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1 ,Kapitel Gute Seiten … (S. 1-2)
setting the attractions of my good parts aside I have no other charms. – William Shakespeare, The Merry Wives of Windsor
Als ich noch ein junger Programmierer war, lernte ich jedes Feature der von mir genutzten Sprachen, und ich versuchte, bei der Entwicklung auch all diese Features zu nutzen. Es handelte sich dabei wohl um eine Art Prahlerei, und ich glaube, dass sie funktionierte, weil ich derjenige war, zu dem die Leute kamen, wenn sie etwas über ein bestimmtes Feature wissen wollten. Schließlich wurde mir klar, dass einige dieser Features mehr Ärger verursachten, als sie wert waren. Einige waren schlecht spezifiziert und führten so eher zu Portabilitätsproblemen. Einige führten zu Code, der nur schwer zu lesen oder zu modifizieren war.
Einige brachten mich dazu, in einer Art und Weise zu entwickeln, die zu kompliziert und fehleranfällig war. Und einige dieser Features waren einfach Designfehler. Manchmal machen auch Sprachdesigner Fehler. Die meisten Programmiersprachen besitzen gute und schlechte Seiten. Ich habe irgendwann erkannt, dass ich ein besserer Programmierer wäre, wenn ich nur die guten Seiten nutzen und die schlechten meiden würde. Wie soll man auch etwas Gutes aus schlechten Komponenten aufbauen?
Es ist einem Standardisierungsausschuss nur selten möglich, Mängel aus einer Sprache zu entfernen, weil das zu einem Bruch in all den schlechten Programmen führen würde, die von diesen schlechten Seiten der Sprache abhängig sind. Üblicherweise ist so ein Ausschuss machtlos und kann nicht mehr tun, als weitere Features über die vorhandenen Mängel zu stülpen. Und diese neuen Features fügen sich nicht immer harmonisch ein und führen so zu weiteren schlechten Seiten. Aber Sie haben die Möglichkeit, eine eigene Teilmenge zu definieren. Sie können bessere Programme schreiben, indem Sie sich ausschließlich auf das Beste an Java- Script beschränken.
JavaScript ist eine Sprache, die mehr als genug schlechte Seiten besitzt. Sie kam aus dem Nichts und breitete sich in alarmierend kurzer Zeit weltweit aus. Es gab nie eine Laborphase, in der sie ausprobiert und aufpoliert werden konnte. Sie wurde, so wie sie war, direkt in Netscape Navigator 2 integriert, und war zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich ausgereift. Als Java™-Applets versagten, wurde JavaScript zur »Sprache des Web«.
Die Popularität von JavaScript hat nahezu nichts mit seiner Qualität als Programmiersprache zu tun. Glücklicherweise besitzt JavaScript einige außerordentlich gute Seiten. Hinter Java- Script verbirgt sich eine schöne, elegante, sehr ausdrucksstarke Sprache, die sich unter einem Stapel guter Absichten und grober Schnitzer versteckt. Das Gute an JavaScript ist so gut versteckt, dass viele Jahre die Meinung vorherrschte, JavaScript sei ein unansehnliches, inkompetentes Spielzeug. Meine Absicht besteht darin, das Gute an JavaScript, einer hervorragenden dynamischen Programmiersprache, aufzuzeigen. JavaScript ist wie ein Marmorblock, und ich schlage die nicht so schönen Teile weg, bis sich die wahre Natur der Sprache offenbart.
Ich glaube, dass die von mir herausgearbeitete elegante Teilmenge der Sprache an sich insgesamt deutlich überlegen ist und sie auf diese Weise zuverlässiger, lesbarer und wartbarer macht. Dieses Buch versucht nicht, die Sprache vollständig zu beschreiben. Stattdessen konzentriere ich mich auf die besten Seiten mit gelegentlichen Warnungen zur Vermeidung der schlechten. Die hier beschriebene Teilmenge kann verwendet werden, um zuverlässige und lesbare Programme zu entwickeln, egal ob klein oder groß. Indem wir uns nur auf die guten Teile konzentrieren, können wir die Lernzeit reduzieren, die Robustheit erhöhen und einige Bäume retten.
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