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Ideen für „Es", „Ich" und „Wir" (S. 96-97)
„Futter" in jede Ecke des Dreiecks Das Dreieck des Lehrens und Lernens bleibt für uns nicht nur eine theoretische Grundlage und Absicherung unserer Arbeit. Das Dreieck ist für uns auch eine ganz handfeste praktische Anleitung für die Seminarplanung. Wir zeichnen für jedes unserer Seminare das Dreieck auf und sammeln für jede Ecke Programmpunkte. Wir wissen: Wenn beim Seminar jede Ecke ausreichend zum Tragen kommt, ist das ein entscheidender Beitrag zum guten Gelingen. Dabei ist die Zuordnung von Programmideen zu den einzelnen Ecken nicht immer ganz trennscharf möglich. Manchmal passt eine Idee auch zu mehreren Ecken gleichzeitig. Das ist kein Nachteil.
In die Ecke des „Es" passen Ideen, die thematisch Neues, Wichtiges, neue Zusammenhänge, grundlegende Informationen, Anwendbares, praktische Gegenüberstellungen, Vergleiche, neue Möglichkeiten und Perspektiven usw. betreffen. Zur Ecke des „Ich" gehören Vorwissen und Vorerfahrungen der einzelnen Teilnehmer, mitreden dürfen, den Platz in der Gruppe finden, eigene Meinung kundtun, Umsetzung des Gelernten bewerten, die eigene Situation reflektieren, auch sagen, wenn mich etwas stört, für sich ein Resümee ziehen usw.
In die Ecke des „Wir" kommen Punkte zum Kennenlernen der anderen, einen geeigneten Grad von Offenheit finden, Erfahrungen austauschen, gemeinsam etwas erarbeiten, unterschiedliche Meinungen zu einem Thema erkennen, diskutieren, zuhören, argumentieren, Folgen von Handlungen abwägen usw. Nachdem wir eine Menge Programmideen zu „Es", „Ich" und „Wir" gesammelt haben, wählen wir die besten Ideen aus und gestalten daraus einen rhythmischen Seminarablauf.
Zusätzlich werfen wir einen Kontrollblick auf den „Globe", der das Dreieck umschließt. Hierher gehören die Rahmenbedingungen, also Vorgaben des Auftraggebers, die vereinbarten Ziele, die Erwartungen der Teilnehmer, das berufliche Umfeld der Teilnehmer, die Umsetzungsmöglichkeiten des Gelernten usw. (die Beachtung des Globes entspricht weitgehend der Teilnehmeranalyse in der Vorbereitung).
Ein gutes Seminar beginnt mit einer übersichtlichen Planung
„Planung ist nicht alles – aber ohne Planung ist alles …"
Für die Seminarplanung empfehlen wir folgende Schritte:
- Klärung mit dem Auftraggeber: Was sind die Ziele des Seminars? Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten?
- Analyse der Situation: Wer sind die Teilnehmer? Welche Erwartungen haben sie?
- Für mich als LeiterIn: Thema präzisieren, d.h. Ideen sammeln und eingrenzen. Geeignete Methoden für die Themenklärung sind: Das Es-Ich- Wir-Dreieck, die Planung nach Drehbuch und Assoziationen in Form von Wortbildern.
- Die Entscheidung, mit welchen Medien ich visualisiere.
- Die „Regie des Raumes": Nicht selten muss ich den Raum für meinen Bedarf umgestalten bzw. vorbereiten (lassen). Meist macht das der Veranstalter, wenn ich rechtzeitig vorher mitteile, wie ich es haben will.
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