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Teil I Einführung (S. 22-24)
1 Was istMySQL?
Dieses Kapitel gibt zuerst einen Überblick über die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Datenbanken und geht dann auf die Möglichkeiten und Grenzen von MySQL ein. Was ist MySQL, was kann es (und was kann es nicht)? Neben einer Beschreibung der zentralen Funktionen von MySQL wird auch die Frage der Lizenzierung von MySQL ausführlich behandelt: Wann darf MySQL kostenlos verwendet werden, wann ist eine Lizenzierung erforderlich?
1.1 Was ist eine Datenbank?
Bevor ich die eigentliche Frage dieses Kapitels – also Was ist MySQL? – beantworten kann, müssen Sie (der Leser) und ich eine gemeinsame Sprache finden. Dieser Abschnitt präsentiert daher ein allererstes Datenbankglossar, ohne gleich auf alle Details einzugehen. (Wenn Sie schon viel mit relationalen Datenbanken zu tun gehabt haben, können Sie die nächsten zwei Seiten getrost überblättern.) Kaum ein Begriff ist so unspezifisch wie Datenbank.
Als Datenbank gilt eine Adressliste, die in einem Tabellenkalkulationsprogramm (z. B. Excel) gespeichert wird, ebenso wie die Verwaltung eines Telekommunikationsunternehmens, in dem täglich mehrere Millionen Anrufe registriert und deren Gebühren korrekt und ausfallsicher verbucht werden müssen, monatliche Rechnungen und gegebenenfalls Mahnungen verschickt werden müssen etc. Einfache Datenbanken laufen stand-alone (lokal auf einem Rechner für einen Benutzer), andere werden gleichzeitig von Tausenden Nutzern beansprucht und verteilen die Daten über mehrere Rechner und Dutzende von Festplatten. Die Größe einer Datenbank kann von wenigen KByte bis hin zu TByte (also 1024 GByte) reichen.
Im üblichen Sprachgebrauch wird der Begriff Datenbank oft gleichermaßen dazu verwendet, die eigentlichen Daten, die resultierenden Datenbankdateien, das Datenbanksystem (etwa MySQL, Oracle) oder einen Datenbank-Client zu bezeichnen (etwa ein PHP-Script oder ein in C++ erstelltes Programm). Entsprechend groß ist das Potenzial für Konfusionen, wenn sich zwei Personen über Datenbanken unterhalten! Relationen, Datenbanksysteme, Server und Clients Eine Datenbank ist eine geordnete Sammlung von Daten, die normalerweise in einer oder in mehreren zusammengehörenden Dateien gespeichert ist. Die Daten sind als Tabellen strukturiert, wobei Verweise von einer Tabelle auf eine andere möglich sind. Aufgrund der Relationen (Verknüpfungen) zwischen den Tabellen wird die Datenbank relational bezeichnet.
Zur Verdeutlichung gleich ein Beispiel: Eine Datenbank könnte aus einer Tabelle mit den Daten zu den Kunden eines Betriebs (Name, Adresse ...), einer Tabelle mit den Daten der angebotenen Artikel und schließlich einer Tabelle mit den Bestellungen bestehen. In der Tabelle mit den Bestellungen kann auf die Daten der beiden anderen Tabellen (z. B. über die Kunden- und Artikelnummer) zugegriffen werden. MySQL, Oracle, der Microsoft SQL-Server und IBM DB2 sind einige Beispiele für relationale Datenbankssysteme (RDBMS). Dabei handelt es sich also um Programme zur Verwaltung relationaler Datenbanken. Zu den Aufgaben eines Datenbanksystems zählt nicht nur die sichere Speicherung der Daten, sondern auch die Verarbeitung von Kommandos zur Abfrage, Analyse und Sortierung vorhandener Daten, zur Speicherung neuer Daten etc. All das soll natürlich nicht nur auf einem Rechner, sondern auch in Netzwerken funktionieren. Als synonymer Begriff für ein Datenbanksystem wird oft auch die Bezeichnung Datenbank-Server verwendet.
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