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PERRY RHODAN-Action: Die gläsernen Kinder: Sie tragen Hellquarze – und werden zu Gesandten der Opulu (Band Nummer 19)

PERRY RHODAN-Action: Die gläsernen Kinder: Sie tragen Hellquarze – und werden zu Gesandten der Opulu (Band Nummer 19)

von: Christian Montillon

Pabel-Moewig Verlag, 2008

ISBN: perprac19book, 68 Seiten

Format: PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

Mehr zum Inhalt

PERRY RHODAN-Action: Die gläsernen Kinder: Sie tragen Hellquarze – und werden zu Gesandten der Opulu (Band Nummer 19)


 

8. Betty Toufry:
Emanzipation
(S. 34)

»Zu spät?«

Liarrs Stimme füllte auch den letzten Winkel des Besprechungsraumes aus. In diesen Sekunden verströmte sie ein Charisma, das Betty klarmachte, warum sie eine solch bedeutende Stellung in ihrem Volk einnahm. »Ich bin nicht bereit, das zu akzeptieren!«

Tanisha Khabirs Gesicht blieb völlig unbewegt, als sie sich erhob, die Ultima fi xierte und auf sie zuging. »Dir wird nichts anderes übrig bleiben.«

Liarrs Hand legte sich auf den Griff eines Strahlers, den sie in einem Holster trug, verborgen unter dem streng geschnittenen Oberteil ihrer Kleidung.

Betty fi ng Gedanken voll hilfl osem Zorn und gleichzeitig voll Angst auf: Wenn wir den Mond zerstören, werden die Bruchstücke auf Ekhas stürzen und den halben Planeten verwüsten.

Die Ultima war sich also der Leere ihrer Drohungen bewusst. Sie konnte den Angriff auf die sich nähernden Monde nicht befehlen, solange ein Opulu so dicht über Ekhas stand, dass die Übelkeit, die seine Präsenz auslöste, immer stärker wurde. Ihre Situation war aussichtslos.

»Es gibt eine Lösung dieses Konfl ikts«, sagte Betty. »Für beide Seiten.« Sie schämte sich für diese Worte, denn momentan waren sie nicht mehr und nicht weniger als eine Lüge – zumindest aus ihrer Perspektive. Sie kannte diese angebliche Lösung nicht.

Doch was hätte sie sonst sagen sollen?

Sie konnte nicht tatenlos zusehen, musste Zeit gewinnen und darauf hoffen, dass irgendetwas Unvorhergesehenes geschah – auf welchem Weg auch immer. Es durfte nicht zur Katastrophe kommen!

Insgesamt acht Opulu, die ihre Todesstrahlung auf Ekhas emittierten?

Eine Raumfl otte, die in eine brutale, aussichtslose Schlacht zog, bei der ein Sieg in letzter Konsequenz nur den eigenen Untergang bedeutete, weil riesige Bruchstücke der Opulu auf den Planeten niedergehen würden?

Der Untergang eines ganzen Planetensystems?

Betty musste einen Weg fi nden, all das zu verhindern.

Sie empfi ng plötzlich wieder die Gedanken der wahren Tanisha, umgeben von Tod, Dunkelheit und lähmender Kälte: Betty!

Tu etwas, Tanisha! Sag dem Opulu, dass all das nicht nötig ist!

Ich kann es nicht. Er hört mich nicht.

Dann werden wir wenigstens dich befreien, Tanisha. Wir jagen ihn aus deinem Körper, und dann sehen wir weiter.

Wie soll das gehen?

Abermals wusste Betty keine Antwort, und zu allem Überfl uss riss der Kontakt zu dem Mädchen ab.

Perry Rhodan, dachte die Telepathin und Telekinetin. Wenn er ihr nur zur Seite stehen könnte! Zwar war auch er kein strahlender Held, der in jeder Situation den richtigen Ausweg fand, aber ...

... aber es wäre unendlich erleichternd gewesen, ihm die Verantwortung für ein ganzes Volk auferlegen zu können. Im Stillen wünschte sich Betty, sie wäre nie in diese entsetzliche Serie von Abenteuern hineingezogen worden, wäre nie dem Mutantenkorps beigetreten, der vielleicht schlagkräftigsten Truppe, die Terra zu bieten hatte.

Aber sie war es, und nun musste sie sich der Verantwortung stellen.