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Wirtshauswandern Oberbayern Süd

Wirtshauswandern Oberbayern Süd

von: Marianne Heilmannseder

Stöppel FreizeitMedien, 2007

ISBN: 9783899872279 , 100 Seiten

7. Auflage

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 8,30 EUR

Exemplaranzahl:


  • Der Täuscher - Roman
    Verblendung - Roman
    Gefährten des Lichts - Die Magier 1 - Roman
    Krieger der Dämmerung - Die Magier 2 - Roman
    Weltengänger - Roman
    Der gehetzte Uhrmacher - Roman
    Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
    Die Schatten und der Regen - Roman
 

Mehr zum Inhalt

Wirtshauswandern Oberbayern Süd


 

1 Durchs Berglholz zum Schloss Schleißheim (S. 9)

Vom S-Bahnhof Unterschleißheim laufen wir die Robert-Schuman-Straße hinaus zum Münchner Ring und gelangen auf dem Gehweg nach rechts schnell zum Waldfriedhof. Hier weisen Schilder („Berglwald/Wasserwerk/Fußweg zum Waldrestaurant Bergl") den Weg nach rechts hinein, zunächst zwischen Friedhofshecke und freiem Feld und danach geradeaus in den Wald. Auf breitem, unbefestigtem Weg, den wir uns nur mit den Radlern teilen müssen, wandern wir gemütlich geradeaus.

Bald schon will uns an einer Gabelung das Schild „Waldrestaurant Bergl" zum Abdrehen nach rechts verleiten, doch das wäre dann wohl ein allzu kurzer Spaziergang. Wir bleiben weiter geradeaus und kommen schließlich an der Fahrstraße nach Oberschleißheim heraus, gegenüber sehen wir das Ortsschild von Lustheim. Wir überqueren die Fahrbahn und gehen nun die Hochmuttinger Straße geradeaus weiter, bis wir rechts durch das Gittertor in den Schlosspark gelangen können.

Der großzügige Park entzückt mit seinen Blumenrabatten, Kanälen, Brücken und Ruhebänken. Wir bummeln entlang des Mittelkanals auf das prunkvolle Neue Schloss Schleißheim und die wunderschönen Wasserspiele zu (17 Fontänen, fünf Becken, eine Kaskade). Links um das Schloss herum und geradeaus befindet sich im Alten Schloss die Schlosswirtschaft mit großem Kastanienbiergarten. Nach 1616 erneuerte sein Sohn Maximilian I. den Hauptbau als exklusiven Sommersitz.

Der Tor- und Uhrenturm ist das älteste sichtbare Bauwerk der historischen Schlossanlage. Kurfürst Ferdinand Maria machte Schleißheim dann zu seinem Lieblingsaufenthalt. Ihm folgte Kurfürst Max Emanuel, der zunächst Enrico Zuccalli mit der Errichtung des Schlösschens Lustheim (1684-1687) beauftragte.

Ebenfalls unter Zuccalli wurde 1701 mit dem Bau des Neuen Schlosses begonnen. Aber der Spanische Erbfolgekrieg und das über zehn Jahre dauernde Exil des Blauen Kurfürsten bedingten einen längeren Baustopp. Ab 1719 gingen unter Joseph Effner die Arbeiten wieder weiter, jedoch wurde der ursprüngliche Plan, Altes und Neues Schloss zu einem monumentalen Ganzen zusammenzulegen, fallen gelassen.

Max III. Joseph ließ in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einige Ergänzungen im Inneren vornehmen, doch erst mit König Ludwig I., Mitte des 19. Jahrhunderts, fanden die Arbeiten am Neuen Schloss unter Klenze ihren Abschluss. In Schleißheim entwickelte sich unter Beteiligung der namhaftesten Künstler ihrer Zeit vieles von der schließlich die ganze altbayerische Kunstlandschaft überziehenden grandiosen Spätbarock- und Rokoko-Ausstattungseuphorie.

Besonders attraktiv ist das Neue Schloss, unter anderem mit dem großartigen Treppenhaus von Zuccalli und Effner, dem Großen Saal mit reichem Stuck von Johann Baptist Zimmermann und Fresken von Jacopo Amigoni sowie den verschiedenen Prunkräumen. Interessant sind auch die ursprünglich für höfische Lustfahrten und den Transport von Baumaterial angelegten Kanäle um die Schleißheimer Schlossanlage.

Dieses Kanalsystem, bei dem im 17./18. Jahrhundert Wasser von Würm, Amper, Isar und einigen Moosbächen umgeleitet wurde, ist heute noch zwischen Nymphenburg und Dachau auf einer Länge von etwa 50 Kilometern erhalten. Im und um Schloss Schleißheim kommen auch Liebhaber von Museen auf ihre Kosten: im Neuen Schloss mit der Staatsgalerie, die hochrangige Werke der europäischen Malerei des Barock zeigt, sowie einem Kostüm- Museum, im Schloss Lustheim mit der Meißener Porzellansammlung, im Alten Schloss mit dem Museum „Das Gottesjahr und seine Feste" sowie dem Ost- und Westpreußen- Museum.