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KulturSchock Japan.

KulturSchock Japan.

von: Martin Lutterjohann

Reise Know-How Verlag, 2003

ISBN: 9783894160555, 242 Seiten

6. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 12,70 EUR

Ersparnis: 1,80 EUR

  • Internet für Existenzgründer: So nutzen Sie das Netz auf dem Weg in die Selbstständigkeit
    Optimal präsentieren - So überzeugen Sie mit Körpersprache
    Branding für Unternehmensberatungen: So bilden Sie eine Wissensmarke
    Marketing - Grundlagen für Studium und Praxis
    Interkulturelles Lernen / Interkulturelles Training
    Wirksame Selbsthilfe bei Übersäuerung, Viren, Bakterien und Parasiten
    Marketing: Eine praxisorientierte Einführung
    Professionell präsentieren beim Kunden - Erfahrungen aus über 1000 Präsentationen
  • Finanzkrisen im Übergang zum 21. Jahrhundert - Probleme der Peripherie oder globale Gefahr?
    Körpersprache im Assessment-Center: Sicher Auftreten - souverän überzeugen
    Gesundheitspsychologie - Ein Lehrbuch

     

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

KulturSchock Japan.


 

VERKEHRSMITTEL, ORIENTIERUNG, AUTOFAHREN (Seite 89ff)

"Hier am Terminal Innenstadt, steht ein Taxi – mit Fahrer und Uhr, wie daheim; bloß trägt der Chauffeur weiße Handschuhe und betrügt dich nicht". Jonathan Rauch, Das Ausnahmeland, 1993

Taxi: Ein Taxi zu rufen, ist so einfach wie bei uns. Sie winken es auf der Straße heran, falls Sie es sich nicht sowieso am Taxistand oder vor dem Hotel usw. besorgen. Es ist üblich, hinten Platz zu nehmen. Der Fahrer öffnet mit einem Hebel die hinteren Türen sozusagen halbautomatisch, also Vorsicht beim Einsteigen. Wenn Sie noch kein Japanisch sprechen, ist es besser, wenn Sie dem Fahrer die Zieladresse in Form einer Visitenkarte o. Ä. zeigen. Die Touristenzeitungen haben bei den Anzeigen für bestimmte Lokale und Geschäfte meist die Adresse auf Japanisch für die Fahrer mit eingedruckt.

Da die Taxifahrer zum großen Teil aus der Provinz stammen und nicht gerade ortskundig oder vielleicht sogar erst kürzlich in Tokyo eingetroffen sind, dürfen Sie bei ihnen keine detaillierten Ortskenntnisse voraussetzen. Die Fahrer werden also in der Regel nur die bekannten Ziele kennen und erwarten von ihren Fahrgästen aktive Mithilfe, falls die Adresse in einem der zahllosen Wohnviertel mit ihrem Gewirr enger Gassen liegt. Außerdem sprechen sie in aller Regel kein Englisch. So gesehen ist es nicht ganz so verrückt, wenn jemand, der schon längere Zeit in Japan lebt, sagt: Ich bin jetzt so weit, dass ich Taxi fahren kann. Das bedeutet nämlich, dass sie oder er sich sprachlich so gut ausdrücken kann, dass der Taxifahrer die Richtungsanweisungen versteht, und dass die eigenen Ortskenntnisse so genau sind, dass man den Fahrer den richtigen Weg zum Ziel beschreiben kann. Wenn man nicht mehr weiter weiß, sollte man den Fahrer kurz anhalten lassen und Passanten nach dem Weg fragen. Hilfsbereitschaft dürfen Sie in solchen Fällen stets voraussetzen. Falls Sie mit dem Taxi fahren und zu einer Adresse müssen, die sich ein Stück abseits der größeren Straßen befindet, müssen Sie damit rechnen, dass Sie nicht ganz vor die Haustür gefahren werden. Das ist nämlich mitunter schwierig, und viele Taxifahrer wagen sich auch nur widerstrebend in das Labyrinth der Gassen, in dem sich nur Anlieger oder die örtlichen Polizisten auskennen.

Die Mitnahme von Gepäck im Taxi kostet nichts extra, aber erwarten Sie keine Mithilfe beim Ein- oder Ausladen. Sie brauchen nur den angezeigten Betrag zu zahlen. Trinkgeld ist bekanntlich in Japan nicht üblich. Zuschläge werden nur erhoben, wenn Sie das Taxi telefonisch bestellen oder es zwischen 23 und 5 Uhr benutzen. Wenn es aber nach 23 Uhr etwa in der Ginza schwierig wird, ein Taxi zu bekommen, weil dann alle nach Hause wollen, Hostessen, Lokalbesitzer, Bedienung und Gäste – dann helfen oft nur zwei oder drei ausgestreckte Finger (für: „ich zahle den doppelten bzw. dreifachen Preis"), um einen Taxifahrer zum Anhalten zu bewegen. Ungewohnt ist, dass die Schriftzeichen für „leeres Taxi" rot erleuchtet sind und die Schriftzeichen für „besetztes Taxi" grün. Halten Sie genug Kleingeld bereit – Taxifahrer haben in Japan selten Wechselgeld. Vermeiden sie die rush-hours, besonders die in Tokyo (7.30-9.00 und 17.00-18.30), Grundpreis meist 650 Yen.

Nahverkehrszüge: Die Prozedur ist für U-Bahnen und Vorortzüge, aber auch z. B. die Ringlinie in Tokyo (Yamanote-sen) oder die zentrale Chuosen im Prinzip die gleiche: Jede Linie hat ihre eigene Farbe. In der Schalterhalle finden Sie meist Fahrkarten-Automaten. An kleinen Bahnhöfen können Sie die Fahrkarten am Schalter kaufen. Die Streckenkarte über den Automaten zeigt Standort und Fahrpreis zum jeweiligen Ziel an. Der Preis steht beim Namen des Zielbahnhofes. In Tokyo gibt es meist zwei Karten, eine für den Bereich der Yamanote-Linie und eine für die Außenstrecken. Ist Ihr Zielbahnhof nicht dabei, müssen Sie sowieso zum Schalter gehen. In größeren Bahnhöfen gibt es auch eine Auskunft (annai-sho), meist an einem Schalter. Steht dort „Information", können Sie es ruhig mit Englisch versuchen. Wenn Sie den Preis herausgefunden haben, gehen Sie zum passenden Automaten, werfen das Geld ein, drücken den entsprechenden Betrag und entnehmen unten Karte und ggf. Wechselgeld.