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Lektüreschlüssel: Fontane, Effi Briest

Lektüreschlüssel: Fontane, Effi Briest

von: Theodor Pelster

Reclam, 2004

ISBN: 9783159501239, 87 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 2,60 EUR

  • Professionelle Bewerbungsberatung für Hochschulabsolventen - Tätigkeitsprofil, Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse
    Roman Portraits in Context
    Interpretation. Theodor Fontane: Effi Briest
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Mehr zum Inhalt

Lektüreschlüssel: Fontane, Effi Briest


 

4. Die Struktur des Werks (S. 33)

Der Roman ist in 36 Kapitel untergliedert und hat – in der Reclam-Ausgabe – einen Umfang von 329 Seiten. Der durchschnittliche Umfang eines Kapitels liegt also bei etwas mehr als neun Seiten.

Die Geschichte wird von einem Erzähler vermittelt, der weitgehend chronologisch, also von Anfang bis Ende in einer natürlichen Reihenfolge erzählt. An einigen Stellen holt er die Vorgeschichte der Personen nach, an anderen macht er einen Zeitsprung. Insgesamt beträgt die erzählte Zeit etwa 12 Jahre. Sehr ausführlich werden die Ereignisse von Effis Verlobung, ihrer Hochzeit und der Zeit in Kessin geschildert.

Für ungefähr eineinhalb Jahre Handlungszeit wendet der Erzähler etwa 200 Seiten Erzählzeit auf. Sechs Ehejahre in Berlin beanspruchen dann kaum 50 Seiten. Nach dem Duell und der Scheidung erfolgt ein Zeitsprung von drei Jahren. Der Epilog beginnt mit dem unglücklichen Wiedersehen Effis und ihrer Tochter und endet mit Effis Tod. Auf etwa 30 Seiten wird berichtet, was in diesem letzten halben Jahr geschieht. Der Blick des Erzählers ist ganz auf die Hauptperson, nämlich Effi von Innstetten, geborene Briest gerichtet.

Drei Mal greift der Erzähler in den Erzählfluss ein: »Arme Effi« (75) sagt er bemitleidend, als Effi den ersten Abend allein im »Spukhaus« verbringen muss, »arme Effi« (329), so wiederholt er, als Effi zum letzten Mal im heimischen Garten in Hohen-Cremmen nach den Sternen sieht, ehe sie wenige Ta- ge danach stirbt. An einer Stelle wendet er sich unmittelbar an den Leser: »Ja, war denn Roswitha bei Effi?« (292).