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Vielgeliebte Falsette
Nach Ende des dreißigjährigen, männermordenden Krieges ist der Herzog bestrebt das verödete Land schnellstmöglich wieder aufzuvölkern. Aus diesem Grunde erlässt er ein Edikt, wonach jeder gesunde, kräftige Mann, ausgenommen die höhere und niedere Geistlichkeit, nicht nur ein Weib, sondern auch ein zweites und drittes mit gleichen Pflichten und Rechten freien darf, wenn es ein Vermögen zulässt. So wird Falsette gleich dreimal gezeugt und wächst als Findelkind wohlbehütet in einem Pfarrhaus bei einem ihrer Väter auf. Ihre Schönheit verwirrt von frühester Jugend an die Sinne und Herzen aller Männer. Doch ihre Liebe gehört nur einem, dem edlen Junker Gustav von Telkow. Böse Intrigen vereiteln jedoch die Eheschließung. Falsette wird entführt, landet in einem Buhlhaus. Ihr Schicksal verschlägt sie durch die Metropolen der damaligen Welt bis in den Orient. Auf ihrer abenteuerlichen Irrfahrt lernt sie viele Männer kennen und lieben lernt, doch ihre große Liebe, Gustav von Telkow, vergisst sie nie. Wird sie ihm jemals wieder begegnen?
Seeligers erotischer Barockroman „Vielgeliebte Falsette“, der noch in den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts indiziert war, ist eine kulturgeschichtliche Schilderung nach Art eines Simplicius Simplicissimus. Für Kurt Zube, Verleger und Autor, ist Seeligers „Vielgeliebte Falsette“ den Werken von Francois Rabelais, Giacomo Girolamo Casanova, Giovanni Boccaccio oder Honoré de Balzac literarisch gleichgestellt.
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