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Die betriebliche Altersversorgung (S. 115-116)
Der Staat unterstützt die Betriebsrente massiv durch Steuererleichterungen. Mindestens 4 300 Euro können Sie im Jahr in eine betriebliche Altersversorgung einzahlen und diesen Betrag von der Steuer absetzen. Außerdem sparen Sie die Sozialversicherungsbeiträge auf den Beitrag bis zu einer Höhe von rund 2 500 Euro, den Sie in eine Betriebsrente stecken. Die betriebliche Altersversorgung hat rein von der Förderung her die besten Ertragschancen.
Dafür müssen Sie sich nach den Vorgaben im Betrieb und im Tarifvertrag richten: Sie sind von Ihrem Arbeitgeber abhängig. Außerdem sind im Alter nicht nur Steuern, sondern auch die vollen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung auf die Betriebsrente fällig. Informieren Sie sich gründlich über die betrieblichen Möglichkeiten. Fragen Sie in Ihrer Firma nach. Vergleichen Sie betriebliche Angebote mit den Möglichkeiten der Riester-Rente oder der Rürup-Rente und ganz privaten Alternativen.
Wenn Sie noch nicht wissen, was Sie mit Ihrem Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld anfangen, bietet sich die betriebliche Altersversorgung an. Sie könnten Ihr Weihnachtsgeld, Ihr Urlaubsgeld oder auch einen Teil Ihres monatlichen Gehalts regelmäßig in eine Betriebsrente einzahlen. Denn wer einen Teil seines Lohns oder Gehalts umwandelt und damit betrieblich fürs Alter vorsorgt, kann damit besser fahren als mit privaten Sparverträgen. Wenn hier von betrieblicher Altersversorgung die Rede ist, geht es ausschließlich um die vom Arbeitnehmer selbst fi nanzierte Betriebsrente. Das heißt, Sie zahlen eigenes Geld per Entgeltumwandlung in ein betriebliches Versorgungswerk. Insofern ist die Betriebsrente eine Alternative oder auch ein Konkurrenzprodukt zur Riester-Rente, zur Rürup-Rente und zu ungeförderten Anlageformen. Sie müssen das Geld selbst aufbringen.
Die Betriebsrente von früher, die allein vom Arbeitgeber bezahlt wurde, gibt es nur noch selten. So etwas ist eine vollkommen freiwillige Leistung des Arbeitgebers, die nach anderen Regeln läuft. Daneben gibt es noch Mischformen, bei denen Arbeitnehmer und Arbeitgeber beide in ein Versorgungswerk einzahlen. Generell gibt es für die Betriebsrente fünf so genannte Durchführungswege, die sich steuer- und arbeitsrechtlich und auch im Hinblick auf die Absicherung und die Aufsicht unterscheiden.
Es sind die Direktzusage, die Pensionskasse, die Direktversicherung, die Unterstützungskasse und der Pensionsfonds (siehe Abschnitt Fünf Durchführungswege). Die betriebliche Altersversorgung hat bei der Rendite wegen der Förderung meistens die Nase vorne. Das hat vor allem drei Gründe: Die Betriebsrente kann Kosten sparen, sie kann Geld zu besseren Bedingungen anlegen, und sie wird massiv staatlich gefördert. Voraussetzung für eine hohe Rendite durch die Betriebsrente ist allerdings, dass Ihr Chef Ihr Geld geschickt und kostensparend anlegt. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist eine Riester-Rente meist die bessere Wahl. Sie sollten sich erkundigen. Generell gilt: Wenn Sie etwas für Ihre Altersversorgung tun wollen, wenden Sie sich an Ihren Chef. Denn Ihr Arbeitgeber kann nicht nur eine Betriebsrente für Sie abschließen, er muss es sogar. Sie haben einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung.
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion

















