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Grenzverwirrungen - Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus

Grenzverwirrungen - Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus

von: Gerhard Kaiser

Akademie Verlag GmbH, 2008

ISBN: 9783050044118, 789 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 90,00 EUR

Ersparnis: 8,00 EUR

Mehr zum Inhalt

Grenzverwirrungen - Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus


 

Wann hört eine Disziplin wie die Literaturwissenschaft auf, wissenschaftlich zu sein? Unter diktatorischen Bedingungen, wenn sie aus Zwang, aus Anpassung oder freiwillig politisch wird? War die Neuere deutsche Literaturwissenschaft während des Nationalsozialismus keine Wissenschaft, waren ihre Vertreter keine Wissenschaftler mehr? Welche Handlungsspielräume hatte das Fach überhaupt zwischen 1933 und 1945? Auf diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten und die differenzierte Forschungslage zum Thema ist kaum noch zu überblicken. Eine methodisch reflektierte Gesamtdarstellung, die diesem Wissensstand Rechnung trägt, ohne sich in ihm zu verlieren, ist somit ein Desiderat. Die Arbeit von Gerhard Kaiser bietet die erste monographische Synthese des Forschungsstands, darüber hinaus rekonstruiert und analysiert der Autor umfassend und differenziert die "Grenzverwirrungen" zwischen Wissenschaft und Politik in der Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus. Methodisch gesehen integriert die Studie wissenschaftssoziologische, argumentationsgeschichtliche und textanalytische Forschungsansätze sowie Ergebnisse der Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte. Sie vermeidet damit zum einen die Abstraktionen einer systemtheoretischen Wissenschaftsauffassung, die zu Konkretionsdefiziten führen kann, sobald sie sich der empirisch-historischen Ebene der Wissenschaftsgeschichte(n) zuwendet, und sie erweitert zum anderen den Fokus personalbiographischer Detailstudien.