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5 (S. 28-29)
Etwa zehn Bauern mit langem Haar und schlecht rasierten Wangen, bekleidet mit Schurzen aus Wollgras, bewegten sich langsam durch ein Sumpfgebiet nicht weit von der neuen Hauptstadt der Hyksos entfernt. Sie führten vier große Ochsen in Richtung einer kleinen Insel, auf der schmackhaftes Zyperngras wuchs. »Beeil dich ein bisschen«, knurrte ihr Anführer, ein großer, schnauzbärtiger Mann, an die Adresse eines Nachzüglers. »Musst du dauernd den Aufseher spielen?«
»Schaut lieber auf das, was vor euch ist«, riet ein Dritter, der sich von Kopf bis Fuß mit Schlamm beschmiert hatte, um sich vor den Stechmücken zu schützen. »Was regt ihr euch auf, wo wir einen so schönen Tag haben, mit blauem Himmel und sogar ein bisschen Wind?« »Wie soll man sich nicht aufregen, wenn einem die Besatzer das Feld beschlagnahmen?«, antwortete der Schnauzbart. »Man gewöhnt sich doch am Ende an alles... Wir haben noch das Vieh, um das wir uns kümmern können.« »Ohne Freiheit ist alles nutzlos.«
Der Schnauzbart dachte an die langen Stunden, die er damit zugebracht hatte, sein Feld zu wässern, seine Werkzeuge in Ordnung zu halten, zu säen, zu ernten und mit den Schreibern der Schatzmeisterei zu streiten, um eine kleine Senkung der Abgaben zu erreichen... Was für eine Plackerei und was für ein Kräfteverschleiß im Kampf mit der Natur, die gleichzeitig so großzügig schenkte und so erbarmungslos raubte! Ohne Unterlass beklagte er sein Los, ohne zu wissen, was die Zukunft ihm bringen würde. War er nicht ein freier Mann gewesen, bevor die Eroberer das Land in Besitz genommen hatten?
Nicht zufrieden damit, ihn ausgeraubt zu haben, zwangen die Hyksos ihn, dieses armselige Grüppchen von Bauern anzuführen, die sich daran gewöhnt hatten, ihr Vieh in dieser oft überschwemmten Gegend grasen zu lassen. Es gab häufig Streit unter ihnen, die Atmosphäre war erstickend. »Wir werden zum Mittagessen einen Fisch grillen«, verkündete ein pausbäckiger jüngerer Mann, indem er sich mit der Zunge über die Lippen strich. »Ich habe ihn ganz früh heute Morgen gefangen. Und diesmal werde ich den Fang nicht melden!«
Jeden Morgen und jeden Abend wurden die Hirten von den Soldaten der Hyksos kontrolliert. Als Lohn für ihre Arbeit stand ihnen nur ein runder Dinkelfladen mit Zwiebeln zu und einmal in der Woche getrockneter Fisch, der meist ungenießbar war. »Wenn sie den Rauch sehen, werden wir Prügel bekommen!« »Wir sind schon zu weit im Sumpf, sie werden nichts bemerken.« Wenn sie an den frischen Fisch dachten, wurde ihnen allen der Mund wässrig.
»Achtung, Leute! Es ist jemand auf der Insel!« Ein seltsamer Mann mit einem Turban auf dem Kopf und einem schwarzen Bart, der sein Gesicht verschattete, saß in einem Papyrusnachen und briet eine Biberratte. »Jetzt schaut euch den an«, sagte der Schnauzbart. »Das ist ein Sumpfgeist, vor denen muss man sich in Acht nehmen... Lasst uns abhauen!«, sagte einer der Bauern ängstlich. »Sein Feuerchen könnte uns gute Dienste leisten«, riet der Pausbäckige. »Gegen uns alle zusammen ist er machtlos.« Die Bauern kamen der Insel immer näher.
Der Mann stand auf und sah den Ankömmlingen entgegen. »Wir sollten uns aus dem Staub machen, das sage ich euch... Das ist kein Mensch!« Der ängstliche Bauer blieb stehen und deutete auf die Schleuder, die der Fremde drohend schwang. Als der Bauer sich voller Panik umdrehte und Fersengeld gab, wurde die Waffe mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die Luft gewirbelt, ein Stein flog heraus und traf den Flüchtenden im Nacken. Der Verletzte brach im graublauen Wasser zusammen. Wenn der Schnauzbart ihn nicht an den Haaren gepackt und hochgerissen hätte, wäre er ertrunken. »Kommt nur her, Freunde... Ihr habt nichts zu befürchten.« Halbtot vor Angst, konnten die Bauern kaum glauben, was sie hörten. Der Pausbäckige gehorchte schließlich, und die anderen folgten ihm zögernd.
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