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Die Bluff-Gesellschaft. Ein Streifzug durch die Welt der Karriere
Heute will jeder erfolgreich sein und Karriere machen. Schließlich locken mehr Geld, mehr Macht und mehr Anerkennung. Wie das schnell und einfach geht, hat vor allem die New Economy gezeigt. 24-jährige Studienabbrecher wurden quasi über Nacht zu Millionären und hoben alle bisher geltenden Gesetze scheinbar aus den Angeln. Qualifikation, Erfahrung und persönliche Reife waren nicht mehr wichtig. Hauptsache man haute kräftig auf die Pauke und strotzte vor Selbstbewusstsein. Dafür war der Absturz umso größer. Auch viele der sogenannten Motivationstrainer, die mit Sprüchen wie "Alles ist möglich" den kollektiven Größenwahn schürten, sind inzwischen pleite und der Blick hinter die Kulissen zeigt, dass hinter so manchem vermeintlichen Erfolgsguru nur ein armes Würstchen steckt.
Doch längst zählt auch im Bereich Karriere der Schein mehr als das Sein. Bewerber fälschen ihre Unterlagen, Seminaranbieter ihre Referenzlisten. Buchautoren schreiben hemmungslos ab. Schulen bieten Titelsüchtigen ein Schmalspurstudium zum Master of Business Administration (MBA) an. Selbsternannte Experten stoßen auf ahnungslose Personalentwickler und sensationsheischende Journalisten, denen eine knackige Schlagzeile mehr Wert ist als Aufklärung. Denn ohne die Hilfe der Medien wäre so manche Bluffer-Karriere nie geglückt.
Bärbel Schwertfeger geht dem Phänomen nach, befasst sich mit seinen gesellschaftlichen und psychologischen Grundlagen und zeigt anhand zahlreicher Beispiele auf, wie man Bluffer erkennt und sich vor ihnen schützen kann.
Der Autor
In ihrer Tätigkeit als Journalistin stößt Bärbel Schwertfeger immer wieder auf Blender, Bluffer und Scharlatane. Dabei ist sie manchmal fassungslos, mit welcher Dreistigkeit man versucht, sie an der Nase herumzuführen.
Seit 1985 schreibt die Diplompsychologin vor allem über die Bereiche Management, Weiterbildung und Personalentwicklung und ist dabei für Wirtschaftsmagazine, Tageszeitungen und Fachzeitschriften (u.a. Wirtschaftswoche, FAZ, Die ZEIT, Handelsblatt, Die Welt, Welt am Sonntag und Personalwirtschaft) tätig.
Schon mit ihrem letzten Buch Der Griff nach der Psyche - Was umstrittene Persönlichkeitstrainer in Unternehmen anrichten (1998) packte sie ein heißes Thema an und sorgte damit für erhebliche Unruhe in der Weiterbildungsszene.
Ihre weiteren Buchveröffentlichungen sind: Zu zweit am Ende (1986), Macht ohne Worte (1988), Der Therapieführer (1989 und 1995), Die Körpersprache der Bosse (1990) und Das MBA-Handbuch (1994).
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