache Axis2


 

Entwicklung mit Axis2 (S. 93)

Nachdem im vorangegangenen Kapitel aufgezeigt wurde, wie man Axis2 installiert und wie einfache Web Services inklusive zugehöriger Clients implementiert werden können, geht es in diesem Kapitel um das praktische Arbeiten mit Axis2. Dabei wird der komplette Entwicklungszyklus von der Einrichtung eines Projekts über Deployment bis hin zum Testing und Debugging betrachtet, wobei das Hauptaugenmerk nicht auf der Programmierung mit dem Axis2 Framework an sich, sondern auf dem Umgang mit Axis2 und anderen Werkzeugen liegt.

Es werden verschiedene Techniken und Tools vorgestellt, die den Entwicklungsprozess beschleunigen, die Kodierung vereinfachen und die Fehlerbehebung erleichtern können. Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei die Verwendung der Entwicklungsumgebung Eclipse, einer Open Source-IDE, die sich mittlerweile zur meist genutzten Entwicklungsumgebung im Bereich der Software-Entwicklung mit Java entwickelt haben dürfte. Speziell für Eclipse bietet Axis2 eigene Plug-ins, mit denen die Arbeit deutlich erleichtert wird. Werkzeuge wie TCPMon und SOAPMonitor sind interessant bei der Fehleranalyse und -suche, denn mit diesen Tools hat man die Möglichkeit, SOAP-Nachrichten abzufangen und entsprechend anzuzeigen.

4.1 Eclipse als Entwicklungsumgebung verwenden

4.1.1 Projekteinrichtung


Zu Beginn ist in Eclipse ein normales Java-Projekt über das Menü File New Other Project anzulegen. Hier hat es sich bewährt, im Bereich Project Layout stets die Option Create separate source and output folders zu aktivieren, damit werden im Projekt ein Ordner mit der Bezeichnung „src" und ein Ordner mit der Bezeichnung „bin" angelegt und die entsprechenden Sourcen beziehungsweise Kompilate (.class-Files) darin abgelegt.

Im nächsten Dialogfenster kann man verschiedene Einstellungen am Projekt vornehmen, wichtig ist hier, dass man im Reiter Libraries dafür sorgt, dass alle notwendigen Bibliotheken samt seiner Abhängigkeiten für die Arbeit mit Axis2 in das Projekt eingebunden werden. Über den Knopf Add External JARs... könnte man jetzt jar-File um jar- File einbinden, was allerdings im Projektlayout zu einer sehr langen Liste von jar-Files führen würde, die man dann wieder ausblenden müsste, um den Überblick zu behalten.

Interessant ist an dieser Stelle das von Eclipse bereitgestellte Konzept der benutzerverwalteten Bibliotheken (User Libraries). Im Preference-Dialog unter Java Build Path User Libraries kann man hierzu jar-Files gruppieren. Sinnvoll wäre es zum Beispiel, eine Gruppe AXIS2_111 anzulegen und hier sämtliche jar-Files aus dem lib-Verzeichnis von Axis2 1.1.1 zu übernehmen.

Auch wenn Gruppen je nach Bedarf fein säuberlich unterteilt werden können, zum Beispiel weil man einzelne jar-Files in einem bestimmten Anwendungskontext gar nicht benötigt (axis2-jibx.jar ist beispielsweise nicht im Buildpath erforderlich, wenn man das JiBX-Databinding nicht verwendet), so muss man sich nicht unbedingt die umständliche Arbeit machen, alle jar-Files auseinander zu sortieren. Sinnvoller ist es hier, pro Axis2-Version jeweils eine Gruppe anzulegen, die alle jar-Files dieser Version enthält.

Dies erspart mühevolle Sortierarbeit und hat auch bei der Migration von einer Axis2-Version auf die Nächste einen Vorteil: Durch einfachen Austausch der User Library beispielsweise von Axis2 Version 1.0 durch die Library von Version 1.1.1 mit anschließender Kompilierung ist das Projekt auf den neuesten Stand gebracht.