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Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe

Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe

von: Bernd Völkl

Reclam, 2004

ISBN: 9783159501253, 69 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 2,60 EUR

  • Konfuzianismus erleben
    Selbstmord@Internet - Beiträge und Hintergründe
    Abriss der Transaktionsanalyse
    Beruflich in China - Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte
    Umgang mit suizidgefährdeten Menschen
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Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe


 

3. Personen (S. 16)

Fürst. Der Fürst des absolutistischen Staates wird als ein Herrscher dargestellt, dem das Wohl seiner Untertanen ziemlich gleichgültig ist. Er tritt nicht persönlich auf, doch seine Heiratspläne, sein Hofleben und sein Regierungshandeln haben Einfluss auf das Leben aller Dramenfiguren.

Präsident von Walter. Seine Stellung als Premierminister hat er sich durch einen Sprengstoffanschlag erworben, dem sein Vorgänger zum Opfer fiel. Diese verbrecherischen Machenschaften belasten sein Gewissen. Er setzt alles daran, sich die Gunst des Herzogs zu erhalten und seine Stellung am Hof zu festigen, stellt sich mit allen gut, die ihm dazu nützen können, sei es nun die Geliebte des Fürsten oder der Hofmarschall, den er eigentlich nicht ernst nimmt. Er will, dass sein Sohn den gleichen Weg einschlägt wie er. Dabei behandelt er ihn wie einen Unmündigen und will über seinen Kopf hinweg entscheiden.

Er soll Lady Milford, die bisherige Mätresse des Fürsten, heiraten. Dies würde auch ihm als Vater nützen, da er auf diese Weise seinen Einfluss auf den Regenten sichern könnte. Für ihn ist es ganz normal, dass Ehen aus dynastischen oder politischen Gründen geschlossen werden. Eine romantisch- schwärmerische Liebe, bei der zwei Menschen einander von Herzen zugetan sind, ist ihm völlig fremd. Als der Sohn sich weigert, die Lady Milford zu heiraten, glaubt der Vater sein Ziel mit Zwang erreichen zu können. Bewusst be- schimpft er Luise als Hure, um Ferdinand in seiner Offiziersehre zu treffen.