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Die Evolution des Geistigen - Quantenphysik - Bewusstsein - Religion

Die Evolution des Geistigen - Quantenphysik - Bewusstsein - Religion

von: Brigitte Görnitz, Thomas Görnitz

Vandenhoeck & Ruprecht, 2008

ISBN: 9783525567173, 372 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 42,40 EUR

Ersparnis: 7,50 EUR

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Die Evolution des Geistigen - Quantenphysik - Bewusstsein - Religion


 

3. Quanten – der einzige Weg zu etwas Neuem (S. 63)

Quanten – der einzige Weg zu etwas Neuem Wir wollen im folgenden Unterkapitel noch einmal verdeutlichen, in welcher Weise das Betreiben von Physik auf Abstraktion beruht. Dabei wird es sich zeigen, dass der höchste Abstraktionsgrad, bei dem also in ihrem Rahmen am meisten ausgeklammert wird, mit der klassischen Physik erreicht wird. Die Quantentheorie hingegen wird sich als viel näher an der Lebenswirklichkeit und vor allem an unserem Bewusstsein erweisen.

3.1 Abstraktion und Lebenswirklichkeit

Abstraktion und Lebenswirklichkeit Wir hatten gesagt, dass durch ein Erzeugen von Gleichem aus Regelhaftem Gesetze werden können. Dieses Erzeugen von Gleichem geschieht durch Weglassen. Die Gesetze werden in den Naturwissenschaften aus Beobachtungen erschlossen.

Wenn wir die in der Naturwissenschaft notwendigen Abstraktionsleistungen genauer betrachten, so erkennen wir zuerst eine weitgehende Abstraktion von Eigenschaften und von der konkreten Situation. Das Beispiel 2+3=5 gilt für Äpfel, Bäume, Nüsse usw., obwohl beispielsweise jeder Apfel von jedem anderen verschieden ist. Wenn von der konkreten Information abstrahiert wird, kann die abstrakte Struktur (2+3=5) auf beliebig viele andere Situationen übertragen werden, z.B. auch auf Schafe und Menschen. Durch die Abstraktion von Eigenschaften werden folglich identische Objekte geschaffen und für diese werden Gesetze möglich. Je abstrakter die Beschreibung wird, je mehr also Konkretes ignoriert wird, desto deterministischer kann und wird die Beschreibung werden. Zu dieser Erfahrung passt es, dass die klassische Physik vollkommen deterministisch Fakten beschreibt.

Die Bildung von Zahlen könnte relativ leicht als Form von Abstraktion wahrgenommen werden, aber in unserer Kultur ist es so naheliegend, dass man zählen kann, dass die damit verbundene Abstraktionsleistung meist nicht als solche erkannt wird.

Weit weniger wird eine noch grundlegendere Form der Abstraktion als eine solche wahrgenommen, nämlich die Zerlegung der einen Wirklichkeit in eine Menge von getrennten Objekten. Bei Tischen und Stühlen bedarf es zugegebenermaßen einer extremen Genauigkeit, um deren unklare Grenzen erkennen zu können. Dort ist die Näherung des Getrenntseins so gut, dass es normalerweise nicht möglich ist, diese Näherung als Näherung zu akzeptieren. Wenn wir zu der Modellvorstellung der Atome übergehen wird es einfacher, die Schwierigkeit zu verdeutlichen. Ob beispielsweise Atome an der Oberfläche eines Körpers noch zu diesem oder bereits zur Umgebung gehören, ist oft nicht zu entscheiden. Im sozialen Raum ist der Beziehungscharakter der Individuen offensichtlich.

Die grundlegende Abstraktion der Zerlegung der einen Wirklichkeit in getrennte Objekte wird kaum als Abstraktionsleistung wahrgenommen.