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1 x 1 der Kartenspiele - Bridge, Skat und Schafkopf. Glücks- und Familienspiele. Patiencen, Kartentricks u.v.m.
Mit Geduld und einer guten Karte (S. 96-97)
Patiencen
Das Patiencespiel (patience = franz. Geduld) stammt aus Frankreich. Es ist das Kartengeduldspiel, das hohe Aufmerksamkeit erfordert. Es schult das Denkvermögen, fördert die Kombinationsfähigkeit, entspannt und beruhigt zugleich.
Es gibt verschiedene Spielarten:
Mit zwei Kartenspielen zu je 52 Blatt lassen sich alle Spiele von 32 – 104 Blatt legen. 32 Karten hat ein Spiel, dessen Familien nur aus je acht Karten bestehen, und zwar von Sieben bis Ass. 52 Karten hat ein vollständiges Spiel mit 13 Karten innerhalb jeder Familie. Familien nennt man alle Karten derselben Farbe. Das sind nach steigendem Wert geordnet: Ass (Eins), Zwei, Drei, Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König. Ein Spiel hat vier Farben: Kreuz – Pik – Herz – Karo. Ziel: Die meisten Patiencen verfolgen das Ziel, auf den Grundkarten nach steigendem oder fallendem Wert Familien oder Stämme = Teilfamilien aufzubauen. Grundkarten sind Karten, auf denen aufgebaut wird. Im Allgemeinen ist Ass die Grundkarte. In der Regel wird farbgerecht aufgebaut.
Das geschieht dann, wenn die Karten der Farbe der Grundkarte folgen. Spiel: Die gut gemischten, ungeordneten Karten werden in ei ne bestimmte Figur ausgelegt und nach einer Spielvorschrift geordnet. Bei jeder Patience wird zunächst mit den Karten der aufgelegten Figur gespielt, wenn dies möglich ist. Erst dann be - ginnt das Aufdecken und Durchspielen des Talons. Der Talon ist der nach dem Auslegen der Figur in der Hand verbliebene Kartenpack, mit dem weitergespielt wird.
Er wird verdeckt auf den Tisch gelegt. Nach Spielanweisung werden die Karten einzeln gewendet und nach Vorschrift an- oder ausgelegt. Besteht für eine Karte keine Verwendungsmöglichkeit, so wird sie offen neben den Talon gelegt. Diese Karten bilden den offenen Stapel. Eine Patience ist beendet, wenn sie aufgegangen ist, wenn alle Karten und Paare geordnet sind und zum Schluss keine Karte mehr übrig bleibt. Die Patience ist vorwiegend ein Spiel für Einzelpersonen, es gibt aber auch Patiencen für zwei Spieler (siehe z. B. „Zankpatience", S. 100). Einfache Patiencen
Die Harfe
2 Spiele zu je 52 Karten Die Karten werden gut gemischt und ausgelegt. In die erste Reihe legen Sie neun verdeckte Karten. Die 10. Karte legen Sie offen daneben. Unter diese Reihe kommt eine zweite Reihe zu acht verdeckten Karten, daneben eine offene neunte Karte. Da runter geben Sie eine Reihe mit sieben verdeckten und einer offenen achten Karte usw., bis in der zehnten Reihe nur eine offene Karte liegt. Achten Sie beim Auslegen darauf, dass jede Reihe die vorhergehende halb überdeckt und treppenförmig abgestuft, einer Harfe gleichend, auf dem Tisch liegt. Auf den während des Spiels erscheinenden Assen sollen in aufsteigender Ordnung Familien aufgebaut werden, z. B. auf Pik-Ass: Pik-Zwei, auf Herz-Ass: Herz-Zwei usw.
Sie legen daher Asse, die Sie aufdecken, in einer waagrechten Reihe über aus. An die offenen Karten der Harfe darf ebenfalls angelegt werden, und zwar in fallender Folge und Rot-Schwarz im Wechsel. Wird durch das Umlegen eine verdeckte Karte frei, so wird sie umgeschlagen, d. h. gewendet. Die Harfe soll möglichst bald abgebaut werden, um neue Auslegemöglichkeiten und vor allem die noch fehlenden Asse zu bekommen. Der Talon darf nur einmal umgeschlagen werden, doch dürfen Sie die jeweils oberste Karte des als unbrauchbar abgelegten Kartenpacks verwenden. Gelingt es, alle Familien auf den Assen aufzubauen, ist die Patience gelungen.
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