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Teil B Grundlagen (S. 29-30)
1 Informationsmanagement
1.1 Überblick
Das Informationsmanagement setzt sich aus den Begriffen Information und Management zusammen. Zunächst wird deshalb der sehr unterschiedlich verwendete Informationsbegriff geklärt und gegenüber den nahe verwandten Termini Daten und Wissen abgegrenzt. Es folgt danach eine Erörterung des Managementbegriffs, welcher sich eine Auseinandersetzung mit dem Begriff des Informationsmanagements anschliesst. Ferner findet eine Abgrenzung zwischen dem Informationsmanagement und dem immer wichtiger werdenden Wissensmanagement statt. Bevor ein eigener Ansatz des Informationsmanagements vorgestellt wird, findet eine Besprechung grundlegender Ansätze aus der Literatur statt.
1.2 Begriff «Information»
1.2.1 Definition
Wenn von der Aufgabe des Informationsmanagements gesprochen wird, dann besteht diese dem Wortlaut nach darin, die Information zu managen. Es empfiehlt sich deshalb zunächst einmal den Begriff der Information zu klären. Nachfolgend wird der Begriff der Information aus verschiedenen Betrachtungsweisen erläutert und danach eine für diese Arbeit sinnvolle Definition des Informationsbegriffes abgeleitet.
• Information in der Informationstheorie: In der Informationstheorie wird der Begriff der Information als Masseinheit verwendet. Diese Masseinheit wird Informationsgehalt genannt und bezeichnet die minimale Länge, welche ein Zeichen bzw. eine Nachricht haben kann. Die Informationstheorie baut auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf. Zeichen, die selten auftreten, haben einen hohen Informationsgehalt, häufige Zeichen einen kleinen Informationsgehalt. Der Infor matíonsgehalt I eines Zeichens berechnet sich wie folgt (wobei p die Auftretenswahrscheinlichkeit des Zeichens bezeichnet):
I = log 2 1:p
• Information in der Umgangssprache: Umgangssprachlich wird unter Information eine Nachricht22 verstanden, die einerseits einen Neuigkeitswert und andererseits eine bestimmte Bedeutung für den Empfänger besitzt. Die Nachricht wird erst durch die Interpretation eines Menschen zur Information. Davenport und Prusak charakterisieren in diesem Sinn Informationen als «Daten, die etwas bewirken ».
• Information als zweckorientiertes25 (handlungsrelevantes) Wissen: «Information ist handlungsbestimmendes Wissen über historische, gegenwärtige und zukünftige Zustände der Wirklichkeit und Vorgänge in der Wirklichkeit». Demnach stellt Information «Wissen in Aktion»27 dar und ist als mitgeteilter bzw. aufgenommener Wissensbestandteil anzusehen. «Die Vernetzung von Information ermöglicht deren Nutzung in einem bestimmten Handlungsfeld, welches als Wissen bezeichnet werden kann.»
• Information als Produktionsfaktor / Ressource: Volkswirtschaftlich gesehen tritt die Information neben Arbeit, Kapital und Boden gleichberechtigt als vierter Produktionsfaktor auf. Die Betriebswirtschaftslehre bezeichnet alle Elemente, die im betrieblichen Leistungserstellungsprozess miteinander kombiniert werden als Produktionsfaktoren. Die Information stellt aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Inputfaktor bzw. eine Ressource dar.
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