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PHP migrieren - Konzepte und Lösungen zur Migration von PHP-Anwendungen und -Umgebungen

von: Stefan Priebsch

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2008

ISBN: 9783446416611, 356 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 39,90 EUR

  • J2EE mit Struts & Co.: Java-Projekte mit Struts, Tomcat, JBoss und Eclipse
    Oracle 10g
    GIMP2
    JBoss
    IBM WebSphere Applikationsserver
    E-Commerce Programmierung mit ASP - in 21 Tagen
    Datenbank-Anwendungen mit PostgreSQL
    Oracle-Programmierung
  • Outlook 2003 - Sicher kommunizieren, perfekt organisieren
    Web Application Development mit ColdFusion 4.5
    Apache Webserver 2
    ISA Server 2004 - Das Handbuch für Installation und Administration

     

     

     

     

     

 

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PHP migrieren - Konzepte und Lösungen zur Migration von PHP-Anwendungen und -Umgebungen


 

2 Strategien (S. 9)

Ob du eilst oder langsam gehst, der Weg bleibt immer der gleiche. (Chinesisches Sprichwort)
In der Informationstechnologie gibt es keine endgültigen Lösungen. Ebenso wie die reale Welt ändert sich auch die Welt der Informationstechnologie stetig und schnell. Software wird erweitert, weil neue Features benötigt werden. Software wird optimiert, weil Ergebnisse schneller berechnet oder mehr Benutzer gleichzeitig bedient werden sollen. Es werden Fehler oder Sicherheitslücken entdeckt, also muss Software geändert werden.

Auch die Hardware ändert sich stetig. Nach Moores Gesetz [Droess 2005] verdoppelt sich ungefähr alle 18 Monate die Anzahl der Transistoren in einem Mikroprozessor1. Spätestens alle paar Jahre ändern sich Bauform und Schnittstellen von Hauptplatinen, Speichern oder Festplatten. Die Anwender erwarten selbstverständlich, dass Software nicht nur auf der neuesten verfügbaren Hardware, sondern auch auf älteren und bereits in die Jahre gekommenen Systemen läuft.

Für Anwendungsentwickler ist es ist nicht immer einfach, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Dank der Arbeit von Betriebssystemherstellern und den Treiberprogrammierern bleibt ein Großteil der Hardware-Änderungen vor den Anwendungsentwicklern verborgen. Dafür müssen sie jedoch stärker auf das sich stetig ändernde Software-Umfeld Rücksicht nehmen. Je stärker eine Anwendung mit dem Betriebssystem verzahnt ist, desto schwieri- ger ist es, bei gleichzeitiger Rückwärtskompatibilität zu älteren Versionen auch eine neue Betriebssystemversionen zu unterstützen.

Besonders schwer haben es die Systemadministratoren, die meist ein knappes Budget zur Verfügung haben, aber die Systeme immer wieder an ein sich schnell änderndes geschäftliches Umfeld anpassen müssen. Dabei müssen sie nach außen hin Kontinuität bewahren, da die Anwender ihre Gewohnheiten nur ungern ändern.

Die Migration von Software und Systemen spielt sich an der Schnittstelle zwischen Entwicklern und Administratoren ab. Um dabei erfolgreich zu sein, muss das zu migrierende System und dessen Umfeld ganzheitlich betrachtet werden. Auch die Anwender sollte man bei einer Migration niemals aus dem Blickfeld verlieren. Schließlich entscheiden sie, ob ein System benutzt wird oder nicht.

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit verschiedenen grundlegenden Strategien zur Migration. Hierbei spielen Denkzwänge der Systemverwaltung ebenso eine Rolle wie die Denkzwänge der Softwareentwicklung. Aber auch die Anwender und das Management müssen sich trotz zu wenig Zeit und knapper Budgets darüber im Klaren sein, dass in der Informationstechnologie keine Lösung endgültig ist. Migrationen sind daher ein inhärenter Bestandteil des IT-Lebens.

Die Frage ist nicht, ob jemals wieder eine Migration notwendig sein wird, sondern wann die nächste Migration durchgeführt werden muss.

2.1 Never touch a running system
Jeder, der schon einmal ein System verwaltet hat, und sei es nur der Rechner am eigenen Arbeitsplatz, kennt das Problem: Bevor man sich in den Feierabend, ins Wochenende oder gar in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet, soll nur noch schnell ein kleines Software- Update installiert, die Konfiguration des Rechners geändert oder ein neues Programm installiert werden.

Selbst wenn danach auf den ersten Blick die Welt noch in Ordnung scheint, ist damit nicht gesagt, dass nach dem nächsten Neustart des Systems noch alles wie erwartet funktioniert. Mitunter genügt eine Systemeinstellung, die nach einem Neustart nicht mehr wirksam ist oder erst durch einen Neustart wirksam wird, um Ihnen einige Stunden Stress und mühsame Fehlersuche zu bescheren.