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PERRY RHODAN-Action: Die Plasma- Pendlerin Der Unsterbliche und das Mädchen – ein ungewöhnliches Team wird gejagt (Band Nummer 14)
8. Im Feindgebiet (S. 44-45)
Das rechte Bein schmerzte bei jedem Schritt. Nach fünf Minuten hatte Paulie genug. Er desaktivierte die Magnethaftung des rechten Stiefels und hüpfte fortan auf dem linken Bein vorwärts. Ein Kunststück, das er unter normalen Schwerkraftbedingungen nicht mehr zustande gebracht hätte. Hier in der Schwerelosigkeit war es jedoch sogar für seinen alten Körper mit minimaler Kraftanstrengung möglich. Trotzdem ermüdete er schnell. Zu schnell.
Der Mond tat weiterhin sein übles Werk. Hinzu kamen die schwierigen Lichtverhältnisse auf der Oberfl äche, die scharfen Abschnitte von Finsternis und gleißender Helligkeit, die ihn mehr mitnahmen, als er dies gedacht hätte.
Ich muss rein, dachte Paulie.
Er gab sich keinen Illusionen hin, dass die Strahlung im Posbiraumer weniger wirksam wäre. Aber er machte sich Sorgen darüber, was geschähe, wenn der Posbiraumer plötzlich wieder Fahrt aufnähme.
Würden ihn die Andruckkräfte zu Brei zerdrücken? Würde er in seine Atome zerblasen werden? Allerdings gab es auf der Oberfläche dieses missgestalteten Würfels genügend Objekte – Antennen, fragile Gebilde, deren Funktionsweise er nicht ergründen konnte –, die nicht so stabil aussahen, als dass sie bei einem Beschleunigungsmanöver nicht ebenso zerdrückt würden.
Unnütze Gedankenspiele, dachte Paulie. Er konnte sehr gut auch ohne die Antworten weiterleben. Solange er noch genug Zeit bekam, um sich an den Posbis für den Tod seiner Jungchens zu rächen.
An einem angeflanschten Quader entdeckte Paulie eine Art Mannschleuse. Die Flügel waren in der Funktionsweise einer Kameralinse angeordnet. Er benötigte mehrere Minuten, bis er ein kleines Kästchen entdeckte, das offenbar als Notöffner Verwendung fand.
Er zog sein Multifunktionswerkzeug hervor und hielt es eine Weile unschlüssig vor den Notöffner. Dann versuchte er, es auf verschiedene Weise an den Notöffner anzuschließen, doch es wollte einfach nicht passen.
Als Paulie bereits so weit war, einfach den Handstrahler zu ziehen und ein Loch in die verdammte Tür zu brennen, drückte er auf eine Taste des Werkzeugs, die mit einem großen »A« gekennzeichnet war. Eine angenehme Frauenstimme ertönte direkt neben seinen Ohren. »Automatik an«, flüsterte sie.
Paulie erschrak heftig, ließ das Werkzeug los – und musste sich gleich darauf mit dem schmerzenden rechten Bein abstoßen, um es wieder einzufangen. Die fehlende Schwerkraft hatte dafür gesorgt, dass es nicht zu Boden fi el, sondern in die Richtung entschwebte, in die er es im Reflex gestoßen hatte.
Er schüttelte den Kopf, um die dumpfe Erschöpfung abzuschütteln, die ihn plagte. Er hielt das Werkzeug erneut vor das Kästchen und drückte auf die A-Taste. »Die Automatik ist immer noch an«, erklang erneut die Frauenstimme. »Wollen Sie die Automatik ausschalten, dann sagen Sie einfach Ja. Wollen Sie das Gerät weiter benutzen, dann sagen Sie ganz einfach Weiter.«
»Weiter«, brummte Paulie, der sich endlich gefangen hatte. Dies war nicht das erste Werkzeug, das er mittels Sprachsteuerung über Funk bedienen konnte. Doch es war Jahrzehnte her, seit er das letzte Mal ein solches in der Hand gehalten hatte. Und damals hatte er wohl auch nicht das Gefühl gehabt, eine riesige Last zu tragen, die ihm den Kopf und die Gedanken darin zerdrückte.
»Autoerkennung oder manuelle Erkennung der Aufgabenstellung?«, fragte die Dame.
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