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Halt mich fest in deinen Armen - Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 10

von: Isabelle Wallon

dotbooks GmbH, 2014

ISBN: 9783955206154 , 130 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: frei

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 1,99 EUR

Exemplaranzahl:


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Halt mich fest in deinen Armen - Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 10


 

Kapitel 1


Laura Morton warf seufzend einen kurzen Blick auf die Armbanduhr, während sie den knallroten Honda auf den Parkplatz des Hyatt International von Cincinnati fuhr. Nach Lage der Dinge hatte sie sich mehr als eine Stunde verspätet. Nicht unbedingt der beste Leumund für jemanden, der ausgerechnet heute Abend noch ein wichtiges Interview machen sollte. Aber diese verflixte Rushhour hatte ihr einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Hastig griff sie nach ihrer Digitalkamera auf dem Rücksitz, während sie die ganze Zeit fieberhaft überlegte, wie sie es Frank Kerrigan begreiflich machen konnte, dass sie eine Stunde zu spät gekommen war.

Das war leichter gesagt als getan, denn schließlich kam es nicht alle Tage vor, dass Laura so einen interessanten Interviewpartner bekam. Schließlich war der Name Frank Kerrigan berühmt und berüchtigt. Ein Rennfahrer, der fast jede Woche einmal Schlagzeilen machte, ganz besonders in den Illustrierten und Klatschblättern von Cincinnati. Und in den gängigen sozialen Netzwerken ohnehin.

Wenn man den Berichten nämlich Glauben schenken durfte, dann war Frank Kerrigan im Jetset von Cincinnati die Nummer eins. Und ein Playboy sollte er ebenfalls sein, der ständig hinter allem her war, was Röcke trug.

Aber die »Life News«, für die Laura arbeitete, wollte unbedingt eine Reportage über das Drei-Tage-Rennen von Cincinnati bringen, das morgen früh begann. Robert Wallace, ihr Chef, hatte sich vorgestellt, dass sie einfach am Rennen teilnahm, und zwar als Beifahrerin von Frank Kerrigan!

Laura hatte anfangs ihre Bedenken geäußert, weil sie wirklich nicht auf einen Flirt mit dem berüchtigtsten Playboy der Stadt aus war. Aber ihr Chef hatte nicht lockergelassen und sie schließlich davon überzeugt, was alles von diesem Job abhing. Deshalb stand sie jetzt vor dem Eingang des Hyatt International, bewaffnet mit ihrer Digitalkamera und einer gehörigen Portion guten Willens, damit alles reibungslos vonstattenging.

Laut den Informationen von Wallace wohnten Frank Kerrigan und etliche andere Asse der Rennszene in diesem schicken Hotel. Eine Nobelunterkunft, wie Laura sehr schnell feststellen konnte, als sie die weiträumige Lobby betrat. Ihre Blicke schweiften umher, glitten über die zahlreichen Menschen, die sich dort aufhielten. Männer unterschiedlichsten Alters, meist in Begleitung schöner junger Frauen, was im Rennsport nichts Ungewöhnliches war. Die Männer von der heißen Piste strahlten wohl alle einen Hauch von Abenteuer aus.

Wie aber sollte Laura den Rennchampion in diesem Gewühl finden? Sie seufzte, als sie sich noch einmal umschaute, Frank Kerrigan aber nirgendwo entdecken konnte. Also blieb ihr nichts anderes übrig, als sich bei der Rezeption nach ihm zu erkundigen.

