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Einführung in die Statistik - Analyse und Modellierung von Daten (Oldenbourg Lehr- und Handbücher der Statistik)

Einführung in die Statistik - Analyse und Modellierung von Daten (Oldenbourg Lehr- und Handbücher der Statistik)

von: Rainer Schlittgen

Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, 2008

ISBN: 9783486587746, 545 Seiten

11. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 26,80 EUR

Ersparnis: 3,00 EUR

  • Statistische Grafiken mit Excel
    30 Minuten zur Bewältigung der Informationsflut
    Handbuch Lernstrategien
    Statistik mit Excel
    Wissens- und Informationsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen
    Didaktische Modelle
    Informationsmanagement
    Besser organisieren - 99 wirksame Tipps für mehr Überblick im Büro. Office- und Selbstmanagement von Ablage bis Zeitplanung
  • Handbuch Bildungscontrolling - Steuerung von Bildungsprozessen in Unternehmen und Bildungsinstitutionen

     

     

     

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Einführung in die Statistik - Analyse und Modellierung von Daten (Oldenbourg Lehr- und Handbücher der Statistik)


 

1 Statistische Daten (S. 1-2)
Wir beschäftigen uns in diesem Buch mit verschiedenen Ansätzen zur Aufbereitung und Auswertung von statistischen Daten. Auf die vielfältigen praktischen Fragen der Datengewinnung gehen wir dabei nicht ein. In einem kurzen Abschnitt über die Erhebungsarten sollen lediglich einige Begriffe bereitgestellt werden, welche für das Weitere relevant sind. Daten sind auf geeignete Weise ermittelte Zahlen. Diesen ist an sichnicht anzusehen, was sie bedeuten. Mit dem Konzept der statistischen Variablen können Daten aber einfach mit ihrem Inhalt verbunden werden. Auch die Frage, welche Zahlenmanipulationen sinnvoll sind, können wir mittels der Variablen untersuchen.

1.1 Erhebungen
1.1.1 Problemstellung
Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland werden durch zahlreiche Einflussfaktoren bestimmt. Sie weisen dementsprechend mehr oder weniger starke Schwankungen auf, wenn sie nach verschiedenen Gesichtspunkten, z. B. nach Wirtschaftszweigen und dem Alter, untergliedert werden. Die Kenntnis dieser Gehalts- und Lohnstruktur ist für verschiedene Gruppen der Gesellschaft von Interesse. Dabei führen die unterschiedlichen Interessen auch zu bestimmten Wertungen einer Lohn- und Gehaltsstruktur.

Zum Beispiel werden bei der Interpretation durch Gewerkschaften in starkem Maße soziale Gesichtspunkte einfließen, während die Unternehmer den Lohn als Preis für die Ware Arbeitskraft, als Kostenfaktor, unter Optimalitätsgesichtspunkten, als Motor für die Mobilität der Arbeiter usw. ansehen und unter diesen Gesichtspunkten auch die Lohnstruktur diskutieren werden. Angaben für einzelne Arbeitnehmer werden in der Verdienststrukturerhebung erfasst. Sie wird als Sondererhebung in vierjähriger Periodizität durchgeführt. Erfasst werden Einzelangaben der Beschäftigten sowie Verdienste und die wichtigsten den Verdienst beeinflussenden Merkmale, wie z. B. Alter, Ausbildungsstand, Unternehmensgröße und Zugehörigkeit. Damit ergibt sich die Möglichkeit, deren Einfluss auf das Verdienstniveau abzuschätzen. Diese Erhebung umfasst die Merkmale einer in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchzuführenden Verdienststrukturerhebung, für ihre Hauptergebnisse stehen daher Vergleichswerte für die gesamte Europäische Union zur Verfügung.

1.1.2 Begriffsbildungen
Wie bei der Verdienststrukturerhebung richtet sich das Augenmerk der statistisch Arbeitenden darauf, Strukturen und Gesetzmäßigkeiten in Datensätzen zu finden und zu beschreiben, kurz, sie statistisch zu analysieren. Datensätze sind Ansammlungen gleichartiger Daten, den in Zahlenform festgehaltenen Ergebnissen von Befragungen, Beobachtungen oder Experimenten. Die Verdienststrukturerhebung ist ein Beispiel für eine Befragung. Um gleichartige Daten zu erhalten, die sinnvoll statistisch analysiert werden können, müssen die Randbedingungen sowie die einzelnen Schritte der Befragung bekannt sein und unter Kontrolle stehen.

Das erste wichtige Moment der Befragung ist die Festlegung der Grundgesamtheit oder Population. Die Grundgesamtheit besteht aus allen Untersuchungseinheiten, die prinzipiell befragt werden könnten. Bei der Verdienststrukturerhebung z. B. besteht die Grundgesamtheit aus allen Arbeitnehmern in der Industrie, im Groß- und Einzelhandel sowie im Bank- und Versicherungsgewerbe. Zur genaueren Bestimmung der Grundgesamtheit sind noch die Zeit festzulegen, an dem die Arbeitnehmer beschäftigt sein sollten, und eine geographische Abgrenzung vorzunehmen. Die Verdienststrukturerhebung 2006 erfasste alle Arbeitnehmer, die Anfang 2007 eine Beschäftigung in einem der genannten Bereiche hatten, sofern die Betriebe in der Bundesrepublik lagen. Werden von allen Untersuchungseinheiten dieser Grundgesamtheit die gewünschten Angaben festgestellt, so handelt es sich um eine Totalerhebung. Bei einer Teilerhebung oder Stichprobebeschränkt man sich dagegen auf die Erhebung der Angaben eines Teils der Grundgesamtheit. Die in die Stichprobe gelangenden Untersuchungseinheiten werden dann als Erhebungseinheiten bezeichnet.