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„Die Geschichte ist sehr traurig", bemerkte Nadja tief bewegt und versuchte, den Schauer zu unterdrücken, den der Lord mit der Geschichte in ihr hervorgerufen hatte.
Eine kleine Träne hing in ihrem Auge, als sie auf das Gemälde zutrat. Sie stützte sich mit den Unterarmen auf einem breiten, Schulter hohen Sockel ab, der sich davor befand, und legte ihren Kopf in ihre Hände, um das Gemälde aus der Nähe zu betrachten.
Dem Lord, der sie weiterhin aufmerksam beobachtet hatte, waren Nadjas Faszination und das Wechselspiel an Gefühlen auf ihrem Gesicht nicht entgangen. Er strich mit seinen Händen über ihre Schultern und liebkoste schließlich ihren gesamten freien Rücken. Sie war ihm dankbar für seine tröstenden Berührungen und ließ ihn gewähren. Ein erneuter Schauer überlief sie, als er sanft ihre Seiten streichelte und begann, ihren Nacken zu küssen.
"Komm dreh dich um, süßes Einhorn, ich habe die Sub schon damals in dir erkannt, als du noch wild und unnahbar warst...", hauchte er ihr ins Ohr.
Nadja stutzte. Und plötzlich wusste sie, warum er ihr so vertraut vorkam, nun erkannte sie endlich auch die Stimme des Mannes, der ihr damals als Kunde in dieser einen unvergesslichen Nacht unbeschreibliche Lust beschert hatte. Sie zögerte keine Sekunde, sich ihm zuzuwenden.
Doch schreckte sie zusammen, als sie nicht nur dem Lord gegenüberstand. Von ihr unbemerkt waren zwei weitere Männer ins Zimmer getreten, die wie der Lord mit schwarzen Masken ihre Gesichter verhüllt hatten.
Und obwohl alle drei Männer sie anlächelten, hatte sie nur den Gedanken an Flucht, war dieses Lächeln doch keineswegs beruhigend sondern das von grausamen Jägern, die ihre Beute eingekreist hatten.
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