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Warum sich der Löffel biegt und die Madonna weint - Übersinnliche Phänomene und ihre irdischen Erklärungen

Warum sich der Löffel biegt und die Madonna weint - Übersinnliche Phänomene und ihre irdischen Erklärungen

von: Ingo Kugenbuch

Humboldt, 2008

ISBN: 9783869109077, 168 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 9,99 EUR

Ersparnis: 2,91 EUR

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    Heilpraktiker Kompaktwissen pocket
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    Autogenes Training
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    Handbuch Reflextherapie
    RELi + wir. Werkbuch - Schuljahr 5 - 6 - 7
    Thucydides - a violent teacher? - History and its representations
 

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Warum sich der Löffel biegt und die Madonna weint - Übersinnliche Phänomene und ihre irdischen Erklärungen


 

Blut und Tränen – Warum weint die Madonna? (S. 106-107)

Eigentlich hatte auch er nicht an ein Wunder geglaubt. Aber dann „habe ich dieses Weinen festgestellt, als ich die Statue in meinen Händen hielt", sagt Bischof Girolamo Grillo in die Fernsehkamera. „Was mir sehr zu denken gab, denn ich war von Anfang an sehr skeptisch gewesen. Fast verfolgerisch hatte ich die Familie zuvor zur Rechenschaft gezogen. Ich war überzeugt, dass es sich um einen Betrug handeln musste." Dass die Madonnina, die kleine Madonna, dann ausgerechnet in seinen Armen wieder weinte, versetzte ihm einen Schock, sagt der Bischof – und ließ auch ihn an das Wunder glauben.

Jessica Gregori hatte als erste die blutigen Tränen der Madonna gesehen. Das war im Februar 1995. Jessica war damals gerade fünf Jahre alt – nicht eben das Idealalter für einen glaubwürdigen Zeugen. Trotzdem ist das kleine italienische Hafenstädtchen Civitavecchia durch die Tränen der Madonnina zum heimlichen Wallfahrtsort geworden. Und Jessica schildert ihr Erlebnis immer wieder brav für die Fernsehkameras – allein 92-mal am zehnten Jahrestag der Erscheinung: „Die Madonna war 16 Jahre alt, sie hatte kastanienfarbenes, gewelltes Haar, bedeckt durch einen hellblauen Umhang. Sie trug ein weißes Kleid mit einer Kordel, und in der linken Hand hielt sie einen Rosenkranz." Und aus den Augen der kleinen Gipsmadonna – einem Mitbringsel der Familie Gregori aus dem bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje – quollen blutige Tränen.

Durch eine Untersuchung der roten Tropfen stellten die Behörden dreierlei fest: Die Gipsfigur ist nicht hohl, die Tränen sind tatsächlich aus Blut, und dieses Blut, so zeigte die DNS-Analyse, stammt von einem Mann. Letzteres hält die katholische Kirche freilich nicht davon ab, an ein Wunder zu glauben: „Die Madonna von Civitavecchia wird noch Großes bewirken", zitieren zahlreiche Zeitungen gar Papst Benedikt XVI. Blutreliquien Tränen vergießende Madonnen sind nicht eben selten und auch nicht auf Italien beschränkt – wenngleich allein rund um Neapel an die 200 Blutreliquien registriert sind. Aber selbst im fernen Australien weint regelmäßig eine 70 Zentimeter große Marienstatue. Allerdings handelt es sich bei den Tränen der Madonna von Rockingham nicht um Blut, sondern um eine Mischung aus Olivenöl und Rosenöl, wie eine von der Erzdiözese in Auftrag gegebene Untersuchung ergeben haben soll.

Tränen vergoss auch eine Statue im bayerischen Heroldsbach. In das fromme oberfränkische Dorf strömen die Pilger in Scharen. Schon nach dem 2. Weltkrieg wurde hier von Massenvisionen berichtet. Eine Birke soll heiliges Blut ausgeschwitzt haben, ein geschnitzter Jesus weinte. Als Pater Dietrich von Stockhausen, der Leiter der Gebetsstätte, den Holz-Jesus daraufhin in seine Obhut nahm, versiegten die Tränen jäh – und er fand verräterische Pipetten in einem Mülleimer.

Die katholische Kirche steht den Heroldsbacher Wundern skeptisch gegenüber. In den 1950er Jahren wurde exkommuniziert, wer dorthin pilgerte. Heute wird die Gebetsstätte immerhin geduldet – ein offizieller Wallfahrtsort ist Heroldsbach dennoch nicht. Eines der bekanntesten Blutwunder der Welt ist dreimal jährlich im Dom von Neapel zu bestaunen. Dort bewahrt man in Ampullen das angeblich geronnene Blut des Heiligen Januarius, des 305 gestorbenen Bischofs von Neapel. Und regelmäßig wird diese Hinterlassenschaft vor den Augen der Gläubigen flüssig – am Todestag des Heiligen am 19. September, zum Fest der Translation am 1. Mai und am 16. Dezem ber, dem Gedächtnistag der Warnung vor dem Vesuvausbruch im Jahr 1631. Ähnliches geschieht auch mit den Blutreliquien des Heiligen Pantaleon in Madrid und des Heiligen Lorenz im italienischen Amaseno.