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PERRY RHODAN-Action: Die Puppe Tanisha: Die Opulu im Dämmerzustand – neues Leben soll entstehen (Band Nummer 21)
2. Us and Them (S. 13-14)
»Wie dumm von dir, dich mir in den Weg zu stellen.« Lok-Aurazin gab sich keine Mühe, seinen Triumph zu verbergen. Er lachte, und sein Gelächter war das Echo seiner Macht, das von den Wänden der Zentrale zurückgeworfen wurde. »Hast du wirklich geglaubt, mich aufhalten zu können?«
Mit einem mächtigen Schlag fegte er den Gladiatorsklaven von den Beinen. Es war ein beiläufi ger Akt, so überlegen und maßlos war die Kraft, die aus ihm strömte. Nach all den Rückschlägen hatte er begonnen, an sich zu zweifeln. Zu Unrecht, wie sich nun zeigte.
Die Erfolge, die der verhasste Perry Rhodan gegen ihn erzielt hatte, erwiesen sich als von kurzer Dauer. Bald schon waren sie bedeutungslos, denn der Terraner würde mit Ekhas und dem gesamten Sonnensystem untergehen.
»Du kennst ... mich nicht.« Der Lok-Aurazin um mehr als Haupteslänge überragende Gladiatorsklave, durchtrainiert und von Muskelbündeln geprägt, stemmte sich auf die Ellbogen und versuchte sich aufzurichten.
»Ich weiß einiges über dich, Rettkal. Über dich und deinen Vater. Eure überhebliche Ultima war lange genug in meiner Gewalt. Sie hat ein paar Dinge preisgegeben, obwohl sie sich dagegen sträubte. Du wurdest zum Kampf erzogen und gibst nicht auf. Du ergreifst deine Chance, wenn man dich lässt.«
Erneutes Lachen begleitete den nächsten Schlag Lok-Aurazins, der den Ekhoniden endgültig zu Boden schickte. »Doch ich lasse dich nicht.«
Rettkal sackte in sich zusammen. Dank der Hellquarze musste der Magadone nur einen Bruchteil seiner Geisteskräfte aufwenden, um die Kontrolle über seinen Gefangenen zu erlangen. Auf unsichtbare Weise fi xierte er ihn am Boden und legte einen Druck auf seinen Brustkorb, der einen Terraner oder Arkoniden sofort in den Tiefschlaf geschickt hätte. Nicht so den Ekhoniden, dessen Körper sich gegen die Belastung stemmte.
»Ich werde dich töten«, keuchte Rettkal mit verdrehten Augen. »Ich werde dich töten für das, was du Liarr angetan hast.«
»Du wirst gar nichts tun außer sterben, sobald der richtige Moment gekommen ist. Dazu wurdest du doch ohnehin ausgebildet.« Lok-Aurazin lachte vergnügt. Er nahm die Waffe seines Gefangenen an sich und verstaute sie in einem Fach unter den Kontrolleinrichtungen des Gleiters.
»Ach nein, du und deinesgleichen, ihr seid ja keine echten Gladiatoren«, spottete er. »Ihr spielt sie nur. Der Tod bleibt dabei ausgespart. Wie erbärmlich ihr seid. Selbst eure degenerierten Vorfahren würden sich für euch schämen.«
Während er die Steuereinrichtung des Gleiters bediente und die Schubleistung des Triebwerks erhöhte, wartete er auf eine Antwort. Rettkal brachte nicht mehr als ein Röcheln zustande. Die Psi-Attacke forderte ihren Tribut.
Zufrieden änderte Lok-Aurazin den Kurs. An die Zukunft dachte er nicht, nur an die kommenden Stunden, an Stunden des Triumphs und der Genugtuung. »Rache wird am besten kalt serviert«, hatte er einmal eine alte Weisheit der Terraner aufgeschnappt. Wie falsch sie war! Wie wenig zutreffend zumindest in diesem Fall. Denn seine, Lok-Aurazins, Rache würde zu einem feurigen Fanal werden, wenn das Naral-System im Feuersturm der Opulu verbrannte.
Die Kontrolle der Nahbereichsortung fi el zu seiner Zufriedenheit aus, und auch die optische Überwachung des Weltraums ergab keine Bedrohung. Der Magadone entdeckte keine Verfolger, weder Perry Rhodan noch die Einheiten der Ultima. Die Flotte der ekhonidischen Systemverteidigung hatte andere Sorgen, als sich auf seine Spur zu setzen. Die Kämpfe mit den Opulu-Monden waren erst der Anfang. Fast alle Raumstationen waren zerstört, und die Kreuzer konnten nicht riskieren, Ekhas und die anderen Planeten schutzlos zu lassen.
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