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PERRY RHODAN-Action: Rhodan mal tausend (Band Nummer 03)

PERRY RHODAN-Action: Rhodan mal tausend (Band Nummer 03)

von: Hans Kneifel

Pabel-Moewig Verlag, 2008

ISBN: perprac03book, 59 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

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PERRY RHODAN-Action: Rhodan mal tausend (Band Nummer 03)


 

4. (S. 30-31)

»Ich bin Lok-Aurazin, der Herrscher der Armee, die Trafalgar City unterworfen hat.«

Ein schwaches Echo hallte über der Stadt. Der Rauch schien einen Teil der Lautstärke zu verschlucken. Rhodan hörte jedem Wort genau zu, bemerkte die Pausen und versuchte, aus dem Klang der Stimme irgendetwas herauszufi nden. Wer immer Lok-Aurazin war, sein Arkonidisch war nahezu perfekt. Rhodans Lehrmeister Atlan hätte es bestätigt.

»Ich habe nachdrücklich und ohne Schwierigkeit bewiesen, dass ihr gegen meine Heere, meine Wächter, Täuscher, Schleicher und Verheerer, machtlos seid. Anzahl und Stärke der Angriffe können jederzeit verstärkt werden. Ich fordere daher von Trafalgar City, dass mir das Raumschiff STERNENSTAUB übergeben wird. Meine Forderung ist nicht verhandelbar.«

Das hätte ich mir denken können!, seufzte Rhodan in Gedanken. Der Raumhafen, das Wissen und Können der Konstrukteure und schließlich der Kreuzer! Schon die letzten Angriffe der Feinde hatten sich auf die STERNENSTAUB konzentriert.

Lok-Aurazin wollte das Schiff!

Die Donnerstimme fuhr fort: »Wenn mir der Schwere Kreuzer überge-ben wird, verschone ich die Bevölkerung der Stadt und lasse die Victorier und ihre Helfer am Leben. Wenn nicht, werden ...«

Rhodan gab sich keine Sekunde lang der Hoffnung hin, die Victorier könnten die Roboterarmeen besiegen. Offensichtlich war Lok-Aurazin so mächtig, wie er zu sein vorgab. Und doch ... es gab noch Hoffnung.

»Wenn ich den Kreuzer nicht bekomme, werden die Truppen der Regenten der Energie die Stadt Trafalgar City in Schutt und Asche legen und alle Bewohner töten.«

Rhodan brauchte nicht zu überlegen. Der Schwere Kreuzer war mit High-tech aus dem Solaren Imperium ausgestattet. Es war schlicht nicht denkbar, dass diese geballte Technik einem Gegner in die Hände fi el. Das durfte unter keinen Umständen geschehen. Wenn zum Beispiel die Transformkanone Lok-Aurazins Willen unterstand – Wahnsinn!

Die ins Unheimliche verstärkte Stimme schwieg. Rhodan hatte sich jedes Wort unauslöschlich eingeprägt, denn die Übersetzung aus dem Arkonidischen fi el ihm leicht. Langsam und deutlich übersetzte er den gesamten Text für die Victorier, wiederholte ihn über Funk.

Es war reine Erpressung, und Rhodan durfte unter keinen Umständen darauf eingehen. Doch die Alternative war grauenhaft: Der Kampf ging weiter. Er vergewisserte sich, dass die Leistung des anzuginternen Funkgerätes auf Maximalwert hochgefahren war, durchdachte noch einmal die Konsequenzen und versuchte, seiner Stimme die nötige Festigkeit zu verleihen.

»Hier spricht Perry Rhodan. Sie alle haben die Forderung und meine Übersetzung aus dem Arkonidischen gehört und verstanden. Die Konsequenzen mögen sehr bedenklich sein.« Seine Worte wurden wieder über das gesamte Funknetz übertragen. Er zweifelte nicht daran, dass auch der Feind genau zuhörte. Ob er ihn verstand? »Ich verweigere die Herausgabe des Kreuzers STERNENSTAUB. Die Forderung ist nicht diskutierbar.«

Zumindest seine Leute reagierten schnell und so, wie er es erwartet hatte. Sie feuerten erneut auf die unterschiedlichen Typen der Roboter und auf die Rhodan- Androiden, deren Plattformen sich wieder in Bewegung gesetzt hatten. Kampf und Zerstörung gingen weiter.

Vielleicht verstand der Gegner Terranisch. Möglicherweise auch Interkosmo? Es würde einiges über ihn aussagen.

Rhodan fühlte sich überfl üssig. Es war sinnlos, die Verteidigung koordinieren zu wollen, denn es gab keine klaren Fronten, sondern tausend Stellen, an denen gekämpft wurde. Das bewiesen der zunehmende Lärm und die Detonationen der Wurmbomben. Aus allen Teilen der Stadt waren Warnsignale der Medogleiter zu hören, blitzten die Blinklichter der Rettungsgefährte auf. Die Gleiter wurden von einer Notruf-Abteilung eingesetzt, die in einem Nebentrakt der Administration arbeitete.

Rhodan stand auf der Terrasse, blickte auf die Szenerie der Verwüstung und fror innerlich.