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Gewalt und politischer Wandel im 1. Jahrhundert n. Chr.
Die althistorische und philologische Forschung hat häufig darauf hingewiesen, dass die römische Literatur des ersten nachchristlichen Jahrhunderts in auffallender Weise von Darstellungen physischer Gewalt geprägt ist. Jedoch ist dieses Phänomen bislang weder schlüssig erklärt noch ist seine historische Aussagekraft eingehend untersucht worden. Diesen Versuch unternimmt Dirk Rohmann in der vorliegenden Arbeit:
Er analysiert die antiken Einstellungen sowie die textuelle Funktion von Gewalt anhand sprachlicher Untersuchungen, Bewertungen in der Philosophie sowie besonders erklärungsbedürftiger expliziter Beschreibungen von Gewalt in Geschichtsschreibung und Dichtung.
Die Arbeit diskutiert die Historizität und Tendenzen von Gewaltszenen sowie die Wahrscheinlichkeit und Reichweite nahe liegender historischer oder literaturgeschichtlicher Ursachen. Die Gewalt in der Literatur wird dabei als veränderte Form der politischen Kommunikation beschrieben, die wiederum die gewandelte Rolle der schriftstellerisch tätigen Aristokratie im frühen Prinzipat besser zu verstehen hilft.
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