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Vom Glück, dankbar zu sein - Eine Anleitung für den Alltag

Vom Glück, dankbar zu sein - Eine Anleitung für den Alltag

von: Robert D. Emmons

Campus Verlag, 2008

ISBN: 9783593413617, 239 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 16,99 EUR

Ersparnis: 2,91 EUR

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Vom Glück, dankbar zu sein - Eine Anleitung für den Alltag


 

Dankbarkeit und die Seele (S. 94-95)

Wäre das Wort »Danke« das einzige Gebet, das Du je sprichst, so würde es genügen. (Meister Eckhart)

Gebannt verfolgten die amerikanische Nation und die ganze Welt am 19. November 1997 ein Drama, das sich in Des Moines, Iowa, im Methodist Medical Center abspielte. Bobby McCaughey aus Carlisle in Iowa hatte 30 Wochen ihrer Risikoschwangerschaft überstanden. Ihre Ärzte waren erstaunt, dass sie so lange durchgehalten hatte. Gegen sämtliche wissenschaftliche Chancen sollte nun die unwahrscheinlichste Entbindung stattfinden, die es je gegeben hatte.

Die Siebenlinge der McCaugheys kamen zur Welt. Nie zuvor hatte es Siebenlinge gegeben, die die Geburt allesamt überlebt hatten. Um 12.48 Uhr wurde das erste Kind, Kenneth Robert, geboren. Ein Mädchen, Alexis, folgte eine Minute später. In den darauf folgenden sechs Minuten entband die Mutter von den restlichen Babys, bis um 12.54 Uhr Joel, das siebte und letzte Baby, zur Welt kam. Der frischgebackene Vater, Kenny McCaughey, der als Verkäufer in einem Autohaus arbeitete, kam wenige Augenblicke später aus dem Kreißsaal. Nachdem er allen, die im Wartezimmer gewartet hatten, die gute Nachricht mitgeteilt hatte, weinte er vor Freude, und gemeinsam mit seiner Familie und seinen Freunden betete er zu Gott und dankte ihm für seine große Gnade.

Plötzlich waren die McCaugheys berühmt und gaben unzählige Interviews. Jeder wollte ihre Geschichte hören. Ihre Berichte strotzten nur so vor Begriffen wie Segen, Geschenk und Dankbarkeit. Während ich versuchte, mit meinem eigenen einzelnen neugeborenen Sohn klar zu kommen, lauschte ich voller Ehrfurcht und Staunen den Beschreibungen ihres neuen Lebens und ihrer neuen elterlichen Verantwortung. Ich war verblüfft, wie glücklich sie waren, obwohl sie nun von so vielen Menschen abhängig waren, und mit welch tiefer Überzeugung sie ihre Dankbarkeit all denen gegenüber zum Ausdruck brachten, die ihnen in den ersten Tagen und Wochen nach der Entbindung geholfen hatten. Hunderte von Freiwilligen unterstützten sie beim Windelnwechseln, brachten Mahlzeiten vorbei und fuhren die frischgebackenen Eltern zur Neugeborenen-Intensivstation und zurück. Wie konnten sie die Zeit finden, um all diese Bemühungen überhaupt anzuerkennen? In ihrer Kirche bildete man ein »Dankesbrief «-Komitee, das ihnen half, mehr als 4 000 Briefe zu schreiben, in denen sie sich für die Geschenke und für die Hilfe bedankten, die sie erhalten hatten.

Die Dankbarkeitsbekundungen der McCaugheys waren sehr bald Anlass zu heftiger Kontroverse. Einige waren verärgert, dass die Eltern die Entwicklung ihrer Familie einer göttlichen Macht zuschrieben. Für sie waren die Kinder ein Produkt von Hormongaben und damit ein reines Ergebnis der Wissenschaft. Andere wiederum beharrten darauf, dass die Babys angesichts der geringen Überlebenschancen, die sie gehabt hatten, tatsächlich ein Wunder und ein Geschenk Gottes waren. Besonders augenfällig ist in diesem Zusammenhang, dass die McCaugheys selbst keine Entweder-oder-Haltung bei der Verteilung ihres Danks für ihre frischgebackene Familie einnahmen. Obwohl sie das eindeutige Gefühl hatten, dass Gott bei der Schwangerschaft seine Hand mit im Spiel gehabt hatte, galt ihre Dankbarkeit genauso dem medizinischen Personal des Iowa Methodist Krankenhauses, das bei der Entbindung fast so etwas wie ein medizinisches Wunder vollbracht hatte. Ihr Dank erstreckte sich in viele Richtungen – sie dankten Gott, dem Krankenhauspersonal, ihrer Kirchengemeinde und vielen Fremden, die sie auf ihrem Weg getroffen hatten.