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Java 6: Anwendungen programmieren - Von der GUI-Programmierung bis zur Datenbank-Anbindung
11 Exkurs: Nebenläufigkeit (S. 277-278)
In vielen Anwendungen müssen mehrere Aktivitäten nebeneinander ablaufen. Das Konzept der nebenläufigen Programmierung (concurrent programming) ermöglicht dies. Eine kurze theoretische und praktische Einführung gibt einen Einblick in die Möglichkeiten der nebenläufigen Programmierung:
»Zuerst die Theorie: Nebenläufigkeit durch Threads«, S. 277 , »Dann die Praxis: Threads in Java«, S. 279 Eine ausführliche Behandlung dieser Thematik erfolgt z. B. in [Zies04] (Buch und Online-Kurs). Beim Einsatz von Swing sind einige Besonderheiten zu beachten:
»Dann die Praxis: Swing und Nebenläufigkeit«, S. 284 11.1 Zuerst die Theorie: Nebenläu.gkeit durch Threads ** Nebenläufige Programme können sogenannte Threads starten, d. h. andere Methoden aufrufen, die selbstständig ablaufen. Der Aufrufer läuft selbst weiter. In vielen Anwendungen können dadurch quasi-parallele, unabhängige Aktivitäten nebeneinander ausgeführt werden. In fast allen bisherigen Beispielen startete eine Anwendung mit Ausführung der main-Methode und ein Appletmit Ausführung der init-Methode. Ausgehend von diesen Methoden wurden dann andere Operationen aufgerufen, d. h. Dienstleistungen der eigenen Klasse oder fremder Klassen in Anspruch genommen.
Charakteristisch für den Aufruf anderer Methoden war es, dass Aufruf – Warten – Weiterarbeiten die aufrufende Methode an der Aufrufstelle wartete, bis die aufgerufene Methode abgearbeitet war und die Kontrolle an die rufende Methode zurückgab, sodass die Abarbeitung hinter der Aufrufstelle der aufrufenden Methode fortgesetzt werden konnte. Erwartet die aufrufende Methode Ergebnisse von der gerufenen Methode, dann ist es sicher sinnvoll, dass die aufrufende Methode auf das Ergebnis wartet. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen die aufrufende Methode keine Ergebnisse erwartet und eigentlich nebenläufig zur aufgerufenen Operation weiterarbeiten könnte.
Man spricht von nebenläufig ablaufenden Aktivitäten, nicht von parallel ablaufenden Aktivitäten, da für parallele Aktivitäten mehr als ein Prozessor zur Verfügung stehen müsste. Laufen in einem Programm mehrere Aktivitäten nebenläufig ab, Thread dann bezeichnet man diese Aktivitäten als Threads. Das engli sche Wort Thread heißt wörtlich übersetzt »Faden«. Es soll damit angedeutet werden, dass die nebenläufigen Aktivitäten wie Fäden nebeneinander existieren. Die Abb. 11.1-1(in der Leseprobe nicht enthalten) ,veranschaulicht den Unterschied zwischen einem sequenziell ablaufenden Programm und einem Programm mit Threads. Vereinfacht kann man sich vorstellen, dass jeder Thread durch einen eigenen virtuellen Prozessor ausgeführt wird.
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