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Von mir ist die Rede.

Von mir ist die Rede.

von: Ari Behn

PeP eBooks, 2009

ISBN: 9783641010805, 113 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 5,99 EUR

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Von mir ist die Rede.


 

JUNGS UND MÄDELS (S. 43-47)

Wir stiegen auf die Skier und rutschten zum Lift hinüber. Die Sonne schien, es war zwanzig Grad unter null. Wir hatten uns Schals um den Mund gebunden und zwei Mützen übereinander gezogen. Ich hatte die Brille zu Hause vergessen, und mir lief Wasser aus den Augen, das auf meiner Wange zu eisigen Bächen gefror. Wir waren mitten in der Nacht aus der Stadt aufgebrochen und mit Lars’ Wagen sieben Stunden lang in die Berge gefahren.

Wir hatten nicht mit solcher Kälte gerechnet, und der Atem quoll uns als Rauchwolken aus dem Mund, als wir uns in den vereisten Lift fallen ließen, der uns mit einem Ruck in einer wogenden, leichten Bewegung nach oben hob. Langsam ging es aufwärts, und die Kälte blieb unten im Tal zurück. »Merkst du das?«, sagte ich und schwenkte die Skier. Milde Luft schwebte uns entgegen. »Ja«, rief Lars und knallte mit den Stöcken gegen den Sitzbügel, der die Leute daran hindern sollte, dreißig Meter tief auf die scharfen Felskuppen zu stürzen. Karoline lächelte und legte den Kopf auf meine Schulter. Auf einmal war es mindestens zehn Grad wärmer, und ich fand alles nicht mehr so schlimm.

Bei minus zwanzig loszuziehen ist nicht gerade lustig. Aber das blieb uns heute erspart. Wir konnten vom Gipfel die halbe Loipe zu einem anderen Lift hinunterfahren. Es gab keinen Grund zum Jammern, und ich sagte: »Skilaufen find ich toll. Was Besseres gibt es nicht. Ich liebe es über alles. Na ja, nicht mehr als dich, Karoline. « »Ha? Du liebst Karoline mehr als das Skilaufen? Willst du uns etwa im Stich lassen?«, fragte Lars. »Nie im Leben! Skilaufen bedeutet alles für mich, Karoline. Tut mir Leid.« »Beschissenerweise stimmt das sogar«, erwiderte sie. »Aber klar doch. Sonst ist er keiner von den Jungs mehr«, sagte Lars.

Wir waren schon oben angekommen und klappten den Bügel nach unten, sprangen vom Sitz und staksten von der Plattform weg. Karoline und ich waren noch nie zusammen Ski laufen gewesen. Ich steuerte den ersten Hang an, und Karoline war gleich hinter mir. Sie hatte die Bewegungen im Blut. Lars kam in einem scharfen Bogen zum Stehen und bespritzte mich mit Schnee. Wir lachten und schauten nach unten.

Der Hang zog sich weiß und steil in Kurven und Kanten den Berg hinunter. Aiii, das ist wirklich wahr!, dachte ich und ließ mich über die überstehende Kante fallen. Der Wind biss und schnitt mich in die Ohren. Ich hatte fast vergessen, wie das war, die Kälte war mir scheißegal, und ich jagte nach unten. Später, als wir in der Schutzhütte saßen und heißen Kakao tranken, sagte Lars: »Verstehst du, Karoline. Wir sind eben so. Und wenn wir nicht so wären, dann wären wir auch keine Jungs.« Aber das war alles nur blödes Gerede. Nichts ist von Dauer. Und das wissen wir schließlich. Alle wissen wir das.