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5. (S. 25-26)
»Zwölf Chaos-Geschwader!«, sag-te Boba Chomper. »Wisst ihr, was das bedeutet? Die fl iegen nicht spazieren. Da ist eine Kolonnen-Fähre in der Nähe, ein Trägerschiff. «
»Ah. Ja.« Stunn versuchte sich zu erinnern, wie so ein Ding aussah, ringförmig und riesig, ein Gebilde, auf dem die Forschungskapsel kaum größer als eine Mikrobe gewesen wäre.
Aus der Perspektive des Wissenschaftlers konnte ihnen gar nichts Besseres widerfahren als das Zusammentreffen mit Fahrzeugen der Chaosmächte.
»Die Fähre wird nicht lange auf sich warten lassen«, fuhr der Leutnant fort. Sein Gesicht blieb ernst. »Aber keine Sorge. Es wäre schon ein verdammter Zufall, wenn ein Schiff der Kolonne ausgerechnet hier in der Gegend auftauchen würde. Solange wir uns still verhalten und gesichert ist, dass keines der Ortungsgeräte irgendeine Resonanz erzeugt ...«
»Darauf kannst du dich verlassen«, sagte Stunn schnell. Aber wie das so ist in solchen Fällen, war er sich anschließend doch nicht mehr ganz sicher.
Wieder schlugen die Anzeigen des Sextanten aus. In eineinhalb Lichtjahren Entfernung materialisierte eine Kolonnen-Fähre und brachte zwei Objekte, bei denen es sich zweifellos um fertig montierte Kolonnen-Forts des Typs TRAICOON handelte. Stunn dachte an die Funktion dieser Forts in der Milchstraße und den übrigen Galaxien der Lokalen Gruppe. Sie bewachten wichtige Völker und sorgten dafür, dass diese nach der Pfeife TRAITORS tanzten. Dass die Kolonnen-Forts aber auch andere Funktionen haben konnten, zeigte ihre Ankunft nahe Shiva-Bazal. Hier gab es nichts zu bewachen und kein Volk zu versklaven. Im gesamten Sternensektor befand sich kein einziges bewohntes System.
Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Anzeigen des Sextanten. Der Orter empfi ng Signale von hoher Deutlichkeit und starker Intensität. Im gesamten Sektor fehlten hyperphysikalische Störungen, und selbst wenn sie vorhanden gewesen wären, hätten sie auf die Distanz von ein paar Lichttagen oder Lichtwochen nicht groß gewirkt.
»Wir kriegen sie«, sagte Anna Cockerbie nach einer Weile. Sie klang beinahe so fröhlich wie anfangs der Leutnant. »Au Backe, wenn wir mit diesen Messergebnissen zurückkehren ...«
»Wenn, wenn«, murmelte Kander Cero düster. Das kurze, strohblonde Haar stand ihm in alle Richtungen vom Kopf ab. »Hatte ich es nicht vorhergesehen?« »Sei endlich still!« Stunn hatte keine Lust, sich das länger anzuhören. »Jeder konzentriert sich auf seine Aufgabe.«
Sie taten es, bis nach zwei Stunden die nächste Fähre auftauchte und zwei weitere Kolonnen-Forts ablud. Im Zweistundentakt ging es so weiter. In der JX-08 kehrte die Langeweile ein. In der kleinen Kapsel fehlten die Rechenkapazitäten des LPV und die von ESCHER. Die drei Hyperphysiker sammelten Daten, ordneten sie, diskutierten darüber, welche Bedeutung ihnen eventuell zukam, und stellten Hochrechnungen an.
Von den Kolonnen-Forts empfi ng der Kantor-Sextant merkwürdige Strahlungsmuster, die Stunn für eine Reststrahlung aus jenem SHF-Bereich hielt, den der Sextant nicht erkennen konnte. Die drei stürzten sich mit Eifer auf die Auswertung, legten zusätzliche Sicherungskopien in Kristallen an, die sie in ihren Anzügen unterbrachten. Man konnte nie wissen.
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