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Judith Butler

Judith Butler

von: Paula-Irene Villa

Campus Verlag, 2003

ISBN: 9783593400464, 162 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 10,99 EUR

Ersparnis: 1,91 EUR

  • Highland-Frühling - Erotische Phantasie
    Das SS-Helferinnenkorps - Ausbildung, Einsatz und Entnazifizierung der weiblichen Angehörigen der Waffen-SS 1942-1949
    Erstmal für immer - Wie wir die Liebe neu erfinden
    Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit - Selbstverständnis und Praxis der extremen Rechten
    Der indigoblaue Schleier - Roman
    ZUMA BEACH
    ALTERRA - Die Gemeinschaft der Drei
    Philippa und die Glücksfee
  • Helden - Eine Geschichte zwischen den Welten
    Wellen
    Erotische Frühlingsträume - Phantasien
    Die Stimme meiner Schwester - Roman
    Frühlingsstürme - Erotische Phantasie
    Von wegen perfekt! - Wie Sie entspannt die Welt erobern
    Frühlingsgeflüster - Erotische Phantasie
    Frühlingstango - Erotische Phantasie
 

Mehr zum Inhalt

Judith Butler


 

3 Intelligible Geschlechter (S. 59-60)

Die konstruktivistische Stoßrichtung der Butlerschen Geschlechtertheorie – als »Genealogie der Geschlechterontologie « – zielt vor allem darauf ab, das Geschlecht zu ent-naturalisieren. Das, was umgangssprachlich vereinfachend als »Geschlecht« bezeichnet wird, umfasst ideologische Aspekte, Sexualitäten, körperliche Erfahrungen und Materialitäten, Identität, Subjektivationsprozesse, Diskurse, Politik, Macht, Geschichte. Das Geschlecht kann aufgrund seiner Vielschichtigkeit gar nicht rein natürlich imSinne von vor-sozial sein, es kann auch nicht auf ein natürliches Substrat zurückgeführtwerden. Butler lehnt die in der feministischen Theorie und in der Frauenund Geschlechterforschung gängige Trennung zwischen sex und gender ab, denn der sex (der natürliche Geschlechtskörper) wird ihr zufolge konstituiert durch gender und durch den Diskurs der (Zwangs-)Heterosexualität. Gegenwärtig sind intelligibleGeschlechter solche, die einen zirkulären Zusammenhang zwischen Geschlechtsidentität, Geschlechtskörper und Sexualität darstellen. Diese Darstellungen umfassen das, was Butler die performative Dimension des Geschlechts nennt. Sie greift das Phänomen der inszenierten Parodie des Geschlechts in der Travestie heraus, um zu zeigen, dass letztendlich jede Inszenierung des Geschlechts dem Muster der Imitation folgt.

Das Bekannteste am Butlerschen Œuvre sind sicherlich ihre Überlegungen zum Thema Geschlecht. Butler positioniert sich selbst nicht nur ausdrücklich im Kontext feministischer Theoriedebatten, sondern problematisiert in ihrenWerken grundlegende Begriffe feministischer Theorie und Praxis. Frau, Körper, feministische Praxen, Identität und Sexualität sind Gegenstand der kritischen Auseinandersetzungen, die Butler in ihren Schriften führt. In Bezug auf diese Themen hat kaum eine Autorin der letzten Dekade dermaßen viel (kontroverse) Aufmerksamkeit erregt wie Judith Butler. Ihr Name ist inzwischen synonym geworden mit einer bestimmten Weise, das Geschlecht zu denken, die manchen verführerisch neuartig und radikal, anderen hochgradig problematisch und wieder anderen nicht besonders neu, sondern nur modisch erscheint. Das Unbehagen derGeschlechter ist in diesem Zusammenhang der wichtigste Bezugstext und wurde im deutschsprachigen Kontext, aber auch international außerordentlich breit rezipiert. Doch befassen sich auch darüber hinaus diemeisten Texte Butlers – seien es Bücher, einzelne Aufsätze, Rezensionen oder Diskussionspapiere – mehr oder weniger ausführlich mit Fragen des Geschlechts.