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PERRY RHODAN-Action: Sturm der Kriegsandroiden (Band Nummer 02)

PERRY RHODAN-Action: Sturm der Kriegsandroiden (Band Nummer 02)

von: Christian Montillon

Pabel-Moewig Verlag, 2008

ISBN: perprac02book, 64 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

Mehr zum Inhalt

PERRY RHODAN-Action: Sturm der Kriegsandroiden (Band Nummer 02)


 

6. 11. März 2166 Die Nelson-Werft (S. 34-35)

Charles Wellington schlug auf dem Boden des achten Decks der STERNENSTAUB auf, ohne einen Laut von sich zu geben. Seine Brust war ein einziges verschmortes Loch.

Rhodan zog seinen Strahler und feuerte, während er den Schutzschirm seines Anzugs aktivierte. »Hinter mich, Schramm!«

Das Ziel lag klar vor ihm – ein Verheerer stampfte im Korridor auf sie zu! Die Maschine war so groß, dass sie bis wenige Zentimeter unter die Decke des Korridors reichte. Sie wirkte wie eine Wand.

Noch war der Roboter etliche Dutzend Meter entfernt. Es war ihr Glück gewesen, dass sie in einem derart langen Korridor gestanden hatten. Der Kampfroboter hatte nicht unbemerkt zu ihnen durchdringen können. Doch einem von ihnen, dem bedauernswerten Charles Wellington, hatte er trotz dieser Tatsache das Leben geraubt. Rhodan knirschte mit den Zähnen – für den Toten konnte er jetzt nichts mehr tun. Ohne Unterlass drückte er auf den Feuerknopf seines Strahlers; Salve um Salve jagte er in den Individualschirm des Verheerers.

Vor ihm irrlichterte es durch den Gang, Überschlagblitze schlugen vom Schutzschirm aus in alle Richtungen, infernalischer Lärm toste zwischen den zerberstenden Wänden.

Unverhofft erhielt Rhodan Unterstützung. Einige Meter vor ihm öffnete sich ein Schott, dicht bei dem Roboter. Energieschüsse zischten aus der Öffnung und donnerten ebenfalls in den Schirm.

Einem Punktbeschuss aus zwei Richtungen hatte der drei Meter große Gigant nichts entgegenzusetzen. Der Schirm kollabierte, die Maschine explodierte. Metallfetzen hämmerten in die Wände, schabten darüber, dellten sie ein und rissen sie auf. Rhodan glaubte, eines der größeren Bruchstücke durch das geöffnete Schott wirbeln zu sehen. Er selbst stand zu weit entfernt, um getroffen zu werden. Dann nahm ihm eine Feuerlohe die Sicht. Der wuchtige Körper des Verheerers wurde von einer zweiten Explosion zerrissen. Die Flammen leckten über die Wände und verschmorten Kabel, die aus ihrer Verankerung gerissen worden waren. Es stank, und Rhodan stand plötzlich im Dunkeln. Einzig die noch immer lodernden Flammen verbreiteten ein wenig Helligkeit. Funken regneten in weitem Umfeld zu Boden oder blitzten kurz in Rhodans Schutzschirm auf, ehe sie für immer erloschen. Aus dem Schott drang ein panischer, schmerzerfüllter Schrei.

»Holen Sie Verstärkung, Leutnant!«

Rhodan verlor keine Sekunde. Er rannte los, mit aktiviertem Schutzschild mitten in die tobende Flammenhölle hinein. Was genau in Flammen stand, vermochte er nicht zu sehen – es waren wohl Überreste des Verheerers.

Er erreichte das Schott und durchquerte es.

Der Anblick versetzte ihm einen Stich. Seinem mutigen Helfer war der Angriff zum Verhängnis geworden. Ein Mann in der Uniform eines Technikers lag in einer großen Blutlache. Weit hinter ihm auf dem Boden ein an den Rändern gezacktes Metallfragment. Und neben diesem sein rechter Unterarm ...

Rhodan ging neben dem Techniker in die Knie. Er rechnete damit, einen Toten vor sich zu haben, doch er täuschte sich. Der Mann riss plötzlich die Augen auf und röchelte. Er zitterte am ganzen Körper.

Rhodan trennte sofort einen Streifen aus der zerfetzten Uniform. Er musste die Blutung stillen, bevor er sich um andere Probleme kümmerte.

Schramm kniete auf einmal neben ihm. »Ich habe die Zentrale in der Werft informiert, Sir«, sagte er. »Da geht niemand ran, aber ich hoffe, dass man mich gehört hat. Was kann ich tun, Sir?«

»Behalten Sie das Schott im Auge!«