Der Mann in der bräunlichen Uniform an der Rezeption schien Laura schon seit einigen Minuten beobachtet zu haben. Kein Wunder, denn Laura wäre selbst in diesem Gewühl noch aufgefallen. Sie trug an diesem Abend ein modern geschnittenes Kleid mit einem raffiniert angebrachten Seitenschlitz, der ihre schlanken Beine voll zur Geltung brachte. Das sah auch der Angestellte, der sie mit seinen Blicken förmlich verschlang. Die vielen Schönheiten, die sich an diesem Abend im Hotel aufhielten, schienen seinen Pulsschlag gewaltig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

»Mein Name ist Laura Morton«, sagte sie, setzte ihr bezauberndstes Lächeln auf und zückte ihren Presseausweis. »Ich bin mit Mr. Frank Kerrigan verabredet. Können Sie mir bitte sagen, wo er sich im Moment aufhält?«

»Da muss ich kurz nachsehen, Miss Morton«, stotterte der Mann und bekam dabei noch einen hochroten Kopf. Er tippte etwas in seinen Computer ein und warf dann einen Blick auf das Regal hinter sich, in dem sämtliche Zimmerschlüssel deponiert waren.

Doch bevor er Laura eine Antwort geben konnte, trat plötzlich jemand an ihre Seite.

»Sie suchen Frank Kerrigan?«

Automatisch wandte Laura den Kopf und sah sich einem sportlichen Enddreißiger mit leicht angegrautem Haar gegenüber. Er war braungebrannt, trug einen hellen Rennfahreroverall und grinste geradezu unverschämt, als er Laura anschaute.

»Ich glaube, ich kann Ihnen da besser Auskunft geben, junge Frau …«

Die Art, wie er das sagte, gefiel Laura nicht. Er musterte sie mit seinen Blicken so offen, als würde sie nackt vor ihm stehen. Männer, die sich so gegenüber einer Frau verhielten, mochte sie nicht. Trotzdem wollte sie ihre Abneigung nicht zu offen zeigen, denn dieser Mann gab vor zu wissen, wo sich Frank Kerrigan aufhielt. Und nur darauf kam es ihr an, denn sie war schon spät genug und wollte nicht noch später kommen. Schließlich hieß es morgen früh zeitig aufstehen, damit sie rechtzeitig an den Start kam, und dafür musste sie noch eine Menge Vorbereitungen treffen.

Hinzu kam außerdem noch, dass sie ihren morgigen Rennpartner überhaupt noch nicht kennengelernt hatte. Höchste Zeit, dass sie so schnell wie möglich mit ihm ins Gespräch kam, denn die nächsten sechs Tage mussten sie ja zusammen verbringen.

»Schön«, erwiderte Laura nach einer kleinen Weile. »Dann sagen Sie mir doch bitte, wo er sich aufhält.«

»Sie scheinen es aber sehr eilig zu haben, Lady«, gab der Grauhaarige zurück. »Muss wohl eine wichtige Sache sein?« Als Laura nichts dazu sagte, fuhr er fort: »Frank ist momentan auf seinem Zimmer und studiert noch einmal die Karte des morgigen Streckenverlaufs. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, ihn dabei zu stören …«

»Ich habe einen Grund, Mister!«, unterbrach Laura ihn und nannte dem Grauhaarigen ihren Namen und den Grund ihrer Anwesenheit. »Und da Sie ja nun wissen, was mich hierhergeführt hat, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir jetzt endlich Mr. Kerrigans Zimmernummer sagten. Oder soll ich mich doch vielleicht lieber beim Portier erkundigen?«

»Seine Zimmernummer ist 201«, erwiderte der Grauhaarige, und seiner Miene war deutlich anzusehen, wie wenig es ihm passte, dass er Laura mit seinem Charme offensichtlich überhaupt nicht beeindrucken konnte.

»Vielen Dank«, beendete sie die kurze Unterhaltung und machte sich dann schleunigst auf den Weg zum Lift. Der Grauhaarige hatte behauptet, dass sich Kerrigan schon mit dem morgigen Rennen beschäftigte. Wahrscheinlich hatte er die ganze Zeit über auf sie gewartet und musste jetzt wohl annehmen, dass Laura nicht mehr kam. Nicht gerade ein günstiger Augenblick, um zu Kerrigan zu gehen.

