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Lotosblüte

Lotosblüte

von: Sandra Henke

Plaisir d'Amour Verlag, 2008

ISBN: 9783938281345, 189 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 6,99 EUR

Ersparnis: 8,91 EUR

  • Der Graf und die Diebin
    Geheimes Verlangen
    In der Gewalt des Jadedrachen
    Die gelehrige Schülerin
    Die Wildrosenvilla
    Gefangene des Piraten
    Mondkuss
    Bestrafe mich!
  • Die Treulose
    Kosakensklavin
    Sklavin für 3 Tage
    Verlangen
    Blutnächte
    Zuckermond
    Wikingerglut
    Devot
 

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Lotosblüte


 

Kapitel 2 (S. 12-13)

„Oh, wir müssen heute mehr darbieten als sonst, Liebes!" Zoe küsste sie fast schon provozierend zärtlich auf den Mund und schaute ihr tief in die Augen. „Die anderen beiden Meister werden bestimmt shibari, das japanische Bondage, vorführen. Es ist ästethischer. Manchmal entstehen wahre Kunstwerke."
„Mir reicht es, wenn du meine Arme und Beine fesselst, wie immer", ermahnte Bree. Sie ahnte, dass Japan ihre Freundin übermütig machte.
Beiläufig strich Zoe mit dem Handrücken über Brees rechte Brustwarze. „Heute werde ich das erste Mal shinju an dir ausführen."
„Was bedeutet das? Bree wollte nach hinten ausweichen, aber Zoe schlang das Seil um ihren Brustansatz und hielt sie zurück.
„‚Perle’, heißt es übersetzt."
Bree schüttelte den Kopf. „Oh, nein, du wirst meine Klitoris nicht ..."
„Dummerchen!", frotzelte Zoe und umwickelte die Brust am Ansatz, bis sie sachte abgebunden war und das Fleisch lüstern hervorstand. Das konnte auch der Büstenhalter nicht verbergen. „Die Fesselung der weiblichen Genitalien heißt sakuranbo, Kirsche. Soweit bist du noch nicht. Ich spreche von deinen Brüsten." Zoes Lächeln gefiel Bree gar nicht, es war kein ehrliches, sondern eins, das nichts Gutes verhieß.

„Dein Körper gehört mir heute Nacht. Warum lässt du nicht geschehen, was sowieso geschehen wird? Lass dich fallen!", schlug Zoe vor, schlang das Seil mehrere Male um Brees Oberkörper und Arme und band dann auch die linke Brust behutsam ab. Nachdem sie das Ende verknotet hatte, streichelte sie beruhigend über Brees rote Mähne. „Du solltest doch wissen, dass ich nur das Beste für dich will."

Zuerst wollte Bree widersprechen, doch als Zoe ihre Brustspitzen streichelte, konnte sie ein Seufzen kaum unterdrücken, denn die Nippel waren nun, da das Blut leicht gestaut war, viel empfindlicher. Ihr Brustkorb hob und senkte sich und bot den Zuschauern einen höchst frivolen Anblick, den sie selbst bizarr, aber köstlich fand. Ihre Oberarme waren mittlerweile an den Oberkörper gefesselt. Dies war der erste Schritt zur Unbeweglichkeit.

Weitere würden folgen, das kannte Bree. Doch in dieser Nacht war sie sich unsicher, inwieweit sie Zoe trauen konnte. Manchmal war ihre Freundin ein durchtriebenes Luder – aber ein liebenswürdiges.
„Zieh deine Stilettos aus und geh in die Hocke!", befahl Zoe mit einer Stimme, die keinen Widerstand duldete.
Bree durchliefen heißkalte Schauer, als sie den Anweisungen folgte und mühsam ihre Balance suchte. Ständig drohte sie nach hinten zu kippen. Da ihre Oberarme bereits fixiert waren, konnte sie mit den Armen nur wenig gegensteuern. Sie bemühte sich auf den Zehenspitzen zu hocken, doch das war auf die Dauer zu anstrengend. Ihr blieb nichts anderes übrig, als die Beine zu spreizen und den Oberkörper nach vorne zu beugen. Die Zuschauer waren begeistert.

„Brav!", sprach Zoe und strich über Brees rote Mähne, als wäre sie eine prächtige Fuchsstute. Dann band sie den rechten Unterarm ihres Models an deren rechtes Bein und wickelte das Bondage-Seil einige Male straff um das Knie. Sie führte den Strick hinter Brees Rücken entlang, schlang ihn einmal um Brees Hals und fesselte mit dem Ende den linken Unterarm an das linke Knie.

Nun war Bree vertaut. Sie konnte weder Arme noch Beine bewegen, noch sich aufrichten oder die Schenkel schließen, ohne sich selbst zu strangulieren. Sie war gezwungen, in der unbequemen Stellung zu bleiben, bis Zoe sie erlöste. Bree fühlte sich wie in einem Gefängnis ohne Mauern, Zoes Gutdünken ausgeliefert und öffentlich erniedrigt, da die Salarymen einen direkten Blick auf ihre abgebundenen Brüste und ihren Schritt hatten. Jede Faser ihres Körpers war wie elektrisiert. Sie wollte aus dieser Position befreit werden und gleichzeitig das Gefühl der Beengtheit nicht so schnell wieder aufgeben. Sie fühlte sich lebendig, obwohl sie gefesselt war. Sie nahm ihren Körper intensiver wahr als im Alltag oder beim Blümchensex. Bree wusste nicht, weshalb sie so empfand und warum sie sich immer noch vor dem ersten Schritt auf die Bühne fürchtete, obwohl sie doch jedes Mal wieder erregt war, wenn Zoe sie erst gefesselt und zur Schau gestellt hatte.

Zoe neigte sich zu ihr herunter und sagte laut, so dass alle Anwesenden es hören konnten: „Ich rieche deine Lust."

Augenblicklich lief Bree hochrot an. Sie zitterte vor Erregung. Dann passierte alles so schnell, dass sie nicht wusste, wie ihr geschah. Zoe packte die Körbchen von Brees Büstenhalter und riss sie entzwei, genauso wie den Slip, der als nächstes folgte. Bree konnte nicht fassen, was ihre Freundin gerade getan hatte. Zuerst war sie entsetzt, dann wütend, doch sie konnte nicht leugnen, dass die plötzliche Entblößtheit sie anmachte. Eine starke Erregung erfasste sie. Sie fühlte sich unerwartet wie die Models bei den BDSM-Shows, die auf der Bühne bearbeitet wurden. Bree hatte ihnen immer neidisch zugesehen, da die Sklavinnen, Zofen, Subs, wie auch immer man sie nannte, sich längst zu ihrem Status bekannt hatten. Sie dagegen hatte sich wie ein unerfahrenes Schulmädchen gefühlt, das zu den Frauen, die zu ihrer Lust standen, aufsah. Doch nun hatte Zoe sie tatsächlich ins kalte Wasser gestoßen. Sie war schockiert und berauscht zugleich.