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Die Hure von Wilmersdorf

Die Hure von Wilmersdorf

von: Markus Kamphoff

Club der Sinne, 2008

ISBN: clubdsin10005, 16 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 3,99 EUR

  • Claires Traum oder Die Kunst der Erziehung
    Exotische Partner - Erotische Abenteuer und Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Hautfarben
    Verlangen
    Sex am Arbeitsplatz
    Sam Bullock - Der Club Erotika
    Swingerclub - Schmutzige Geschichten von Luststeigerung und Partnertausch im Pärchenclub
    Die falsche Domina
    Die Herrin
  • Palazzo der Lüste
    Die gelehrige Schülerin
    Seidene Küsse - Erotische Geschichten
    Like a Black Rose - Autobiographie einer Domina
    BDSM-Geschichten: Dominante Meister und die Züchtigung, Unterwerfung und sinnliche Qual ihrer sündigen devoten Sklavinnen
    Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft (Autobiografie)
    Die Schreibblockade
    Köstliche Schlampe
 

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Die Hure von Wilmersdorf


 

„Und vergiß nicht, ich bestehe auf Pünktlichkeit!“, waren Lady Angelas letzte Worte, bevor das Gespräch beendet war.
Die Abteilungsleitersitzung war fast zu Ende gewesen, als meine Sekretärin, die üblicherweise eine Konferenz nicht zu stören wagt, mich ans Telefon gerufen hatte. Lady Angela! Das Herz blieb mir stehen. Hatte ich ihr tatsächlich meine Dienstnummer gegeben? Das Blut schoß mir in den Kopf. Ihre Anforderung war knapp und deutlich. Jetzt stand ich da und sann auf eine Ausrede, um das Büro zu verlassen.
„Ich muß los“, raunzte ich meine irritiert wirkende Mitarbeiterin an. Schon griff sie hinter sich nach einem Ordner, um mir noch schnell einige Unterschriften für eilbedürftige Schreiben abzutrotzen.
„Jetzt nicht, morgen früh“, bellte ich und war schon aus der Tür.

Der Türsummer rasselte und riß mich aus den Gedanken. Zu schnell war ich durch die City gerast und wollte mich doch einstimmen auf Lady Angela. Noch nie hatte sie mich zu Bürozeiten angerufen und mich zu sich befohlen. Mein Gott, was hatte dies zu bedeuten? Mein Fahrstil muß fürchterlich gewesen sein, in Gedanken war ich noch bei Umsatzzahlen, Einstellungsvoraussetzungen und Produkteinführungsterminen, immer wieder ein erschrecktes Hupen hinter oder neben mir riet mir acht zu geben. Seit ich Lady Angela bei einer Modenschau für bizarres Outfit kennen gelernt und erfahren hatte, dass sie ein kleines, privates SM-Studio betreibt, war ich einige Male ihr devoter Gast gewesen. Daraus, aus den anschließenden Gesprächen, war zwischenzeitlich eine kleine Freundschaft entstanden, die es mir erlaubte, bei meinen Besuchen schon einmal den ein oder anderen Wunsch zu äußern. Lady Angelas strenge Forderungen und ihr ansonsten freundlicher und humorvoller Umgang mit mir waren mir sehr zu Herzen gegangen. Aufgrund Ihres letztendlich distanzierten Verhaltens resultierte daraus ein beidseitig stilvoller Umgang miteinander, der niemals mehr in eine plumpe Vertraulichkeit abrutschen könnte. Daß sie meine Telefonnummer hatte, ergab sich irgendwann daraus, dass wir uns kurzfristig absprechen mussten und ich auch für sie – zur Not! – erreichbar sein wollte.Was war geschehen? Ihr Ton war freundlich und verlockend gewesen. Kein Anlaß für eine unliebsame Überraschung. Aber daß sie mich von der Arbeit weglockte, das musste doch eine besondere Bedeutung haben? Ich war nervös. Kurzatmig hatte ich das Auto in eine viel zu enge Parklücke manövriert. Mußte mich aus knappster Türöffnung heraus mit meinem teuren Mantel am schmutzigen Blech der eng stehenden Autos entlang scheuern. Jetzt stand ich heftig atmend an der Tür, die mich mit diesem aufschreckenden Brummen in die Gegenwart zurückholte, durch mein drängelndes Körpergewicht nachgab und den Weg frei. Durch den Hof in den Seitenflügel, zwei, drei, vier Stufen, dann stand ich vor Lady Angelas Tür...