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PERRY RHODAN-Action: Falkans Verderben. Die Welt der Kolonialarkoniden – Magadons Heere greifen an (Band Nummer 10)

PERRY RHODAN-Action: Falkans Verderben. Die Welt der Kolonialarkoniden – Magadons Heere greifen an (Band Nummer 10)

von: Timothy Stahl

Pabel-Moewig Verlag, 2008

ISBN: perprac10book, 59 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

Mehr zum Inhalt

PERRY RHODAN-Action: Falkans Verderben. Die Welt der Kolonialarkoniden – Magadons Heere greifen an (Band Nummer 10)


 

3. April, gegen Mittag (S. 22-23)

Die Rollen waren verteilt, das Spiel konnte beginnen.

Perry Rhodan hatte die Verteilung vorgenommen, indirekt zumindest. Es war ihm gelungen, Athurn in dem Glauben zu lassen, er selbst sei es, der die Entscheidungen traf. Falls der Falkane das nicht glaubte, ließ er es sich nicht anmerken. Nach wie vor hielt Athurn seine eigenen Truppen außen vor. Aber er gestattete den Grall, unterstützt und geführt von den Mutanten aus Rhodans Tross, gegen die Regententruppen einzuschreiten – was sie vermutlich auch ohne Athurns Erlaubnis getan hätten.

Grall scherten sich nicht um Diplomatie und ebenso wenig darum, ob eine Adlige entführt worden war. Sie wollten dem Zorn, der sich über Jahrtausende hinweg in ihrem Volk aufgestaut hatte, ein Ventil verschaffen, in die Schlacht ziehen und kämpfen. Und ersten Rückmeldungen von den Fronten zufolge, taten sie das mit der zu erwartenden Leidenschaft.

Um diese wenigstens etwas im Zaum zu halten, hatte Rhodan darauf bestanden, seine Leute quasi als Aufpasser mitzuschicken – allen voran Gucky und den im Eilverfahren wiederhergestellten Zündermutanten Go-ratschin. Athurn selbst wollte versuchen, seine Frau aus der Gewalt der Regenten zu befreien. Eigentlich war das Rhodans Idee und Vorschlag gewesen. Aber in diesem Fall hatte er ganz besonders darauf geachtet, dass Athurn sich als die treibende Kraft sah und meinte, er habe den Terraner zur Mithilfe überredet.

»Gehen wir«, sagte Athurn del Falkan.

Rhodan unterdrückte mit einiger Mühe ein Lächeln. Gestern noch hätte der Edle ihn einfach aufgefordert, ihm zu folgen – jetzt gingen sie miteinander. Und mit »wir« meinte der Fürst zumindest in diesem Moment nicht sich allein, sondern tatsächlich ...

... uns, dachte Rhodan, und nun erlaubte er sich das zurückgehaltene Lächeln. Per Funk über das Kampfgeschehen auf dem Laufenden gehalten, machte er sich zusammen mit Athurn auf den Weg zu Mifany del Falkans Gemächern, wo die Entführung stattgefunden hatte – und eine Augenzeugin auf sie wartete.

*

Ihr Name war Kelfyna, und wenn Rhodan das, was Athurn unterwegs erzählte, richtig verstand, war sie schon die Zofe seiner Mutter gewe-sen ... und davor seiner Großmutter.

»Sie ist eine Institution«, betonte der Adlige, bevor sie den Raum betraten, in dem Kelfyna auf sie wartete. »Erwähnten wir schon, dass sie blind ist?« Athurn ließ Rhodan mit einer Geste den Vortritt durch die Tür, deren Flügel fast lautlos in der Wand verschwanden. Anders als sein Gast warf der Edle keinen Blick in den geöffneten Raum. Er schien nur Augen für den terranischen Großadministrator zu haben; ganz offenbar genoss er, dass ihn seine Bemerkung verwirrte.

Rhodan schenkte ihm die Genugtuung. »Sagtet Ihr blind?«

Auf Athurns Bestätigung hin trat Rhodan über die Schwelle. Konnte die Zofe sie bereits hören? Rhodan wusste es nicht, fuhr vorsichtshalber aber leise fort. »Ihr macht mich neugierig – sehr neugierig. Eine blinde Zofe ist zumindest ... unkonventionell. Wenn sie allerdings, wie Ihr angedeutet habt, die einzige Zeugin der Entführung ist, dürfte sie uns kaum von großem Nutzen sein.«