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Sklave der Maschinen (Band Nummer: 2417)

Sklave der Maschinen (Band Nummer: 2417)

von: Horst Hoffmann

Pabel-Moewig Verlag, 2007

ISBN: perh2417ebook, 50 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

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Sklave der Maschinen (Band Nummer: 2417)


 

3. Alomendris (S. 12-13)

18 Millionen Jahre vor heute

Allmählich begann in ihm ein Ego zu dämmern, ein neues Selbst. Er war hier. Er war immer noch ein Teil von Allem, aber auch ein Sein mit eigenen, erwachenden Gedanken, Empfi ndungen und Charakter. Alles ging immer aus Allem hervor, aber es war immer auch wieder neu. Das war der Lauf der Dinge. Nur wenn das Neue geboren wurde, hatte das Alte seine Schuldigkeit getan.

Das Alte hatte ihm einen Namen gegeben. Alomendris. Das klang schön. Der Name bedeutete so viel wie einen neuen Anfang.

Das Alte setzte große Hoffnungen in ihn. Es hatte ihm mitgegeben, was es von sich abgeben konnte, und er würde beweisen müssen, dass er seine Erwartungen erfüllte. Helfen, das wusste er, konnte und würde es ihm nicht mehr.

Der Gedanke schmerzte, aber der richtige Abschied, die wirkliche Trennung würde erst kommen. Es würde ihm weh tun. Er würde die Bindung an das Alles verlieren, an den Vater – und, vielleicht noch schlimmer, seine Bindung an ESTARTU.

Er wusste alles, was der Vater auch gewusst hatte. Das verlor sich nicht einfach. Das Alte war bereit, ihn gehen zu lassen, aber sein Wissen, in vielen Jahrtausenden angesammelt, würde in ihm bleiben bis in alle Ewigkeit. Und er würde neues Wissen dazu sammeln und wachsen. Das war das Vermächtnis des Alten, des Alles, der Väter ...

Die Fremden würden kommen und ihn mitnehmen. Sie würden ihn von seiner Heimat fortholen und in graue, silberne, seelenlose Bunker einsperren, auf einer Welt, wo nichts lebte. Er sah es. Er kannte den Plan.

Die Fremden waren da. Ihre Raumschiffe landeten auf Orllyndie. Ihnen entstiegen die Abgesandten der Erish Vikhtold, einer mächtigen Roboterzivilisation, die diese Galaxis erreicht hatte und sich in ihr ausbreitete, wie sie es überall tat. Sie waren unterwegs zu ihm.

Warum ließen die Väter das zu? Sie, das Alte, opferten ihn! Was war der Grund? Warum taten sie das?

Alomendris wartete. Seine Sinne tasteten in die Umgebung. Noch war er ein Teil der Väter. Noch war es warm um ihn. Das Alte hatte einen Teil von sich abgetrennt und einen neuen, frischen Schößling hervorgebracht – ihn.

Er war sein Kind, und sie waren dabei, es zu verstoßen, wie einen lästigen, abgestorbenen und faulenden Ast.

Warum?

Sie mussten ihre Gründe haben. Sie waren weise. Die Väter, die Pfl anzenvä-ter ... Sie lebten in dieser Galaxis, seit ...

Alo mendris brauchte überhaupt nicht lange zu überlegen. Es war in ihm, die ganze Geschichte seit der Verschmelzung der Sporenwolke Sorrmo und des Koridecc-Schmetterlings miteinander, im Auroch-Maxo-System hier in der Galaxis Segafrendo. Es war in ihren und damit in seinen Zellen gespeichert und würde erst dann erlöschen, wenn das letzte Leben seiner Art verebbte.

Damals, bei dieser gewaltigen psionischen Explosion, war aus der Synthese eine Superintelligenz entstanden, für die die Koridecc-Substanz den Namen ESTARTU prägte, was so viel bedeutete wie »Grenzenloses Glück«. Durch die Explosion wurden rund sechzig Prozent der Sporenmasse über ganz Segafrendo verteilt. Einige Sporen fi elen auf geeignete Planeten, wo sie keimten und zum Ursprung einer ebenfalls neuen Lebensform wurden: der Pfl anzenväter.

Die verbleibende Sporenmasse hüllte das Auroch-Maxo-System als fünfdimensional strahlende, fünfzig Lichtminuten große Wolke von Linsenform ein. Da diese Wolke als Anker für ESTARTU nicht ausreichte, driftete die neugeborene Superintelligenz rund 100.000 Jahre lang durch Segafrendo und drohte in den Hyperraum gerissen zu werden, bis sie schließlich in den mittlerweile Tausenden Pfl anzenvätern die geeigneten Haltepunkte fand. In weiteren 100.000 Jahren entwickelten die intelligenten Pfl anzendickichte eine Gemeinsamkeit: In ihnen entstanden Schmetterlinge mit Spiralmustern auf den Flügeln, die ESTARTU Kym-Jorier nannte, weil sie zuerst auf dem Planeten Kym beobachtet wurden. Diese Schmetterlinge verankerten die Superintelligenz zusätzlich.

Im Verlauf der folgenden rund 220.000 Jahre band die erstarkende Intelligenz die Völker Segafrendos zu einer zunächst noch lockeren Gemeinschaft zusammen, der Galaktischen Krone.