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In der Steilen Stadt: Intrigenspiel auf Evolux – das Diebeskommando kämpft sich durch (Band Nummer 2453)
3. Sprung (S. 22-23)
»Wir brechen auf«, gab Mondra Diamond weiter.
Do Taptargo hatte gemeldet, dass die Reparatur des Pforten-Transmitters durch die Metaläufer vollendet worden war. Das Gebäude in der Steilen Stadt stand nun wieder so leer wie all die Jahrtausende zuvor.
Die offi ziellen Stellen hatten die Zerstörung tatsächlich als Unfall eingeordnet, da sie dem Transmitter keinerlei Bedeutung zuschrieben, und nachdem die Metaläufer fertig mit der Instandsetzung waren, gab es für die Verwaltung keinen Grund, sich länger darum zu kümmern.
Die 26 Gleiter waren besetzt.
Mit Mondra fl ogen Gucky, der Siganese Rudyr Pinkor und Ekatus Atimoss; sie verließen als Erste den Hangar des Magazins. Im zweiten Gleiter folgen die sechs Yakonto, die die Führung übernehmen würden, wenn sie sich der Steilen Stadt näherten. »Wir sind draußen«, meldete nach einigen Minuten Commander Pothawk über Funk, der die 35 Laosoor anführte, die sich auf die verschiedenen Gleiter verteilten. In jedem saß mindestens einer der Meisterdiebe, da deren Fähigkeit der Kurzstrecken-Teleportation in Kürze gebraucht werden würde.
Die Missionsspezialisten der JULES VERNE gaben Klarmeldungen, und bald wusste Mondra, dass alle Gleiter unterwegs waren.
Der Siganese Rudyr Pinkor hatte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Mausbiber angefreundet und hielt sich meist in dessen Nähe auf. Auch nun hatte er es sich nicht nehmen lassen, in seinem Gleiter zu fl iegen statt bei seinen Kollegen. Er nahm per Funk Kontakt mit ihnen auf.
»Alles in Ordnung bei euch?«
Oberstleutnant Canella, die ehemalige Dekanin der Universität von Terrania, zeigte sich enthusiastisch. »Mein Spezialgebiet war Geologie – wie könnte ich da nicht erfreut sein, in der unbekannten Robotstation Neuland zu betreten.«
Pinkors dunkelgrüne Lippen verzogen sich zu einem schmallippigen Lächeln. »Nicht, dass ich diesen Spruch von dir zum ersten Mal höre, aber er ist immer wieder lustig.« Mondra hörte nur mit halbem Ohr zu. Sie stellte erstaunt fest, dass sie sich in ihrem Kampfanzug inzwischen fast so heimisch fühlte wie in Alltagskleidung. Ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen war, darüber wollte sie erst gar nicht nachdenken. Dem aktuellen Modestand Terranias entsprach ein SERUN jedenfalls nicht. Doch das wiederum war ihr völlig gleichgültig.
»Wir sind bald am Rand der Steilen Stadt«, erklärte Do Taptargo über Funk. Die gigantische Steilwand, die sich als Hohlzylinder um einen Innenraum von dreißig Kilometern Durchmesser zog, war ohnehin nicht zu übersehen. Sie ragte 45 Kilometer hoch auf, und je näher die Gleiter kamen, desto weniger konnten deren Insassen noch wahrnehmen. Das Objekt in seiner Gesamtheit war schlicht zu gigantisch, um es mit menschlichen Sinnen auf einmal erfassen zu können.
»Ihr geleitet uns ans Ziel und bleibt bei uns, bis wir gelandet sind«, sagte Mondra. »Danach werdet ihr helfen, den Transmitter zu aktivieren.«
»Solange keine Gefahr droht, werden wir euch als Qualitätskontrolle Deckung geben – sobald aber Sathox auftauchen, sind wir ...«
»Ich weiß – verschwunden. Ihr habt eure Position oft genug vorgebracht.«
»Es ist außerdem dringend nötig, möglichst schnell die Gleiter vor dem Gebäude zu entfernen. Während ich mit euch ins Innere springe, werden meine fünf Mitarbeiter bereits damit beginnen, die Gleiter wegzufl iegen. Ihr seid dann auf euch gestellt. Solltet ihr scheitern, müsst ihr euch einen eigenen Weg zurück suchen.«
Diesmal sah Mondra die Steile Stadt mit anderen Augen als während ihres ers-ten Besuchs vor zwei Tagen. Hinter der Steilwand lag die Zentrumswerft-1, in der die PENDULUM erbaut worden war, die Kobaltblaue Walze, die sie besetzen oder rauben würden, falls das Unmögliche gelang und sie das Schiff starten konnten.
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