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SOS aus deinem Körper. Drohende Erkrankungen früh erkennen

SOS aus deinem Körper. Drohende Erkrankungen früh erkennen

von: Nicolaus Langloh

Orell Füssli, 2006

ISBN: 9783280051863, 193 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 20,40 EUR

Ersparnis: 3,60 EUR

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Mehr zum Inhalt

SOS aus deinem Körper. Drohende Erkrankungen früh erkennen


 

SOS des Herzens (S. 53-54)

Mit Liebeskummer hat der Titel nichts zu tun, auch wenn Liebesnöte sich «herzlich» mit Herzklopfen, Herzstolpern oder sogar mit einem Gefühl der Enge in der Brust bemerkbar machen können. Die Psyche spielt dabei sogar für das Herz eine bedeutende Rolle. Studien haben aber immer wieder gezeigt, dass der Mensch viel mehr um andere Köperorgane als das Herz besorgt ist, obwohl Herzkrankheiten immer noch die meistgenannten Todesursachen sind. Daher geht es in diesem Kapitel darum, Sie auf einige bedeutende Signale aus dem Herzen aufmerksam zu machen, welche uns helfen könnten, einen drohenden Schaden rechtzeitig zu erkennen. Dies kann manchmal den weiteren Verlauf einer beginnenden Herzerkrankung vorteilhaft beeinflussen und zwischen Leben und Tod entscheiden. Schließlich haben wir nur ein Herz.

Im gesunden Zustand spüren wir das Herz nicht, wir merken gar nicht, dass es Tag und Nacht für uns arbeitet. Im kranken Zustand bemerken wir ein Herzleiden erst, wenn der Arzt uns die Diagnose mitteilt. Wäre es nicht vorteilhafter, gewisse Herzbeschwerden in ihren Anfängen wahrzunehmen und sie einem Fachmann vorzutragen? Sie sollen im Folgenden aufgelistet werden. Unbehagen und Schmerzen in der Brust Von allen Herzbeschwerden ist es ein Unbehagen in der Brust, welches uns am ehesten aufhorchen lässt. Unbehagen ist eine Unpässlichkeit, ein merkwürdiges Unwohlsein. Es dauert nicht lange, bis sich ein kurzes, kneifendes Stechen in der Brustbeinregion nach körperlicher Anstrengung meldet, um dann im Ruhezustand wieder zu verschwinden. Diese Symptome sind typisch für eine Angina Pectoris und wurden bereits im ersten Kapitel, «Das SOS der Schmerzen», besprochen. Kalte und windige Witterung, kalorienreiche Mahlzeiten sowie seelischer Stress können eine Angina Pectoris auch auslösen, wenn eine Verengung der Herzkranzgefässe besteht. Das Schmerzmuster kann bis zum Hals oder bis in die Schultern reichen. Sich ausruhen bringt schnelle Linderung, ebenso Nitroglyzerin, ein Gefäß erweiterndes Mittel.

Etwas intensiver ist das schmerzhafte Unbehagen in der Brust bei einem Herzinfarkt. Wir spüren Todesangst und leiden unter Schweißausbrüchen und Übelkeit und oft auch Bauchschmerzen. Im Unterschied zur Angina Pectoris hilft weder Ruhe noch Nitroglyzerin. Der schmerzhafte Druck hat sich auf der Brust festgeklammert. Diesen Zustand hält keiner längere Zeit durch, der Betroffene erkennt sehr schnell, dass hier ein SOS-Signal von allergrößter Brisanz ausgestrahlt wird. Eines der Herzkranzgefäße ist durch die Arteriosklerose, durch die Arterienverkalkung, jetzt ganz verschlossen und undurchgängig geworden, und da kein Tropfen Blut den zu versorgenden Herzmuskel erreicht, stirbt dieser ab. Wenn es so weit kommt, ist es ratsam, sofort den Notarzt mit Ambulanz zu rufen und ins Krankenhaus gebracht zu werden.