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Das Archaische Programm: Sie sind Zauberlehrlinge wider Willen – die Vergangenheit erwacht (Band Nummer 2464)

Das Archaische Programm: Sie sind Zauberlehrlinge wider Willen – die Vergangenheit erwacht (Band Nummer 2464)

von: Arndt Ellmer

Pabel-Moewig Verlag, 2008

ISBN: perh2464ebook, 55 Seiten

Format: PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

  • Mentale Revision: Sie leben im GESETZ-Geber – und sind metagenetisch programmiert (Band Nummer 2467)
    Attacke der Cypron (Band Nummer 2431)
    Geschöpf des Chaos: Ein Dual steht am Scheideweg – seine Entscheidung betrifft die Zukunft (Band Nummer 2445)
    Die Teletrans-Weiche (Band Nummer 2436)
    Vor der Finalen Schlacht: Tarquinas Untergang steht bevor – die Flotte der Feiglinge bricht auf (Band Nummer 2444)
    Die Nega-Cypron (Band Nummer 2435)
    Die Negane Stadt: In der Proto-Negasphäre - der Chaotarch wird erwartet (Band Nummer 2446)
    Die immaterielle Stadt (Band Nummer 2437)
  • Tage der Angst: Die Entscheidung für Tare-Scharm – riesige Raumflotten ziehen ins Gefecht (Band Nummer 2448)
    Das Stardust-System (Band Nummer 2438)
    Warten auf Xrayn Einsatz für Generalin Kamuko – die Stunde der Mutanten (Band Nummer 2447)
    Menschen für Stardust (Band Nummer 2439)
    Evolux: Die JULES VERNE materialisiert – und die Weiße Welt wird erreicht (Band Nummer 2450)
    Armee der Schatten (Band Nummer 2440)
    Die Finale Schlacht: Die JULES VERNE am Ereignishorizont – die Retroversion ist in Sichtweite (Band Nummer 2449)
    KOLTOROCS Kinder: Der ewige Krieg – und Leben ohne Ende (Band Nummer 2468)
 

Mehr zum Inhalt

Das Archaische Programm: Sie sind Zauberlehrlinge wider Willen – die Vergangenheit erwacht (Band Nummer 2464)


 

5. (S. 32-33)

Die fünfte Halle, der fünfte Fund, die anderen vierzig Säle hatten sich als leer erwiesen. Zweimal hatten sie sich entschieden, den Weckvorgang einzuleiten. In beiden Fällen waren alle vermeintlichen Schläfer schon tot gewesen.

Jetzt starrte Mondra erneut die reglosen Gestalten an. Sie gehörten zu einem Volk von eineinhalb Meter gro-ßen Nagern und ähnelten ein wenig terranischen Bibern, worauf vor allem der Kopf mit den beiden stark ausgeprägten Nagezähnen und der lange Schwanz mit der platten Spitze hindeuteten.

Telar Ipthaal ging im Eilschritt zwischen den Reihen entlang. »Ich kann keine auffälligen Merkmale entdecken. Das sind Lebewesen wie jedes andere.«

»Vor allem liegen sie vermutlich genauso lange wie die augenlosen Humanoiden«, sagte Mondra. »Wir verzichten aufs Wecken. Das Risiko ist zu groß.«

»Und wenn sie widerstandsfähiger sind?«

»Wir lassen es. Es hat schon genug Tote gegeben.«

»Aber wenn sie schon tot sind, sind wir doch nicht schuld«, wagte Ipthaal Widerspruch. »Ende der Diskussion.«

Verstanden sie denn nicht? Selbst wenn sich jedes Mal im Nachhinein herausstellte, dass diese Kreaturen schon seit Langem tot waren, blieb doch ein schaler Geschmack im Mund. Selber dazu beizutragen, dass andere Intelligenzen zu Staub zerfi elen, kostete nicht nur Mondra große Überwindung. Zudem konnten sie mangels Kenntnis der Systemfunktionalität ein Mitverschulden nie vollständig ausschließen.

Sie schickte die Bewaffneten und Mediker einschließlich ihrer Roboter zurück in die JULES VERNE. Dort wurden sie dringender gebraucht.

Dann schaltete sie ihr Funkgerät auf größtmögliche Reichweite und kommunizierte mit den anderen Gruppen. Gucky stimmte ihr sofort zu, Icho Tolot erst nach einigem Zögern. Schließlich sah er aber ihre Argumente ein.

»Eure Gruppe hat die meisten Erfahrungen damit«, grollte es aus Mondras Helmempfänger. »Wir richten uns nach euch.«

Sie setzten ihren Weg fort. Wieder fanden sie leere Säle, wanderten stundenlang durch Etagen und Ebenen des Sektors, suchten nach Spuren und fanden keine. Ein paarmal stießen sie auf Fusseln und Restwärmespuren, die sie selbst hinterlassen hatten. Nach und nach stellte sich Frust ein. Vizquegatomi verlor die Lust am Teleportieren und lieferte sich mit Limbox ein paar Wortgefechte und Krallenschlagen. Danach versanken die beiden in dumpfes Brüten und folgten der Gruppe mit gesenkten Köpfen. Nur Pothawk teleportierte weiter, erkundete die Räume links und rechts ihres Weges, bis er erschöpft innehielt.

Mondra blieb schließlich an einer Schleusenverbindung zwischen zwei Sektoren stehen und warf einen Blick auf ihr integriertes Armband. Der 3. Juli 1347 NGZ war inzwischen zwölf Stunden alt. Sie konnten durchaus noch hundert Jahre durch die Korridore irren, ehe sie etwas fanden, was für die Expedition von Bedeutung war. Und dann liefen sie Gefahr, dass sie etwas fanden und seinen Wert nicht erkannten.

»Wir brauchen einen Scout, egal ob Lebewesen oder Roboter«, sagte sie. »Ein Kasten zum Umhängen reicht auch. Hauptsache, er ist in der Lage, uns Auskunft zu geben.« Hier tat sich schon das nächste Problem auf. Außer den Robotern in der Lenkzentrale hatten sie bisher keine bewegliche Maschine gefunden. Funkanfragen an das Steuergehirn wurden zwar weitergeleitet, landeten aber immer bei Rhodan, Daellian oder Varantir. Dennoch war Mondra Diamond nicht bereit aufzugeben. Wieder wechselten sie die Ebene, näherten sich der Oberfl äche des GESETZ-Gebers bis auf einen Kilometer. Wieder war es eine Infrarotspur, allerdings von einer Intensität, die alle Spürgeräte gleichermaßen ausschlagen ließ. Die Männer und Frauen bildeten einen Kreis und musterten gemeinsam die Anzeigen.

»Das waren wir«, sagte Terenako Ardibi.

Mondra schüttelte den Kopf. Sie wirkte wie elektirsiert. »Wir waren noch nie hier. Außerdem sind die Abdrücke zu breit gefächert. Die Gruppe, die hier entlangging, war mindestens dreimal so groß.«