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Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen - Das neuropsychologische Gruppenprogramm ATTENTIONER

Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen - Das neuropsychologische Gruppenprogramm ATTENTIONER

von: Claus Jacobs, Franz Petermann

Hogrefe Verlag, 2008

ISBN: 9783840920615, 179 Seiten

2. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 52,99 EUR

Ersparnis: 6,96 EUR

  • Inter- and intragenerational economic mobility - Germany in international comparison
    Islamisches Familienrecht - Methodologische Studien zum Recht malikitischer Schule in Vergangenheit und Gegenwart, Band 1
    Einführung in die Studiengangentwicklung
    Meer, du berührst meine Seele - Ein maritimes Lesebuch
    Kompetenzorientierung und Leistungspunkte in der Berufsbildung
    Die handlungsorientierte Ausbildung für Laborberufe / Prüfungsvorbereitung - Aufgaben und Lösungen
    Lehrerbildung in Gewerblich-Technischen Fachrichtungen
    Odem des Todes - Phantastik Anthologie
  • Lernen und Bildung Erwachsener
    Sherlock Holmes - Das ungelöste Rätsel
    Lippenstift und Motoröl - Eine Untersuchung zur Technologiekompetenz weiblicher Auszubildender am Beispiel der Kraftfahrzeugmechatronikerinnen
    Sherlock Holmes - Der verwunschene Schädel
    Moderne Berufsstrukturen in der Elektroindustrie - Der zweijährige Ausbildungsberuf Industrieelektriker/-in
    Beratungs- und Serviceangebote für die Nachqualifizierung - Instrumentarien, Methoden und Praxiserfahrungen
    Lokale Infrastruktur für alle Generationen - Ergebnisse aus dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser
    Evangelisch-Lutherische Kirchenagende - Die Konfirmation
 

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Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen - Das neuropsychologische Gruppenprogramm ATTENTIONER


 

Kapitel 6 Elterngruppentraining (S. 142)

6.1 Trainingsaufbau und Elemente des Elterngruppentrainings

Das Elterngruppentraining umfasst fünf Sitzungen à 100 Minuten, die wöchentlich stattfinden. Das Elterntraining sollte etwa ab der fünften Sitzung des Kindertrainings, also ab dem zweiten Drittel des ATTENTIONER-Programms, beginnen. Die Gruppengröße sollte auf sechs Elternpaare begrenzt werden. Das Gruppentraining kann von einem Therapeuten durchgeführt werden. An der letzten Elterngruppensitzung nehmen die Eltern und Kinder zusammen teil. Die Eltern sollten bei den Sitzungen 1 bis 4 möglichst im Halbkreis sitzen und eine Möglichkeit haben (z.B. durch Klemmbretter), wichtige Details der Sitzungen mitzuschreiben oder Arbeitsblätter zu bearbeiten. In der abschließenden Sitzung werden zusätzlich zwei bis drei Tische benötigt. Wir empfehlen alle Flipchartblätter soweit wie möglich vorzubereiten, um nicht zuviel Zeit für Schreibarbeiten während der Sitzungen zu benötigen.

Das Elterntraining basiert auf der Annahme, dass Informationen zum Störungsbild, aber auch zur Situationsanalyse, Kommunikation, Familiendynamik und zum Einsatz von Verstärkern den Eltern helfen, ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Gedanken im Umgang mit ihrem Kind zu überdenken (vgl. auch Danforth, Harvey, Ulaszek & McKee, 2006). Ebenso können die Eltern die psychische Situation ihres Kindes besser verstehen. Mit diesen Informationen können die Interventionsziele und die konkreten therapeutischen Vorgehensweisen erläutert werden. Selbstverständlich müssen in einem Elterntraining die vermittelten neuen Erkenntnisse zu neuem Verhalten in der Familie führen, das mit den Eltern konkret eingeübt werden muss.

Der Therapeut sollte daher bei der Durchführung des Elterntrainings darum bemüht sein, möglichst viele der von den Eltern angesprochenen Situationen aufzugreifen und einen Bezug zu den vermittelten Modellen herzustellen. Des Weiteren sollte auch darauf geachtet werden, dass jede Situation ausführlich analysiert wird. Dabei werden Rollenspiele und Arbeitsblätter eingesetzt, um eine größere Nähe zu den Erfahrungen der Eltern zu gewährleisten. Die Verwendung von Flipcharts ermöglicht, die Inhalte zu visualisieren und dokumentiert den Verlauf des Elterntrainings. Die Eltern haben so jederzeit die vermittelten Inhalte und Modelle vor Augen. Elternübungen sollen zusätzlich den Transfer in den Alltag der Familien erhöhen und die Eltern zur Mitarbeit auch außerhalb der Trainingsstunden motivieren. Als Gedankenstütze bei der Bearbeitung der Übungen können die Eltern auf die ausgegebenen Merkblätter zurückgreifen. Auf den Merkblättern sind die Inhalte der theoretischen Einführungen komprimiert zusammengefasst, so dass die Eltern jederzeit die vermittelten Inhalte und Modelle nachlesen können.

Begleitmappe. Jedes Elternpaar erhält zu Trainingsbeginn eine Begleitmappe. Die Mappe beinhaltet eine Trainingsübersicht, Telefonliste der Teilnehmer (wenn gewünscht), Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Therapeuten. In der Mappe sollen außerdem die Arbeitsund Merkblätter der Sitzungen abgeheftet werden.

Die Arbeitsblätter. In den Sitzungen werden Arbeitsblätter verwendet, die den Eltern helfen, ihre Beobachtungen, Gedanken und Gefühle zu ordnen und zu differenzieren. Die Arbeitsblätter werden jeweils gezielt zu einzelnen Themen verteilt.

Elternübungen. Es handelt sich um Arbeitsblätter, die zu Hause bearbeitet werden sollen, diese dienen der praktischen Umsetzung oder der Nachbearbeitung der in den Sitzungen behandelten Inhalte.

Merkblätter. Die Merkblätter fassen die vermittelten Inhalte und Modelle zusammen und beinhalten praxisnahe Erziehungstipps.

Psychoedukation. In jeder Sitzung wird zunächst in das Thema eingeführt. diese Weise Wissen über die Ursachen und Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen vermittelt. Durch diese Informationen können die Eltern ihr eigenes Verhalten, das ihrer Kinder und Lehrer besser einordnen und es ihnen gelingt, ihre Handlungsspielräume im Umgang mit dem Kind zu erweitern.