Sie drückte im Lift auf den Knopf zur zweiten Etage und wartete dann ab, bis sich die Türen hinter ihr schlossen. Laura war so sehr mit den eigenen Gedanken beschäftigt, dass sie auf den Grauhaarigen gar nicht mehr achtete, der ihr immer noch nachsah, bis sich die Lifttür schloss. Allerdings hatte sich sein freundliches Lächeln mittlerweile in eine hämische Grimasse verwandelt.

***

Gene Crawford blickte wütend der Blonden nach, die soeben im Fahrstuhl verschwunden war. Was bildete sie sich denn überhaupt ein? Er hatte nur freundlich und nett zu ihr sein wollen, natürlich selbstverständlich mit dem Hintergedanken, dass daraus vielleicht eine Verabredung zum Essen wurde. Crawford wusste ohnehin nicht, wie er den heutigen Abend verbringen sollte, also wäre das doch eine willkommene Abwechslung gewesen.

Stattdessen gab ihm diese – wie hieß sie doch gleich noch? – Laura Morton mehr als deutlich zu verstehen, dass sie auf keine seiner Anspielungen einging.

Gene Crawford konnte so etwas nicht ausstehen. Er war ein bekannter Rennfahrer, mindestens so bekannt wie Frank Kerrigan, und normalerweise brauchte er nur mit den Fingern zu schnippen, wenn er Lust auf eine Frau hatte. Von diesen aufgedonnerten Groupies sprangen ja genügend hier herum. Aber ausgerechnet die Frau, für die er sich interessierte, ließ ihn abblitzen. Nun ja, die schöne Laura würde sich noch wundern. Spätestens in dem Augenblick, in dem sie Frank Kerrigans Zimmer betrat.

»Was ist denn mit dir los, Gene?«, hörte er plötzlich eine Stimme neben sich. »Du grinst ja, als hättest du eine Million im Roulette gewonnen!«

Er drehte sich um und erkannte Wally Weston, einen drittklassigen Rennfahrer, der es sich ebenfalls nicht nehmen ließ, an dem morgigen Spektakel teilzunehmen. Obwohl bereits jetzt feststand, dass er so gut wie keine Chancen auf einen Sieg hatte!

»Ach, du bist es, Wally«, begrüßte Crawford ihn und schaute noch einmal hinüber zum Lift, in dem die arrogante Blonde eben verschwunden war. »Hast du die Frau eben gesehen, mit der ich gesprochen habe?«

»Natürlich«, sagte Weston daraufhin sofort und verdrehte genüsslich die Augen. »Die ist mir schon lange aufgefallen. Mann, sag nur, du kennst sie näher? Dann musst du mich ihr unbedingt vorstellen.«

»Ist nichts für dich, Wally«, zerstörte Crawford die Hoffnungen seines Kollegen. »An der verbrennst du dir bestimmt nur die Finger. Die will irgendwas von Kerrigan, und aufhalten lassen wollte sie sich auch nicht. Jetzt ist sie auf dem Weg zu ihm ins Zimmer.«

»Na, wenn das nur keinen Ärger gibt«, meinte Weston. »Ich habe Frank vor einer halben Stunde mit dieser kessen Rothaarigen aus Dayton im Lift verschwinden sehen. Wie hieß sie doch gleich noch? Irene oder so ähnlich?«

»Irene, ja«, antwortete Crawford. »Sag nur, die hat er mit aufs Zimmer genommen! Wie schafft es dieser Teufelskerl eigentlich, immer die besten Frauen aufzureißen?«

»Keine Ahnung«, erwiderte Wally Weston. »Er hat wohl das gewisse Etwas, das jede schwach werden lässt. Und ausgerechnet jetzt kommt eine zweite Lady hinzu, wenn Kerrigan mit der anderen beschäftigt ist. Na, hoffentlich gibt es kein Durcheinander.«

Gene Crawford zuckte mit den...