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Linux lernen mit Ubuntu

von: Jörg Kreß, Julian Zeidler, Karsten Günther

O'Reilly Verlag, 2008

ISBN: 9783897219666, 336 Seiten

2. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 20,00 EUR

Ersparnis: 4,90 EUR

  • J2EE mit Struts & Co.: Java-Projekte mit Struts, Tomcat, JBoss und Eclipse
    Oracle 10g
    GIMP2
    JBoss
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    Apache Webserver 2
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Mehr zum Inhalt

Linux lernen mit Ubuntu


 

Kapitel 8: Ubuntu erweitern und tunen (S. 225-226)

Ein großer Vorteil von Ubuntu ist, dass schon bei der Neuinstallation eine beachtliche Auswahl verschiedener Softwareprogramme auf Ihrem Rechner installiert wird und Sie gleich loslegen und Ihr System ausprobieren können, ohne stundenlang nach den benötigten Programmen zu suchen. Doch der Speicherplatz auf einer DVD ist begrenzt, und so sind vielleicht nicht alle Programme, die Sie benötigen, auf Ihrer Festplatte gelandet. Wenn Sie mit der Schnelligkeit Ihres Systems unzufrieden sind, Ihnen noch Funktionen fehlen oder Sie spezielle Treiber brauchen, dann werden Sie in diesem Kapitel herausfinden, wie Sie das System nachrüsten können. Alles, was Sie dazu benötigen, sind etwas Zeit zum Aussuchen und eine angemessene Anbindung ans Internet.

Zusätzliche Software installieren

Ihnen reicht Ihre Software nicht mehr aus? Kein Problem! Mit dem Paketmanager Synaptic können Sie schnell neue Software herunterladen.

Doch bevor Sie loslegen können, sollten Sie sich erst einmal das System hinter der Ubuntu-Paketverwaltung anschauen, siehe dazu auch den folgenden Kasten »Pakete«. Im Gegensatz zur unter Windows gebräuchlichen Methode, bei der jedes Programm sein eigenes Installationsprogramm – meist setup.exe genannt – mitbringt, ist unter Linux im Normalfall das Betriebssystem für die Installation und Konfiguration von Programmen zuständig. Dafür werden die Programme vom Ubuntu-Team als Pakete bereitgestellt. Links Max. Sie kennen bereits einige Teile der Paketverwaltung: Aktualisierung (unter SYSTEM . ADMINISTRATION) und Auswahl der Softwarequellen gehören dazu. Aber Achtung, es kann immer nur eines dieser Werkzeuge zur selben Zeit laufen, da sie alle auf eine zentrale Datenbank zugreifen, deren Integrität nicht gefährdet werden darf. Wenn Sie also neue Pakete einspielen wollen, müssen Sie warten, bis die Udates eingespielt sind. Oder Sie erledigen gleich alles mit dem beliebtesten Paketmanager: Synaptic. Übrigens: Die Silbe apt tritt bei den Paketverwaltung des Öfteren auf, sie steht für »Advanced Package Tool«.

Pakete Unter einem Paket versteht man in diesem Zusammenhang eine Archivdatei, die alle Dateien und Einstellungen enthält, die zur Installation eines Programms (oder Programmteils) benötigt werden. In so einem Paket befinden sich neben den eigentlichen binären Daten – das sind für den Computer bereits aufbereitete Daten – und den Informationen über ihren Installationsort im Dateisystem auch noch Informationen wie die Versionsnummer, Deinstallationsanweisungen und Ähnliches. Da es im Open Source-Bereich üblich ist, nicht bei jedem Programm das Rad neu zu erfinden, bauen viele Programme auf Funktionen auf, die von anderen Paketen angeboten werden. Daher steht in jedem Paket auch, welche anderen Pakete es zum Funktionieren unbedingt benötigt und welche wünschenswert sind, weil sie weitere Funktionen ermöglichen. Wenn noch nicht alle notwendigen Pakete installiert sind, erledigt das bei der Installation des jeweiligen Pakets verwendete Installationsprogramm das automatisch mit. Deshalb kann es durchaus seine Richtigkeit haben, wenn zum Beispiel vier Pakete heruntergeladen werden, obwohl Sie nur eins ausgewählt haben. Größere Programme wie OpenOffice sind oft in mehrere Pakete aufgeteilt.

Metapakete
Die sogenannten Metapakete nutzen die Möglichkeit, aufgrund von Abhängigkeiten viele weitere Pakete automatisch installieren zu können. Es gibt sie für Ubuntu, die KDE-Variante Kubuntu, für ein Multimediastudio und vieles mehr. Sie bilden eine eigene Klasse, die im Paketmanager als »Metapakete« auftaucht. Ubuntu-Pakete Da für Ubuntu das leistungsfähige Paketmanagementsystem von Debian genutzt wird, haben alle Ubuntu-Pakete die Endung .deb. Auch wenn dieselbe Endung bei anderen Distributionen, die auch auf Debian basieren, es so erscheinen lässt, als würden sich deren Paketete mit Ubuntu benutzen lassen, ist das leider oft nicht der Fall. Daher sollten Sie grundsätzlich nur Pakete installieren, die Ihnen von Ubuntu zur Verfügung gestellt werden oder wenigstens als für Ubuntu geeignet gekennzeichnet sind.